Zurich habe in allen Geschäftsbereichen das Wachstum beschleunigt, wobei sich bevorzugte Bereiche wie die Spezialversicherungen, das Geschäft mit mittelgrossen Firmen (Middle Market) oder mit Vorsorgeprodukten besonders dynamisch entwickelten, teilte die Gruppe am Donnerstag mit.

Wachstum mit Datenzentren

Stark zulegen konnte Zurich erneut im P&C-Geschäft, wo die Prämieneinnahmen um 10 Prozent auf 29,9 Milliarden Dollar kletterten. Auf vergleichbarer Basis betrug das Wachstum 7 Prozent. Dabei fiel der Anstieg der Prämiensätze mit insgesamt 1 Prozent weniger stark ins Gewicht als in den letzten Jahren.

Mit Firmenkunden legte Zurich um 6 Prozent zu. Besonders im Segment Bauversicherungen (+18 Prozent) stiegen die Einnahmen dank der weltweiten Nachfrage nach Datenzentren und Energieinfrastruktur stark. Man habe die Marktposition diesbezüglich nebst den USA auch in Europa und Lateinamerika gefestigt, hiess es.

Im Privatkundengeschäft legten die Prämien um 8 Prozent zu. Hier zählten etwa das KMU-Geschäft und die Motorfahrzeugversicherung zu den Wachstumstreibern. Zudem sei weiter in die Preisgestaltung und Portfolio-Optimierung investiert worden, hiess es.

Mit dem Wachstum und dank eines weiterhin tiefen und damit profitablen Schaden-Kosten-Satzes von 92,7 Prozent rückte der Betriebsgewinn (BOP) im P&C-Geschäft auf vergleichbarer Basis um 12 Prozent auf 2,81 Milliarden Dollar vor.

Lebengeschäft mit Rekordergebnis

Einen weiteren Schritt nach vorne machte die Zurich in der Lebensversicherung. Dort legten die Prämieneinnahmen um 7 Prozent auf rekordhohe 19,5 Milliarden Dollar (vergleichbare Basis +1 Prozent) zu, wobei mit dem BOP ein Sprung um 23 Prozent auf 1,27 Milliarden (+16 Prozent) gelang.

Geklingelt haben die Kassen erneut im Geschäft mit Vorsorgeschutzprodukten, das um 10 Prozent vor allem in Europa, Lateinamerika und Asien wuchs. Die Nachfrage grosser Firmen nach Lebensversicherungen für ihre Mitarbeitenden sei gestiegen. Zudem stiegen auch die Verkäufe von fondsgebundenen Produkten (+5 Prozent).

Für den BOP der Lebensparte rechnet die Zurich neu nun mindestens mit einem Wachstum von 10 Prozent, verglichen mit der früheren Prognose eines Wachstums im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich.

Weiterhin auf Zielkurs

«Zur Halbzeit unseres aktuellen Zyklus liegen wir bei allen Zielen über den Planvorgaben», wird CEO Mario Greco in der Mitteilung zitiert. Bis 2027 soll die Eigenkapitalrendite «mindestens 23 Prozent» betragen. Auf Basis des BOP liegt sie im Halbjahr mit 25,1 Prozent bereits klar über dieser Marke und bereinigt mit 27,1 Prozent noch deutlicher.

mk/tt

(AWP)