Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank hatte sich weiter zugespitzt: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. Bei den Vorwürfen ging es um mögliche Unregelmässigkeiten bei Renovierungsarbeiten am Gebäude der Fed. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed vor dem Wochenende Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage.
Die zuständige Staatsanwältin Jeanine Pirro reagierte auf der Plattform X: Ausser Powell habe niemand das Wort «Anklage» in den Mund genommen. Ihre Behörde habe zu Vorladungen greifen müssen, da die Fed Informationsanfragen zu Kosten von Renovierungsarbeiten am historischen Gebäude der Notenbank «ignoriert» habe.
Die steten Attacken auf Powell schüren an den Finanzmärkten Sorge, die Fed könnte künftig nicht mehr unabhängig agieren, sondern politisch gesteuert werden./men/nas
(AWP)

