08:05
Der SMI fällt im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 0,54 Prozent. Bis auf Lonza sinken alle Titel des Leitindex. Die Aktien des Pharma-Auftragsfertigers verbessern sich um 0,9 Prozent. Unter Druck steht besonders Swiss Life (minus 2,3 Prozent). Das 4-prozentige Minus bei Kühne+Nagel geht auf den Dividendenabschlag zurück.
Der breite Markt geht um 0,53 Prozent zurück, wobei Landis+Gyr (minus 3,1 Prozent), Clariant (minus 2,2 Prozent), Swatch (minus 1,3 Prozent) und AMS Osram (minus 1,1 Prozent) deutliche Abgaben verzeichen.
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07:40
Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge schwächer in den Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent tiefer bei 24'664 Punkten geschlossen.
Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally drückten auch die Wall Street. Für maue Stimmung an den grossen Börsen sorgten Zweifel, ob die von den Investoren lang ersehnte Friedensvereinbarung im Nahen Osten tatsächlich bald verkündet wird. Zuletzt verschärfte sich die Lage in der Region angesichts neuer militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran wieder.
Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI stiegen um jeweils mehr als ein Prozent auf 101,30 beziehungsweise 95,82 Dollar je Fass. US-Präsident Donald Trump versuchte trotz der gegenseitigen Angriffe Befürchtungen über ein Ende der Waffenruhe zu zerstreuen. Die Feuerpause sei weiterhin in Kraft, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) dem Sender ABC News.
Zum Wochenschluss rückt der US-Arbeitsmarktbericht für April in den Mittelpunkt. Ausserhalb der Landwirtschaft dürften nur 62'000 neue Jobs hinzugekommen sein, erwarten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen. Im März hatte das Stellenplus noch 178'000 betragen.
Anleger warten zudem auf die deutschen Industrie- und Aussenhandelsdaten für März.
Auf der Unternehmensseite will Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp ihre nachgeschärften Pläne vorstellen, wie sie das Geldhaus den nächsten Jahren profitabler machen will. Dazu dürfte auch ein weiterer Stellenabbau gehören. Die Bank will damit zeigen, dass sie auch eigenständig, ohne eine Übernahme durch den italienischen Grossaktionär UniCredit, langfristig reüssieren kann.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,88 Prozent tiefer bei 13'051 Punkten.
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06:10
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05:00
Neue Spannungen im Nahen Osten haben die Rekordjagd an den asiatischen Aktienmärkten vorerst beendet. Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,0 Prozent auf 62'174 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 1,0 Prozent niedriger bei 3802 Zählern.
Auch in China hielten sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai verlor 0,3 Prozent auf 4168 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 4875 Punkte.
Neue gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben am Donnerstag Zweifel an der seit einem Monat geltenden Waffenruhe in der Region geschürt und den Preis für Nordsee-Öl auf über 100 Dollar getrieben. «Trotz der anhaltenden Feindseligkeiten und der nach wie vor hohen Ölpreise preisen die Märkte eine begrenzte Dauer ein», erklärte Marija Veitmane, Leiterin der Aktienanalyse bei State Street Markets. Dennoch spüren japanische Unternehmen den Gegenwind: Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel im April auf ein Elf-Monats-Tief. Die Stimmung werde durch die anhaltende Unsicherheit über den Krieg, mögliche Preiserhöhungen und eine schwächere Nachfrage gedämpft, sagte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes.
Auf Unternehmensebene sorgten zudem Sorgen um die Lieferketten für Künstliche Intelligenz (KI) für Bewegung. Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank fielen um 4,6 Prozent und zogen den Nikkei nach unten, nachdem die britische Tochter Arm vor Engpässen bei neuen KI-Chips gewarnt hatte. Auch Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ und Mizuho gaben um 2,1 beziehungsweise 3,5 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten hingegen Zulieferer der Halbleiterindustrie: Der Wafer-Hersteller Sumco sprang um 10,2 Prozent nach oben und setzte sich an die Spitze des Nikkei. Der Roboterbauer Fanuc gewann 7,4 Prozent, während der Chipanlagen-Spezialist Advantest ein Plus von 1,0 Prozent verbuchte.
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04:10
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,94 Yen und legte leicht auf 6,8047 Yuan zu. Die japanische Währung tut sich trotz mutmasslicher Stützungskäufe der Regierung in Tokio im Volumen von fast 70 Milliarden Dollar schwer, nennenswert aufzuwerten. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,7806 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1724 Dollar und zog leicht auf 0,9154 Franken an.
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02:45
Am Rohstoffmarkt trieb die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten die Preise deutlich an, da Anleger eine Störung der Ölversorgung aus der Golfregion befürchten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee übersprang die psychologisch wichtige Marke und verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 101,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 96,29 Dollar.
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23:55
Der Dow Jones Industrial schloss 0,63 Prozent tiefer bei 49'597 Punkten, nachdem er anfangs kurzzeitig über die Marke von 50'000 Punkten geklettert war. Der marktbreite S&P 500 erklomm zunächst ein Rekordhoch, drehte aber ins Minus und verlor letztlich 0,38 Prozent auf 7337 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es am Ende um 0,12 Prozent auf 28'564 Punkte abwärts, nachdem der technologielastige Auswahlindex anfangs ebenfalls einen weiteren Höchststand erreicht hatte.
Laut einem Bericht des «Wall Street Journal», erwägen die USA, die Blockade der Strasse von Hormuz wieder aufzunehmen. Unterdessen meldeten iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Zudem habe es Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem «Feind» gegeben.
Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiterhin einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Washington hatte Teheran eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten unterbreitet. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Die McDonald's-Aktie sank nach anfänglichen klaren Gewinnen am Ende um 0,1 Prozent. Der Konzernumsatz und der bereinigte Gewinn der Schnellrestaurant-Kette fielen im ersten Quartal überraschend gut aus. Im zweiten Quartal dürfte es aber eine spürbare Verlangsamung der Umsatzentwicklung geben, sagte Firmenchef Chris Kempczinski. Die Stimmung der Konsumenten werde etwas schlechter. Zudem erhöhe der Iran-Krieg das Inflationsrisiko.
Die Titel von Tesla legten um 3,3 Prozent zu. Der E-Autohersteller hatte Auslieferungszahlen in China für den Monat April bekannt gegeben und im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 36 Prozent gemeldet.
Arm Holdings warnte anlässlich der Zahlenvorlage vor einer Flaute in der Smartphone-Branche, wodurch eine entscheidende Einnahmequelle des Unternehmens beeinträchtigt würde. Der Chipdesigner erwartet allerdings, dass das Wachstum im Bereich der KI-Rechenzentren diesen Einbruch mehr als ausgleichen wird. Die Arm-Titel büssten mehr als 10 Prozent ein.
Die Aktien von Datadog verzeichneten mit einem Kursplus von bis zu 38 Prozent den stärksten Kursanstieg seit mehr als sechs Jahren und kamen damit ihrem Rekordhoch vom November 2025 wieder sehr nahe. Letztlich stand ein Gewinn von gut 31 Prozent zu Buche. Der Softwareentwickler erhöhte Jahresziele für Umsatz und Gewinn und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street bei weitem.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

