cash Insider: Ein Rückblick auf 2015

Der cash Insider blickt auf das Börsenjahr 2015 und die Kursentwicklung seiner Schweizer Aktienfavoriten zurück.
30.12.2015 12:30
cash Insider
cash Insider: Ein Rückblick auf 2015

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Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und für 2016 gute Gesundheit, viel Erfolg, Freude und stets das nötige Quäntchen Glück an der Börse.

An dieser Stelle möchte ich mich für das geschätzte Interesse an meiner Kolumne und für die konstruktiven Diskussionen bedanken.

Die nächste Kolumne erscheint am Montag, 4. Januar 2016.

Herzlichst,

Der cash Insider

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Wäre das Börsengeschehen eine Hollywood-Produktion, dann liessen sich die vergangenen 12 Monate zweifelsohne dem Genre "Thriller" zuordnen. Selten zuvor wurden die Nerven der Aktionäre derart auf die Probe gestellt. Noch heute stockt ihnen der Atem, wenn sie an die überraschende Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro von Mitte Januar zurückblicken.

Würde eine Fortsetzung des Börsenjahres 2015 verfilmt, spräche man unserer Schweizerischen Nationalbank (SNB) vermutlich auf Anhieb wieder die Hauptrolle zu. Zumindest für ihre Dramaturgie hätte sie gleich in mehreren Kategorien einen Oskar verdient. Da sind aus Schweizer Sicht selbst die Kollegen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amerikanischen Federal Reserve nur Laiendarsteller.

Nach einer wahren Achterbahn der Gefühle fällt die Bilanz gelinde gesagt ernüchternd aus. Der Swiss Performance Index (SPI) gewinnt im Jahresvergleich 2,4 Prozent. Die Hiobsbotschaft der SNB liess das Börsenbarometer in der zweiten Januarhälfte vorübergehend bis auf 7768 Punkte fallen. Von dort aus kletterte es kontinuierlich nach oben, wo es im August bei 9670 Zählern auf ein neues Rekordhoch stieg.

Ein Blick auf die Aktienkursentwicklung der letzten 12 Monate dürfte vor allem den Aktionären von Transocean, LafargeHolcim, Swatch Group, Richemont oder Zurich Insurance Group Tränen in die Augen treiben. Sie alle hätten sich mit einem mageren Plus von 2 Prozent vermutlich mehr als zufrieden gegeben. Statt dessen sitzen die Aktionäre dieser Unternehmen auf prozentual zweistelligen Kursverlusten.

Rückblickend liess sich der um 2,4 Prozent festere SPI mit meinen um durchschnittlich 4,1 Prozent höheren Schweizer Aktienfavoriten mit viel Glück schlagen. Noch Anfang September sah alles anders aus (siehe Kolumne vom 2. September).

Als Glücksgriff haben sich die Aktien von Swiss Re erwiesen. Die grosszügige Dividende vom vergangenen April mit eingerechnet, kommt ihnen mit einem Plus von 26,1 Prozent die Silber-Medaille unter meinen Aktienfavoriten zu. Dieses Jahr geht beim in Zürich beheimateten Rückversicherungskonzern als ein weiteres schadenarmes Jahr in die Firmengeschichte ein.

Nur die im April mit einem Gewinn von 32 Prozent veräusserten Papiere des Börsendebütanten Molecular Partners entwickelten sich noch besser. Ihnen gebührt die Gold-Medaille, gefolgt von den Ende März mit einem Gewinn von 20,4 Prozent verkauften Aktien von Forbo auf dem dritten Rang. Auf dem undankbaren vierten Platz sind die Valoren von Logitech mit einem Plus von 19 Prozent zu finden. Beim Pionierunternehmen aus der Westschweiz haben in den vergangenen Wochen Spekulationen rund um ein solides Weihnachtsgeschäft sowie auf eine sich abzeichnende Erhöhung der firmeneigenen Jahresprognosen geholfen.

Auswertung zuletzt noch offene Transaktionen

SMI-Titel Gewinn/Verlust*
Nestlé N (VN 3886335) + 5,3 Prozent
SGS N (VN 249745) - 3,0 Prozent
Swiss Re N (VN 12688156) + 26,1 Prozent
SPI-Titel  
Basilea N (VN 1143244) + 3,5 Prozent
DKSH N (VN 12667353) - 15,5 Prozent
Logitech N (VN 2575132) + 19,0 Prozent
OC Oerlikon N (VN 81682) - 22,1 Prozent
SFS Group N (VN 23922930) + 2,0 Prozent
Santhera N (VN 2714864) - 3,4 Prozent

* Stand 29.12.2015 14:05 Uhr

Das Schlusslicht bildeten die um 22,1 Prozent schwächeren Aktien von OC Oerlikon, gefolgt von jenen von DKSH mit einem Minus von 15,5 Prozent im Jubiläumsjahr. Diese Firmen haben eines gemeinsam: Sie beide erzielen einen namhaften Anteil am Jahresumsatz- und Gewinn in den Schwellenländern.

Glück im Unglück hatte ich bei den Aktien von Transocean, welche ich Mitte Februar nach einer bilderbuchmässigen Gegenbewegung bei 17,53 Franken mit einem Verlust von 7,4 Prozent verkaufen konnte. Doch auch bei den Valoren von LafargeHolcim, Credit Suisse und Swatch Group blieb mir rückblickend Schlimmeres erspart.

Wie sich meiner Kolumne von gestern entnehmen lässt, sind einige dieser Papiere auf der Liste meiner Schweizer Aktienfavoriten für das Börsenjahr 2016 wiederzufinden - getreu dem Motto: Neues Jahr, neues Glück!
 

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