Die Äusserungen von Powell seien nun am Mittwoch durch die Präsidentin der regionalen Notenbank von Cleveland, Loretta Mester, untermauert worden, erklärten die Commerzbank-Experten weiter. Sie rechne mit einem Anstieg des Leitzinses auf mehr als 4 Prozent früh im kommenden Jahr und habe betont, dass die Fed die Zinsen im weiteren Verlauf des Jahres 2023 wohl nicht senken werde.

Aus China kamen am Donnerstag zudem schwache Wirtschaftsdaten mit dem Caixin-Index. Der Indikator für die Stimmung in der Industrie fiel wieder unter die Schwelle von 50 Punkten, was eine wirtschaftliche Kontraktion signalisiert. Zudem verhängten die chinesischen Behörden wegen eines Corona-Ausbruchs erneut eine Ausgangssperre, diesmal in der südwestchinesischen Metropole Chengdu. Dies nährt die Sorge davor, dass sich die Pandemie weiter auf die globalen Warenströme auswirkt.

Gleichzeitig verschärft sich der Technologiestreit zwischen China und den USA offenbar. So informierte der Chipkonzern Nvidia über neue Exportauflagen für bestimmte Hochleistungschips nach China, die unter anderem für Anwendungen rund um künstliche Intelligenz verwendet werden. Techwerte gerieten denn auch besonders unter Druck und der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone sank zuletzt um 1,7 Prozent auf 19 618 Punkte.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands sank um 0,7 Prozent auf 4051 Zähler.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit 27 661,47 Punkten eineinhalb Prozent im Minus. In Australien gab der S&P ASX 200 um gut 2 Prozent auf 6845,60 Punkte nach./mis/stk

(AWP)