07:30

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in ‌den ⁠Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 1,6 ⁠Prozent tiefer bei 23.954,93 Punkten geschlossen. Für schlechte Stimmung an den ‌Börsen sorgten Zweifel an einem baldigen ‌Frieden im Nahen Osten ​und ein erneuter Anstieg der US-Inflation.

Zur Wochenmitte kommt vor dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping US-Finanzminister Scott Bessent in Südkorea mit ‌dem chinesischen Vizeministerpräsidenten He Lifeng zu Handelsgesprächen zusammen. Auf der Agenda dürfte die zuletzt gegenüber China weniger aggressive US-Zollpolitik stehen, ​ebenso wie eine Verlängerung des Abkommens über ​Seltene Erden. Beim Treffen von ​Trump und Xi werden auch Zusagen Chinas für den Kauf ‌von Boeing-Flugzeugen und US-Agrarprodukten erwartet.

Auf der Unternehmensseite legen weitere Konzerne Bilanzen vor. Die Anleger blicken unter anderem auf die ​Geschäftsberichte von ​Siemens, E.ON, RWE, TUI und ⁠der Deutschen Telekom.

Im Fokus ​bei den Konjunkturdaten stehen ⁠die Daten zum Arbeitsmarkt und zum Wirtschaftswachstum in der ‌Euro-Zone im ersten Quartal sowie zur europäischen Industrieproduktion im März. 

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steigt vorbörslich bei der IG Bank um 0,53 Prozent auf 13'158 Punkte.

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06:10

Ein Euro kostet 91,60 Rappen (-0,05 Prozent). Der Dollar ist 78,05 Rappen wert (-0,02 Prozent).

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05:10

Die festgefahrenen Gespräche zwischen Washington und Teheran sowie eine höher als erwartete US-Inflation haben die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die hartnäckig hohen ‌Energiepreise ⁠sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, er glaube nicht, Chinas Hilfe ⁠zur Beendigung des Krieges mit dem Iran zu benötigen. Ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist für diese ‌Woche geplant.

«Die unerwartet hohe Inflation und die anhaltenden geopolitischen Spannungen erinnern die Anleger ‌daran, dass hartnäckige Preise und erhöhte Energiekosten nicht so ​schnell verschwinden werden», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG in Sydney.

Die japanische Börse zeigte sich uneinheitlich: In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 62.930,20 Punkte zu. In Südkorea brach der Kospi zeitweise um 3,2 Prozent ein, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholte. Die Börse Shanghai ‌blieb fast unverändert bei 4.213,51 Stellen.

In ​Seoul stürzten die Aktien von Samsung Electronics um 5,7 ⁠Prozent ab. Der Elektronikkonzern hatte am Mittwoch keine Einigung mit ​seiner südkoreanischen Gewerkschaft über Lohnforderungen erzielt. ⁠Mehr als 50.000 Beschäftigte könnten nun in einen Vollstreik treten, der die Produktion von KI- und anderen ‌Chips zu stören droht.

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03:25

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,67 Yen und legte leicht auf 6,7914 Yuan zu. Die japanische Währung war am Dienstag kurzzeitig gestiegen - Händler spekulierten auf mögliche Interventionen Tokios ​zur Stützung des Yen. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,7803 ​Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1736 Dollar.

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02:15

Am Rohstoffmarkt ​verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 107,08 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Ölpreise halten sich ‌seit Ende Februar bei oder über 100 Dollar, nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran und Teherans faktische Schliessung der Strasse von Hormus die Versorgung bedrohten. Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent schwächer bei 101,55 ​Dollar.

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23:55

Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,87 Prozent auf 29.064,80 Punkte nach unten. Der marktbreite Index S&P 500 verlor 0,16 Prozent auf 7.400,96 Zähler. Beide Börsenbarometer hatten zu Wochenbeginn Rekordhöhen erklommen. Der nicht von Tech-Werten dominierte Leitindex Dow Jones Industrial hingegen legte am Dienstag um 0,11 Prozent auf 49.760,56 Punkte zu.

Wieder aufgeflammte Sorgen vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg haben die US-Technologieaktien am Dienstag belastet. Diese waren seit Ende März stark gestiegenen und gelten als besonders konjunktursensibel. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden. Teheran kritisierte die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans.

Die kürzlich veröffentlichten Verbraucherpreise zeigten zudem, dass der Ölpreisanstieg im Zuge des Iran-Krieges die Inflationsrate im April erneut nach oben getrieben hat. Zudem fiel der Anstieg etwas höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.

«Spätestens mit dem heutigen Zahlenwerk dürften Zinssenkungsdebatten vom Tisch sein», schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh liebäugele mit Zinssenkungen, doch in Anbetracht der aktuellen Inflationsentwicklung werde er davon vorerst Abstand nehmen müssen.

In den vergangenen Wochen hätten Unternehmensberichte die geopolitischen Risiken eine Zeit lang verdrängt, hiess es am Markt. Nun aber kamen von Seiten der Berichtssaison auch vermehrt schlechte Nachrichten. Der Kurs von Zoominfo Technologies etwa stürzte um fast ein Drittel ab, nachdem der Datensoftware-Anbieter unter seinen Anlegern mit einem enttäuschenden Ausblick Wachstumssorgen geweckt hatte.

Gitlab , Hims & Hers Health und Under Armour sackten um 10 bis 17 Prozent ab. Das Tech-Unternehmen Gitlab hatte mit angekündigten Stellenstreichungen für Aufsehen gesorgt, während die beiden anderen Unternehmen aus dem Telemedizin- und Sportartikelbereich mit Gewinnausblicken die Erwartungen verfehlt hatten.

Das Wasserstoff-Unternehmen Plug Power hingegen hatte seine Anleger mit den Zahlen zum ersten Quartal überzeugt. Analysten lobten, dass grosse Kunden wie Amazon und Walmart das Wachstum vorantrieben. Die Anteilscheine von Plug Power gewannen mehr als ein Prozent.

Die Aktien des Drohnen-Spezialisten Aevex schnellten nach positiven Äusserungen von Analysten um gut 15 Prozent nach oben. Seit dem Börsengang im April bleibt die Kursentwicklung aber durchwachsen. Gelobt wird das Wachstumspotenzial, doch es gibt auch kritische Stimmen zur derzeit hohen Abhängigkeit als Lieferant der Ukraine.

Der Kurs von Wendy's zog um fast 17 Prozent an. Der «Financial Times» zufolge bemüht sich der bereits beteiligte Finanzinvestor Trian um die Unterstützung anderer Investoren für eine Übernahme der Fast-Food-Kette.

Unter den Schlusslichtern im Nasdaq 100 versammelten sich Unternehmen, die zuletzt deutlich von der Hoffnung rund um einen starken Ausbau der Infrastruktur für KI-Rechenzentren profitiert hatten. So knickten Micron, Western Digital, Sandisk, Intel und Qualcomm um 4 bis 11 Prozent ein.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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