Nach seinem Jahreshoch vor zwei Wochen bei 15 658 Punkten trat der Dax zuletzt etwas auf der Stelle - vor allem wegen der in den USA wieder hochgekochten Zinssorgen. Der EuroStoxx 50 liess sich weniger beirren und schaffte am Donnerstag einen weiteren Höchststand seit dreizehn Monaten. Der Auswahlindex der Eurozone wird am Montag 0,2 Prozent erholt vom schwächeren Freitag erwartet.

Insgesamt winkt den Anlegern ein ruhiger Wochenstart - weniger wegen der Rosenmontagsumzüge hierzulande, als wegen geschlossener US-Börsen am "President?s Day".

Vor allem zwei Meldungen vom späten Freitagabend erscheinen interessant. So gibt es eine Kaufofferte für den englischen Traditionsverein Manchester United, die für Teamviewer laut Händlern die Chance auf einen Ausstieg aus dem teuren Sponsorenvertrag erhöhen könnte. Scheich Jassim Bin Hamad Al Thani, Vorsitzender einer der grössten Banken Katars, bestätigte in einer Pressemitteilung, dass er ein Angebot für 100 Prozent des Manchester United Football Club abgegeben hat. Die US-amerikanischen Besitzer des englischen Fussballvereins, die Familie Glazer, hatte im Vorjahr bekannt gegeben, dass sie offen für Angebote seien. Am Samstag gab dann auch der britische Milliardär Sir Jim Ratcliffe und sein Petrochemie-Unternehmen Ineos ein offizielles Angebot ab.

Fakt ist derweil, dass die Commerzbank mit dem Abschied des Gasherstellers Linde aus dem Dax Ende des Monats in den deutschen Leitindex zurückkehrt. Im Herbst 2018 hatten sie ihren Platz dort räumen und in den MDax absteigen müssen. Nun ist es der Frankfurter Grossbank gerade noch rechtzeitig zur Indexanpassung gelungen, mit ihrem operativen Milliardenergebnis 2022 das von der Deutschen Börse 2021 eingeführte Profitabilitäts-Kriterium zu erfüllen. Im Index der mittelgrossen Werte werden sie erwartungsgemäss vom Windkraftanlagenbauer Nordex ersetzt./ag/mis

(AWP)