Gute Konjunkturdaten sind gegenwärtig nicht zwingend positiv aus Sicht der Aktieninvestoren. Denn sie könnten die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, eher früher als später die geldpolitischen Zügel anzuziehen, indem sie die milliardenschweren Wertpapierkäufe drosselt. Im US-Anleihenhandel legten die Renditen nach den guten Konjunkturdaten denn auch zu.

Steigende Kapitalmarktzinsen sind für den Technologiesektor tendenziell belastend. Denn zum Einen verteuern sich die Finanzierungskosten der Tech-Unternehmen, zum Anderen fahren deren Kunden in Phasen steigender Zinsen oft ihre IT-Investitionen zurück.

An der technologielastigen Nasdaq-Börse überwogen folglich die Verluste: Der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,76 Prozent auf 15 386 Punkte nach. Hier gerieten vor allem die Kurse von Firmen aus der Halbleiterbranche unter Druck wie Broadcom , AMD , Xilinx und Intel .

Die Papiere des Netzwerkspezialisten Cisco hielten sich angesichts der Schwäche vieler Tech-Werte noch recht stabil. Mehrere Analysten hatten sich optimistisch zu Cisco geäussert. Die US-Bank JPMorgan etwa hob die Papiere auf eine Empfehlungsliste. Die Credit Suisse stufte Cisco von "Neutral" auf "Outperform" hoch.

Die Anteile des Fleischersatz-Herstellers Beyond Meat büssten fünf Prozent ein, nachdem die Investmentbank Piper Sandler die Papiere zum Verkauf empfohlen hatte./bek/men

(AWP)