Ihr Unternehmen werde einen neuen Antrag einreichen, ⁠kündigte Gillian Lynch, die Europachefin der Handelsplattform, am Mittwoch in einem Interview ‌mit der Nachrichtenagentur Reuters an. «Möglicherweise müssen wir ‌einen anderen Weg zur ​Zulassung finden. Ich prüfe Alternativen.»

Binance hatte sich in Griechenland um eine Lizenz für den Handel mit Bitcoin, Ethereum & Co in der Europäischen Union (EU) bemüht. Gemäss der Kryptowerte-Verordnung MiCA müssen ‌Unternehmen bis Ende Juni eine entsprechende Erlaubnis vorweisen. Dabei gilt die Genehmigung in einem Mitgliedsstaat auch für die übrigen ​Länder der Gemeinschaft.

Den Grund für die Ablehnung ​des Antrags durch die griechische ​Börsenaufsicht kenne sie nicht, sagte Lynch. Sie habe mit einem positiven ‌Bescheid gerechnet. Vor der Antragstellung habe ihr Unternehmen in einigen weiteren EU-Ländern die Lage sondiert. Insidern zufolge sträuben sich auch ​die ​Behörden Lettlands und Irlands ⁠gegen eine Lizenz für Binance. Ihnen ​bereiteten unter anderem verhängte ⁠Bussgelder wegen Verstössen gegen Geldwäschegesetze Kopfzerbrechen.

Auf dieses Thema ‌angesprochen, sagte Lynch, Binance habe die internen Kontrollmechanismen ausgebaut und 1500 Compliance-Mitarbeiter eingestellt.

(Reuters)