07:35
Auch nach Freigabe von mehr als 400 Millionen Barrel Öl aus Notreserven treibt Anleger die Entwicklung der Ölpreise weiter um. Unklar ist, welche Staaten bereit sind, der Forderung von US-Präsident Donald Trump nachzukommen, Kriegsschiffe in den Nahen Osten zu entsenden, um Frachter und Tanker durch die Strasse von Hormus zu eskortieren.
Zum Wochenauftakt blicken die Anleger neben den politischen Entwicklungen auch auf die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion in China im Februar. Während die seit Jahren andauernde Immobilienkrise die Konjunktur zu Jahresbeginn weiter bremste, legte die Industrieproduktion in der Volksrepublik in einigen Bereichen zu.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,20 Prozent höher bei 12'841 Punkten.
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04:45
Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten hat die asiatischen Börsen am Montag belastet. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 53'570 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,5 Prozent niedriger bei 3611 Zählern. Die Börse in Shanghai verlor 0,7 Prozent auf 4066 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,5 Prozent auf 4643 Punkte fiel.
In Japan drückte die Krise im Nahen Osten den Nikkei den dritten Tag in Folge ins Minus. Anleger fürchten längerfristige wirtschaftliche Schäden durch höhere Energiepreise und einen schwächeren Yen. «Die Sorgen über eine Konjunkturabschwächung aufgrund steigender Ölpreise werden eingepreist», sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Zu den grössten Verlierern zählten die KI-Zulieferer Furukawa Electric und Fujikura mit einem Minus von jeweils 6,7 Prozent.
In China belastete die anhaltende Immobilienkrise die Stimmung. Die Preise für neue Eigenheime fielen im Februar auf Monatsbasis um 0,3 Prozent und im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Dies dämpft die Konsumausgaben und das Vertrauen. «Der langsamere monatliche Rückgang ist ein positives Zeichen, aber der Markt befindet sich immer noch in einer Anpassungsphase», sagte Zhang Dawei, Analyst bei Centaline Property. Die Erholung verlief uneinheitlich, wobei sich erstklassige Projekte in den Metropolen widerstandsfähiger zeigten als in kleineren Städten.
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03:05
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 159,48 Yen und notierte damit nur knapp unter seinem 20-Monats-Hoch. Händler blieben wachsam bezüglich möglicher Interventionen der japanischen Regierung. Zum chinesischen Yuan legte der Dollar leicht auf 6,8992 zu. Der Euro stieg um 0,3 Prozent auf 1,1452 Dollar. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,3 Prozent niedriger bei 0,7888 Franken.
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02:00
Die anhaltenden Feindseligkeiten im Persischen Golf hielten die Ölpreise hoch. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 104,37 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,4 Prozent fester bei 99,06 Dollar. Einem Medienbericht zufolge planen die USA jedoch eine Koalition zum Schutz von Schiffen in der Strasse von Hormus, was die Preise etwas stützte.
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23:50
Die US-Börsen waren am Freitag nach einer schwachen Woche noch etwas tiefer in die Verlustzone gerutscht. Die Intensivierung des Iran-Kriegs und der damit einhergehende Anstieg der Ölpreise drückten zum Wochenausklang weiter auf die Stimmung, nachdem im frühen Handel noch enttäuschende Konjunkturdaten die Hoffnungen der Anleger auf zumindest eine Leitzinssenkung der Notenbank in diesem Jahr wiedererweckt hatten. Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2025 schwächer gewachsen als erwartet.
Der Dow Jones Industrial gab um 0,26 Prozent auf 46'558 Punkte nach und fiel damit auf das Niveau von Ende November. Die fortdauernde, weitgehende Sperre der Strasse von Hormus, einem Nadelöhr des globalen Öl- und Gashandels, und der damit verbundenen Inflationssorgen belasteten weiter.
Auf Wochensicht ergibt sich damit für den Dow ein Minus von zwei Prozent. «Die Anleger beginnen sich Sorgen zu machen, dass sich die Lage im Nahen Osten so lange hinziehen könnte, dass sie Auswirkungen auf die Wirtschaft hat», sagte Marktstratege Matt Maley vom Vermögensverwalter Miller Tabak.
Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,61 Prozent auf 6632 Zähler und näherte sich damit weiter der viel beachteten 200-Tage-Durchschnittslinie. Sie gilt als Mass für den langfristigen Trend. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,62 Prozent auf 24'381 Punkte ein.
Die Unsicherheit am Markt bleibt wegen des Iran-Kriegs hoch. Denn die Revolutionsgarden des Landes halten an ihrer Blockade der Strasse von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.
Ungeachtet dessen sehen sich die USA weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke zudem auf Adobe . Das baldige Ausscheiden des Chefs Shantanu Narayen hatte am Markt Sorgen um einen möglichen Strategiewechsel des Software-Anbieters geschürt. Die Aktien sackten um 7,6 Prozent ab und waren damit das Schlusslicht im Nasdaq 100.
Am S&P-500-Ende wiederum knickten die Papiere von Ulta Beauty um gut 14 Prozent ein. Die auf Kosmetik spezialisierte Filialkette hatte mit der Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr enttäuscht.
Für Linde ging es nach einem positiven Analystenkommentar der Bank JPMorgan um 0,7 Prozent nach oben. Der Konzern sei angesichts der gegenwärtig schwierigen Marktbedingungen besser aufgestellt als andere Unternehmen aus der Rohstoffbranche, schrieb Experte Jeffrey Zekauskas. Die Kunden aus dem US-Chemiesektor dürften operativ zulegen, um von höheren Exportpreisen zu profitieren. Die Inflation der Rohstoffpreise dürfte zu einem gewissen Grad an die Kunden des Herstellers industriell genutzter Gase weitergereicht werden.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

