Es ist das meistgebrauchte Bankkonto von allen: das Privatkonto. Täglich nutzen wir es für Überweisungen, Zahlungen mit der Karte oder den Bargeldbezug. Die Leistungen von verschiedenen Schweizer Banken unterscheiden sich dabei kaum. Und trotzdem variieren die Kosten für das Konto enorm. Einige Anbieter locken mit Gratis-Angeboten, bei anderen fallen teils über 100 Franken jährlich an.

Das zeigt eine neue Studie von Moneyland. Insgesamt hat der Vergleichsdienst 34 Finanzinstitute unter die Lupe genommen. In die Analyse eingeflossen sind Kundinnen und Kunden, die ihre Rechnungen über E-Banking bezahlen, auf die Zustellung von Kontoauszügen per Post verzichten und über ein durchschnittliches Guthaben von 8000 Franken verfügen. Moneyland unterteilt sie zudem in die Karten- und die Bargeld-Zahler.

Wenn man mit Karte bezahlt

Wer in der Schweiz beliebig viel und konsequent mit der Karte bezahlt, kann bei 14 Banken von Gratis-Konten profitieren. «Noch vor kurzem gab es Gratis-Konten nur bei ganz wenigen Anbietern», erklärt Moneyland-Experte Ralf Beyeler. «Inzwischen hat sich das geändert. Ein Grund für die Offensive dürfte die Konkurrenz durch Revolut und weitere Smartphone-Banken sein.»

Top-Angebote für Kartenzahler

Bank Nutzung in Schweiz
Aargauische Kantonalbank 0 Franken
Alpian 0 Franken
Bank Avera Paket Debit 0 Franken
Bank WIR Bankpaket Top 0 Franken
Basler Kantonalbank 0 Franken
Berner Kantonalbank Bankpaket Zero 0 Franken
Migros Bank 0 Franken
Neon Free 0 Franken
Swissquote Light 0 Franken
UBS Key 4 Pure 0 Franken
Valiant Lila Set 0 Franken
Yuh 0 Franken
Zak 0 Franken
Zürcher Kantonalbank ZKB Banking 0 Franken

Bei den meisten Banken fallen jedoch weiterhin Grundgebühren an. Kunden bezahlen bei Raiffeisen 48 Franken im Jahr, bei der Postfinance 60 Franken. Besonders teuer kommt es UBS-Kunden zu stehen: Die Grossbank verlangt für ein Privatkonto 144 Franken im Jahr.

Flop-Angebote für Kartenzahler

Bank Nutzung in Schweiz
Luzerner Kantonalbank mit Debit Classic 84 Franken
Bank BSU 88 Franken
Genfer Kantonalbank 98 Franken
Basellandschaftliche Kantonalbank 100 Franken
UBS Privatkonto 144 Franken

Nutzen Herr und Frau Schweizer ihr Konto öfters auch im Ausland, steigen die Kosten bei vielen Anbietern. Hier fällt jeweils eine Auslandsgebühr von rund 1.50 Franken oder 1 bis 2 Prozent des Einkaufsbetrags an. Am teuersten ist auch dann das UBS-Privatkonto mit 204 Franken.

Wenn man mit Bargeld bezahlt

Für Bargeld-Befürworter hat die Analyse eine schlechte Nachricht: Bargeldbezüge verteuern das Privatkonto meist. Bei jährlich 60 Bezügen – davon, sofern möglich, die Hälfte an Bancomaten der Hausbank – bleibt das Privatkonto nur bei der Zürcher Bank Avera kostenlos.

Top-Angebote für Bargeldzahler

Bank Nutzung in Schweiz
Bank Avera Paket Debit 0 Franken
Yuh 15.20 Franken
Caisse d'Epargne d'Aubonne 30 Franken
Sparkasse Schwyz 30 Franken
UBS Key 4 Pure mit Option Modul Schweiz 36 Franken

«Auffällig ist, dass sich fast alle Regionalbanken in der oberen Tabellenhälfte befinden», meint Beyeler. Ein Grund dafür ist, dass die meisten Regionalbanken zwar eine Jahresgebühr für Konto oder Karte verlangen, aber darauf verzichten, jeden einzelnen Bargeldbezug separat zu belasten.

Flop-Angebote für Bargeldzahler

Bank Nutzung in Schweiz
Waadtländer Kantonalbank Formule Directe 132 Franken
Luzerner Kantonalbank mit Debit Classic 144 Franken
Genfer Kantonalbank 158 Franken
Basellandschaftliche Kantonalbank 160 Franken
UBS Privatkonto mit Option Modul Schweiz 180 Franken

Bei der ZKB, Migros Bank und Zak bezahlen Kunden 60 Franken. Raiffeisen verlangt 84 Franken, Postfinance 120. Am teuersten ist das Konto wiederum bei der UBS. Bei zwölf Bargeldbezügen im Ausland kostet das Konto gar 240 Franken.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blick.

Robin Wegmüller von Schweizer Illustrierte
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