18:15

In Grossbritannien ist eine weitere Mutation des Coronavirus aufgetaucht. "Wir haben zwei Fälle einer anderen neuen Variante des Coronavirus hier in Grossbritannien entdeckt," sagt Gesundheitsminister Matt Hancock. Dabei handele es sich um Kontaktpersonen, von aus Südafrika in den vergangenen Wochen eingereisten Infizierten. "Diese neue Variante ist höchst besorgniserregend, weil sie noch übertragbarer ist und anscheinend weiter mutiert ist als die (erste) neue Variante."

Die erste Variante des Coronavirus ist inzwischen auch in Israel nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium berichtet von vier bekannten Fällen.

+++

17:30

In den rund 40 Skigebieten des Kantons Graubünden gibt es über die Festtage keinen unlimitierten Zugang mehr wie früher. Wegen der Corona-Krise beschränken die Bergbahnen die Tageskapazitäten. Die maximale Personenzahl wird um etwa einen Drittel reduziert. Diese Reduktion sei ergänzend zur gesetzlichen Einschränkung auf zwei Drittel der Kapazitäten in geschlossenen Fahrmitteln, teilten der Verband der Bergbahnen und die Marketingorganisation Graubünden Ferien GRF am Mittwoch gemeinsam mit. Tageskarten zu den Skigebieten sind deshalb nur limitiert verfügbar.

Zum ausführlichen Artikel geht es hier.

+++

17:00

Nach den USA hat auch Kanada den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna erlaubt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ottawa am Mittwoch mit. Es ist nach dem Präparat von Pfizer /Biontech das zweite Präparat im Einsatz in Kanada. Vergangene Woche hatte Premierminister Justin Trudeau erklärt, dass Kanada noch im Dezember bis zu 168'000 Dosen des Moderna-Impfstoffs bekomme und dass die Auslieferung innerhalb von 48 Stunden nach der Genehmigung des Ministeriums beginnen könne.

+++

16:45

Der Roche-Konzern geht davon aus, dass die in Grossbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus die Genauigkeit seine Covid-19-Tests nicht beeinträchtigt. Mit einer Analyse seiner Antigen-Schnelltests soll diese Annahme untermauert werden. "Wir werden unsere Ergebnisse teilen, sobald diese Untersuchungen abgeschlossen sind", erklärt Roche. Der vor allem für seine Krebsmedikamente bekannte Pharmariese ist auch der weltgrösste Anbieter von Tests und Verfahren zur Diagnose von Erkrankungen.

+++

15:00

In der Schweiz gestrandete Personen aus Grossbritannien und Südafrika können ab Donnerstag dank einer Ausnahmeregelung in ihre Heimat zurückreisen. Die Regelung gilt auch für Schweizer, die sich derzeit in einem der beiden Länder aufhalten.

Der Bundesrat hat das Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit der Ausarbeitung einer Lösung im Hinblick auf die Festtage beauftragt, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) am Mittwoch mitteilte. Seit Sonntag um Mitternacht sind die Flugverbindungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich sowie Südafrika wegen des mutierten Coronavirus eingestellt.

Für Passagiere, die sich in Quarantäne befinden, gelten gemäss Mitteilung besondere Schutzmassnahmen. Für den Transport an die Flughäfen würden die notwendigen Schutzmassnahmen sichergestellt, um das epidemiologische Risiko bei der Anreise im Inland an den Flughafen zu minimieren.

+++

Gratis: Abonnieren Sie hier den Newsletter von cash.ch, dem grössten Wirtschafts- und Finanzportal der Schweiz.

+++

14:30

Der für Einheimische gedachte Start der Skisaison in Österreich wird am Donnerstag ohne Ischgl und Saalbach-Hinterglemm über die Bühne gehen.

In Saalbach-Hinterglemm ist der Grund die österreichweit geltende Pflicht, in den Gondeln und beim Anstehen eine FFP2-Maske zu tragen. In Ischgl, einst Hotspot bei der Verbreitung des Coronavirus zu Beginn der Pandemie in Europa, sei das Problem das grenzüberschreitende Skigebiet mit der Schweiz. "Wenn man zwei Schwünge auf Schweizer Gebiet macht, müsste man bei Rückkehr nach Österreich in Quarantäne", sagte Ischgls Tourismuschef Andreas Steibl.

Auch bei der Schutzmasken-Pflicht und der Gastronomie herrschten in der Schweiz und Österreich teils völlig andere Bestimmungen. "Wir sind im Schaufenster und wollen unter diesen Bedingungen lieber nicht starten." Ein Start werde nun in der zweiten Januarhälfte - nach dem bis 17. Januar dauernden Lockdown - angepeilt.

In Österreich dürfen ab 24. Dezember die Skilifte unter strengen Auflagen öffnen. Touristen werden zunächst keine erwartet, da jeder Einreisende bis zu zehn Tage in Quarantäne muss. Ausserdem sind Restaurants und Hotels geschlossen. Ob ein Ausser-Haus-Verkauf erlaubt wird, können die Bundesländer entscheiden.

+++

13:50

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet für die Schweiz und Liechtenstein 5033 neue Infektionen mit dem Coronavirus. 292 Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Innerhalb der Tagesfrist wurden zudem 98 Todesfälle registriert. 

Den R-Wert gibt das BAG unverändert mit 1,05 an.

 

 

+++

13:15

Der positiv auf das Coronavirus getestete französische Präsident Emmanuel Macron zeigt Anzeichen einer gesundheitlichen Erholung, wie sein Büro mitteilt. Details werden nicht genannt. Macron hatte früher gesagt, bis zu seiner Erholung seine Arbeitsbelastung zurückzuschrauben.

 

 

+++

12:50

Die Gesundheitsbehörden in Hongkong teilen mit, dass zwei Studenten, die in diesem Monat aus Grossbritannien nach Hongkong zurückgekehrt seien, sich wohl mit der in Grossbritannien neu entdeckten Virus-Variante angesteckt hätten.

+++

11:55

Nahe der südenglischen Hafenstadt Dover kommt es zu Rangeleien zwischen aufgebrachten Lkw-Fahrern und der Polizei. Tausende Lkw-Fahrer aus Kontinentaleuropa sitzen seit Tagen in Südengland fest, weil die französischen Behörden sie wegen der in Grossbritannien entdeckten neuen Coronavirus-Variante nicht ins Land liessen.

Viele werden deshalb nicht mit ihren Familien zu Hause Weihnachten feiern können. Inzwischen haben sich die Regierungen in London und Paris aber geeinigt. Frankreich lockert demnach die Grenzblockade. Fahrer mit einem aktuellen negativen Corona-Test sollen wieder ins Land kommen dürfen.

er britische Wohnungsbauminister Robert Jenrick sagt dem Sender Sky News, Soldaten würden bei den Tests helfen. Es werde aber dauern, bis sich der Rückstau aufgelöst habe.

+++

10:30

In den Kantonen hat am Mittwoch die grösste Impfaktion der Schweizer Geschichte begonnen. Am Morgen ist in der Luzerner Landschaft eine 90-jährige Frau als erste gegen das Coronavirus geimpft worden.

 

 

Das bestätigte der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf anlässlich der Besichtigung eines Impfzentrums in seinem Kanton. Die ersten 107'000 Covid-19-Impfdosen des Herstellers Pfizer/Biontech waren am Dienstag auf dem Landweg in der Schweiz eingetroffen. Sie wurden anschliessend von der Armeeapotheke an die Kantone verteilt.

Nicht nur Luzern, auch andere Kantone wie Appenzell Innerrhoden hatten angekündigt, bereits am Mittwoch mit dem Impfen zu beginnen. Um einen guten Schutz zu erreichen, muss der auf der sogenannten Boten-RNA-Technologie beruhende Impfstoff zwei Mal im Abstand von drei Wochen gespritzt werden.

+++

09:05

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Mittwoch Britinnen und Briten in der Schweiz mit einer Push-Nachricht über die für sie geltenden Corona-Regeln informiert

In der Nachricht wird die angeschriebene Person darüber informiert, dass sich alle Reisenden aus Grossbritannien oder Südafrika, die am oder nach dem 14. Dezember 2020 in die Schweiz gekommen seien, ab dem Ankunftsdatum für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen. Ziel sei es, die Ausbreitung der in England und Südafrika aufgetretene Mutation des Coronavirus zu verhindern, wie das Innendepartement mitteilte.

 

 

Die Angeschriebenen werden aufgefordert, das Zimmer respektive den Aufenthaltsort nicht zu verlassen und alle Kontakte zu vermeiden. Sollte die Anordnung nicht eingehalten werden, könne eine Strafe von bis zu 10'000 Franken verhängt werden.

Den Text verschickten die Telekomanbieter Salt, Swisscom und Sunrise im Auftrag des BAG an alle Kunden, die aus den Zielländern kommen und ihre Dienste nutzen. Das BAG versicherte den Angeschriebenen, dass weder das BAG noch andere staatliche oder private Stellen Zugriff auf die Kontaktinformationen habe.

+++

06:35

Angesichts der grossen Herausforderungen durch die Corona-Krise hat der britische Gesundheitsdienst NHS den Premierminister Boris Johnson zu einer Verlängerung der Brexit-Übergangsphase um einen Monat aufgefordert.

Ein Aufschub um einen Monat werde dem NHS Zeit geben, sich aus der "unmittelbaren Gefahrenzone" zu bringen, hiess es in einem Brief der NHS-Spitze, der in der Nacht zum Mittwoch veröffentlicht wurde. Denn dann könne sich der Dienst auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren, ohne dass ein No-Deal-Brexit "störende Veränderungen" mit sich bringe.

Mehr dazu hier.

+++

06:25

Die Schweiz verfügt derzeit, wie am Dienstag bekannt geworden ist, über 107'000 Impfdosen von Biontech/Pfizer. Der Impfstoff trägt nun den Namen "Corminaty". In Alters- und Pflegeheimen in den Kantonen Luzern und Appenzell-Innerrhoden beginnen heute Impfungen.  

Für den allergrössten Teil der Bevölkerung heisst es aber, sich zuerst zu informieren. Für die meisten ist die Impfung nicht sofort möglich. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine neue Website aufgeschaltet.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer, den die Schweiz als erstes Land im ordentlichen Verfahren zugelassen hat, sei sicher und "hochwirksam", sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, am Dienstag während einer Medienkonferenz in Bern. Nicht nur bei jungen Personen, auch bei älteren Menschen sei die Wirkung sehr hoch. 

Folgende Grundsätze gelten bei der Impfung: 

  • Priorität haben Menschen über 75 Jahre
  • Zu einer frühen Impfung berechtigt sind auch Personen jeden Alters, die unter Diabetes Mellitus leiden, ein Body-Mass-Index über 35 aufweisen oder Abwehrkrankheiten haben.
  • Priorität haben auch Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzerkrankungen, Atemwegerkrankungen, Nierenerkrankungen
  • Danach kommen regulär Menschen von 65 bis 74 Jahre
  • Geimpft werden können im Lauf der Zeit alle über 16 Jahre

Die Zahl der Ansteckungen in der Schweiz ist nach wie vor hoch. Am Dienstag wurden 4275 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen bei 4205. Dieser Wert ist über die vergangenen Wochen angestiegen. 

Der R-Wert liegt laut BAG derzeit bei 1,05. Das heisst, die Entwicklung der Ansteckungen verläuft immer noch exponentiell. Tanja Stadler von der Wissenschafts-Taskforce des Bundes zitierte eine britische Untersuchung, wonach das neue mutierte Virus, wie es in Grossbritannien festgestellt wurde, den R-Wert um 0,4 erhöhen könnte. Trotz gestoppter Flüge aus Grossbritannien und Quarantäne-Anordnung für Skitouristen dürfte das mutierte Virus schon in der Schweiz sein.

+++

Das süddeutsche Bundesland Baden-Württemberg schränkt die sogenannte 24-Stunden-Regel für quarantänefreies Einreisen ein. Damit ist Einkaufen in Deutschland kaum noch möglich. Die entsprechende Pressemitteilung der Landesregierung in Stuttgart über die geänderte Corona-Verordnung von Baden-Württemberg veröffentlichte der Schweizer Botschafter in Berlin, Paul Seger, am Dienstagabend auf Twitter.

 

 

Die Regelung ermöglicht weiterhin quarantänefreie Einreisen aus beruflichen, dienstlichen, geschäftlichen, schulischen, medizinischen oder familiär bedingten Gründen.

Allerdings beschränkt Baden-Württemberg mit einer Quarantänepflicht den kleinen Grenzverkehr. Die Verschärfung der Einreise-Quarantäne-Verordnung führt auch dazu, dass Baden-Württemberger in der Schweiz nicht Ski fahren können.

Die Gefahr, dass durch Ein- und Rückreisen nach Baden-Württemberg zusätzliche Infektionsherde im Inland entstehen, soll eingeschränkt werden, war am Dienstag in Stuttgart zu hören. Baden-Württemberg vollzieht mit der Verschärfung der Einreise-Verordnung einen Schritt, den Bayern schon Ende November gegangen war.

+++

05:20

Dubai beginnt am Mittwoch mit der Impfung der Bevölkerung mit dem Vakzin der Partner BioNTech und Pfizer. Die Impfung sei für die Bürger kostenfrei, teilt die Regierung des Emirats mit.

 

 

+++

05:00

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 24'740 weitere Menschen (Vortag: 19'528) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen auf 1'554'920. Weitere 962 (731) Menschen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt sind 27'968 Todesfälle registriert.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 195,1 (197,6). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden. Bund und Länder streben zur Eindämmung des Virus einen Wert von 50 an.

+++

04:45

In Peru durchbrechen die bestätigten Coronavirus-Fälle nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Marke von einer Millionen. Seit Beginn des Ausbruchs im März verzeichnet das südamerikanische Land 1.000.153 positive Tests und 37.218 Todesfälle. Die Zahl der täglichen Neuinfektion ist in den vergangenen Monaten stark gesunken: Ende August steckten sich rund 10.000 Menschen pro Tag an, vergangenen Montag waren es etwa 1000.

+++

00:40

Frankreich erleichtert die Einfuhr von Waren per Lkw aus Grossbritannien. Nach Angaben des französischen Verkehrsministeriums können französische und ausländische Lkw wieder aus Grossbritannien nach Frankreich einreisen, sofern sie ein negatives Covid-19-Testergebnis nicht älter als 72 Stunden vorweisen können.

Im Falle eines positiven Tests müssen sich die Fahrer zehn Tage lang auf britischem Boden isolieren, wobei die Unterkunft von den britischen Behörden bereitgestellt werde, heisst es weiter.

+++

23:45

Weltweit haben sich über 77,53 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,707 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit fast 18 Millionen Infektionen und 319'644 Todesfällen.

+++

20:20

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich stabilisiert sich. Das Gesundheitsministerium gibt 11'795 neue Fälle bekannt, grob unverändert zum Stand von 11'532 vor einer Woche. Am Montag waren zwar nur 5797 positive Tests vermeldet worden, jedoch laufen Ergebnisse vom Wochenende oft mit Verspätung ein. Die Zahl der neuen Todesfälle liegt bei 802.

(cash/Reuters/SDA/AWP/Bloomberg)