Das Handelsvolumen ist unterdurchschnittlich, da einige europäische Märkte wie Frankfurt nach dem Pfingstwochenende erst wieder am Dienstag öffnen. Impulse für die eine oder andere Richtung gibt es nicht. In Asien hatten die wichtigsten Märkte am Montag kaum verändert und mit verschiedenen Vorzeichen geschlossen. Marktbewegende Nachrichten aus der Konjunktur- oder Unternehmenswelt sind Mangelware.

Aktien von Fluggesellschaften zeigten sich unbeeindruckt von der erzwungenen Landung einer Ryanair -Maschine am Sonntag in der belarussischen Hauptstadt Minsk, die in Europa für grosse Aufregung sorgt. So legten American Airlines und United Airlines jeweils um mehr als ein Prozent zu.

An Bord der Maschine war nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna auch der von den dortigen Behörden gesuchte Blogger Protassewitsch, der in Minsk festgenommen wurde. Nun wird unter anderem über ein Landeverbot für die belarussische Fluggesellschaft Belavia an allen EU-Flughäfen diskutiert, was möglicherweise mit Gegenmassnahmen beantwortet werden wird. Einige Fluggesellschaften haben bereits angekündigt, den belarussischen Luftraum meiden zu wollen.

Die Papiere des Lidar-Spezialisten Luminar büssten im Verlauf ihren Startgewinn von fast zehn Prozent nahezu komplett ein und notierten nur noch knapp über der Nulllinie. Zunächst hatten Fotos für Aufregung gesorgt, die ein Tesla Model Y in Orlando zeigten, dass Lidar-Sensoren von Luminar auf dem Dach trug. Dies führte zu Spekulationen über eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Da aber nicht klar wurde, welcher Art diese ist, ebbte die Freude bei den Luminar-Aktionären schnell wieder ab./he

(AWP)