Kurz vor Weihnachten hatte der Goldpreis mit knapp 4.550 Dollar seinen bisher höchsten Stand erreicht, bevor es in den letzten Handelstagen des vergangenen Jahres zu Gewinnmitnahmen kam. Der Silber-Preis legte am Freitagmorgen um mehr als drei Prozent auf 74,02 Dollar je Unze zu, nachdem er im vergangenen Jahr um 148 Prozent nach oben geklettert war.
Zuletzt hatten geopolitische Risiken und die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA die Preise für Edelmetalle angetrieben. Unter anderem machte eine Kursschwäche des amerikanischen Dollar die Edelmetalle, die in der Regel in Dollar gehandelt werden, günstiger, was die Nachfrage verstärkte.
Silber ist zudem auch ein gefragtes Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund im Elektromobilität, Künstliche Intelligenz (KI) und Rüstung benötigt wird.
Kurz vor dem Jahreswechsel hatte Silber dann erstmals in der Geschichte mehr als 80 US-Dollar je Feinunze gekostet, nachdem der Chef des E-Autobauers Tesla und des Raumfahrunternehmens SpaceX, Elon Musk, die Stimmung angeheizt hatte. «Das ist nicht gut. Silber wird in vielen industriellen Prozessen benötigt», antwortete auf einen Tweet zu chinesischen Exportbeschränkungen.
Nach dem Sprung über die 80-Dollar-Marke hatten Anleger dann aber erst einmal Gewinne realisiert - schliesslich hatte Silber Anfang 2025 noch etwa 30 Dollar gekostet.
Angesichts des wohl auch an diesem Freitag wohl dünnen Handels - wichtige Märkte für den Handel mit Edelmetallen wie Japan und China bleiben kurz vor dem Wochenende geschlossen - sollten Anleger gleichwohl vorsichtig sein. Gerade an solchen Tagen sind grössere Preisbewegungen auch ohne fundamentale Neuigkeiten möglich./jkr/mis/zb
(AWP)
