Analysten zeigen sich durchs Band angetan von den am Morgen gezeigten ABB-Zahlen. Wachstumstreiber waren einmal mehr Rechenzentren und die Elektrifizierung. Insbesondere der rekordhohe Auftragseingang und die besser als erwartet ausgefallene operative Gewinnmarge überzeugten.
«Ein weiteres beeindruckendes Zahlenset von ABB», hiess es etwa in einer Einschätzung der RBC. Herausragend sei dabei das dreistellige Wachstum des Bestellungseingangs von Rechenzentren. Die Bank strich auch den rasch ansteigenden Auftragsbestand, die gesenkten Kosten oder die angehobene Prognose für das Gesamtjahr als positive Punkte hervor.
Der «fantastische» Bestellungseingang des Bereichs Elektrifizierung habe die Schwäche des Bereichs Automation mehr als aufgefangen, ergänzt der für die Bank Vontobel tätige Analyst. Die Erhöhung der Umsatzguidance für das Gesamtjahr sei in Marktkreisen allerdings bereits vorweggenommen worden.
RBC erachtet zudem das Joint Venture mit Mitsubishi Electric als sinnvollen Schritt, der den Zugang zum wichtigen Markt Japan verbessern sollte. Der Preis dafür ist laut RBC «vernünftig».
Der insbesondere aus Asien überschwappende Verkaufsdruck bei den Technologieaktien dominiert jedoch am Berichtstag die Gemengelage. Inflations- und Zinssorgen nach einem erneuten Anstieg beim Ölpreis hatten insbesondere in Korea im Halbleitersegment zu deutlichen Abgaben geführt. Das färbt auch auf ABB ab.
(AWP)

