+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: BAG meldet 154 neue Fälle - Weitgehende Lockerungen in der Schweiz: Maskenpflicht im Freien und Homeoffice-Pflicht fallen - Personen-Beschränkungen in Restaurants weg - Grossveranstaltungen bei Covid-Zertifikat ohne Limiten

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
23.06.2021 18:17
Alain Berset verkündet weitgehende Lockerungen vor den Medien in Bern.
Alain Berset verkündet weitgehende Lockerungen vor den Medien in Bern.
Bild: Screenshot Youtube

+++ Zum Coronavirus-Update vom 24. Juni geht es hier +++

18:15

Mehrere russische Städte melden deutliche Zunahmen von neuen Todesfällen. In Moskau waren es in den vergangenen 24 Stunden 88, in Sankt Petersburg 93, wie die zuständige russische Arbeitsgruppe meldet. In beiden Fällen sind das die höchsten bislang verzeichneten Werte. Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin zufolge gehen 90 Prozent der neu gemeldeten Fälle in der Stadt auf die Delta-Variante zurück.

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18:01

Eine Piktogramm-Übersicht der Corona-Regeln, die ab dem 26. Juni gelten.

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14:40

Die Schweiz treibt die Öffnung angesichts der deutlichen Abnahme der Fallzahlen schneller voran als bisher geplant. Ab Samstag wird die Homeoffice-Pflicht und die Maskenpflicht im Freien aufgehoben, wie Bundesrat Alain Berset vor den Medien in Bern mitteilte. In Restaurants könnten wieder beliebig viele Personen zusammensitzen. Bei Grossveranstaltungen mit Covid-Zertifikat gebe es keine Personen-Beschränkungen mehr.

 

 

Die Einreise in die Schweiz werde erleichtert, gab der Bundesrat weiter bekannt. Bei Personen aus dem Schengen-Raum werde die Quarantänepflicht aufgehoben. Strengere Bestimmungen gelten weiterhin für Reisende aus Ländern mit einer sogenannten besorgniserregenden Virusvariante wie Indien oder Grossbritannien.

"Der Öffnungschritt ist gross und ziemlich mutig", sagte Berset. Das Ziel des Bundesrates sei stets gewesen, immer in vernünftigem Mass zu öffnen. "Wir sind aber noch nicht in der Normalisierungsphase angelangt, diese beginnt erst, wenn alle Impfwilligen sich impfen lassen können." Die letzten verbleibenden Restriktionen müssen laut der Landesregierung unbedingt weiter befolgt werden. Der Bundesrat teilt die Phase der Öffnungen in eine Schutz-, Stabilisierungs- und Normalisierungsphase ein. Gemäss dieser Einteilung ist die Schweiz derzeit in der Stabilisierungsphase.

Die Medienkonferenz mit Bundesrat Alain Berset zur pandemischen Lage und zu den beschlossenen Lockerungen: 

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14:00

Wer sich im Freien aufhält, muss ab kommendem Samstag keine Maske mehr tragen. Das gilt auch für kulturelle und sportliche Aktivitäten. Im Büro und in höheren Schulklassen wird die Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben. Die Homeoffice-Pflicht fällt.

  • Konkret wird die Masken- und Abstandspflicht bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten aufgehoben. Es findet keine Unterscheidung zwischen Profis und Laien mehr statt. Auch an Grossveranstaltungen mit Covid-Zertifikat gilt keine Maskenpflicht mehr. Für solche Events werden auch Kapazitätsbeschränkungen und die Personenobergrenze gestrichen. Veranstaltungen ab tausend Personen benötigen eine kantonale Bewilligung.
  • Ebenfalls fallen gelassen hat der Bundesrat die Homeoffice-Pflicht; stattdessen gilt neu wieder eine Homeoffice-Empfehlung. An Unis, Fachhochschulen und in der Weiterbildung dürfen wieder unbeschränkt viele Personen anwesend sein.
  • Schliesslich gibt es in Restaurants keine Beschränkung mehr der Anzahl Gäste pro Tisch. Nur in Innenbereichen gilt wie bisher eine Sitzpflicht während der Konsumation und eine Maskenpflicht im Stehen. Die Kontaktdaten müssen weiterhin erhoben werden, es reicht allerdings ein Kontakt pro Gruppe.

Mehr zu den Lockerungen, die ab dem nächsten Samstag, 26. Juni, gelten werden, findet sich in ausführlicher Form hier.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 154 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Mittwoch veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 145. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 164, vor einer Woche bei 274. Zudem wurden 16 neue Spitaleinweisungen und 2 neue Todesfälle gemeldet.

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12:45

Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Margaritis Schinas ist optimistisch, dass touristische Reisen in die USA bald vereinfacht werden. "Wir sind hoffnungsvoll, dass es bald gute Nachrichten von dieser Front geben wird", sagte er am Mittwoch in Brüssel. In Gesprächen habe man den transatlantischen Verbündeten Argumente geliefert. So sei Europa etwa der meistgeimpfte Kontinent weltweit und es gebe EU-weit gültige Zertifikate, die nachwiesen, dass Reisende keine Gefahr für andere darstellten. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Touristen aus den USA wieder einfacher nach Europa einreisen können sollen.

EU-Handelskommissar Thierry Breton beklagte, dass man derzeit nicht sehe, dass die USA Europa gleich behandelten. So arbeite er seit Monaten daran, dass in der EU genügend Impfstoff produziert werden könne, aber es gebe von US-Seite beispielsweise immer noch Exportbeschränkungen für Komponenten der Impfstoffe, die die Produktion in der EU bremsen. Man erwarte, dass so schnell wie möglich gleiche Bedingungen geschaffen werden.

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11:10

Der Bundesrat informiert am Mittwochnachmittag über weitere Lockerungsschritte in der Schweiz. So soll etwa die Maskenpflicht im Freien weitgehend aufgehoben werden.  Die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien war in der Konsultation weitgehend unbestritten. Auch Clubs und Discos sollen öffnen dürfen. Das Covid-Zertifikat soll nach dem Willen des Bundesrats ab Montag grossflächig als Eintrittspass zu Grossveranstaltungen, Clubs und Discos eingesetzt werden.

cash.ch wird die Medienkonferenz des Bundesrates im Live Stream übertragen. Die Zeit steht noch nicht fest.

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11:05

Bei den Olympischen Spielen in Tokio darf das Publikum nicht laut sprechen oder sich gegenseitig abklatschen. So soll das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus verringert werden, wie aus den Richtlinien der Organisatoren hervorgeht. Um die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer zu begrenzen, sollen die Plätze per Lotterie vergeben werden. Wer den Zuschlag erhalten hat, soll am 6. Juli bekanntgegeben werden.

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11:00

Der bekannte Virologe Christian Drosten plädiert angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dafür, das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung zu stärken. "Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen", sagte der Experte der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update".  Er legte sich nicht fest, ob es wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits im Sommer oder erst im Herbst zu einer Trendumkehr kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte Drosten und betonte die Wichtigkeit der Impfung bei Eltern von Schulkindern "Wir müssen einfach schnell impfen", lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. Bereits mehrere Bundesländer haben gemeldet, dass der Anteil der Variante an den Neuinfektionen zuletzt spürbar gestiegen ist.

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10:00

Die in der Corona-Krise angeschwollenen staatlichen Schuldenberge hält nur eine Minderheit der Menschen in Deutschland, Frankreich und Italien für unbedenklich. In einer Umfrage des Versicherers Allianz vertreten gerade einmal 14 Prozent der Befragten in Deutschland die Ansicht, Schulden seien dank niedriger Zinsen kein Problem. In Frankreich (13 Prozent) und Italien (12 Prozent) teilen noch weniger der jeweils fast 1050 Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer diese Einschätzung.

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08:15

In den USA steigt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen 24 Stunden um mindestens 11'013 auf 33,73 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 382 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es damit 602'387 Tote. Weltweit weisen die USA vor Brasilien die meisten Todesfälle auf, in dem südamerikanischen Land starben fast 502'600 Menschen, nahezu 18 Millionen Menschen haben sich nachweislich infiziert.

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07:30

Weltweit haben sich mehr als 179,1 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,03 Millionen Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Dunkelziffern dürften Experten zufolge deutlich höher sein. Die USA weisen weltweit die höchsten Werte auf.

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06:30

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1016 neue Positiv-Tests für Deutschland. Das sind 439 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 7,2 von 8,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 

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05:00

Die US-Investmentbank Morgan Stanley verwehrt einem Insider zufolge ab dem 12. Juli Personen, die nicht vollständig geimpft sind, den Zutritt. Mitarbeiter, Kunden und Besucher müssten nachweisen, dass sie durchgeimpft sind, um die Büros der Bank in New York und Westchester betreten zu dürfen, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Ungeimpfte und nicht vollständig geimpfte Angestellte müssten dann von zu Hause aus arbeiten.

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02:30

Die Universität Oxford testet eigenen Angaben zufolge in einer breit angelegten Studie die Wirksamkeit des Antiparasitikums Ivermectin als eine mögliche Behandlungsmethode bei Covid-19 Patienten. Das in der Humanmedizin als Wurmmittel zugelassene Medikament führe in Laborstudien zu einer Reduktion der Virusreproduktion, erklärt die Universität. Eine kleine Pilotstudie zeige, dass eine frühe Gabe des Mittels die Viruslast und die Dauer der Symptome bei einigen Patienten reduzieren könnte. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation sowie europäische und US-amerikanische Aufsichtsbehörden vom Einsatz von Ivermectin bei Covid-19-Patienten abgeraten haben, wird es in einigen Ländern, darunter Indien, zur Behandlung der Krankheit eingesetzt.

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01:00

Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern die Politik auf, Präsenzunterricht zu Beginn des neuen Schuljahrs auch im Fall einer Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus zu ermöglichen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben), eine neuerliche Phase des Distanz- und Wechselunterrichts wäre "für alle Betroffenen ein herber Rückschlag". Er verlangte daher, "dass jetzt in den Ferien alles getan werden muss, um im Herbst auch auf eine vierte Welle an Schulen vorbereitet zu sein". 

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00:30

Im Kampf gegen das Coronavirus fordert der Vorsitzende des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery, dass man auch auf "Impfskeptiker und Impfleugner" zugehen müsse. "Wenn wir nicht auch einen Teil dieser Gruppe vom Sinn der Impfung überzeugen, werden wir die Herdenimmunität nicht erreichen", sagt Montgomery. Mit Blick auf die hoch ansteckende Delta-Variante erklärt er: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich früher oder später mit dem Coronavirus infizieren.

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00:15

Der Pharmakonzern Novartis will 2021 über 50 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von BioNTech in seiner Anlage am Standort Stein abfüllen. 

Zur ausführlichen Meldung geht es hier.

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00:00

Der Impfstoff von AstraZeneca schützt dem Unternehmen zufolge gegen die Virusvarianten Delta und Kappa. Dies gehe aus einer Antikörper-Studie der Oxford University hervor. Beide Varianten wurden zunächst in Indien nachgewiesen.

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23:30

Indien stuft eine neu nachgewiesene Virusvariante als besorgniserregend ein. Die inoffiziell als "Delta plus" bezeichnete Mutation sei in 16 Fällen im Bundesstaat Maharashtra entdeckt worden und leichter übertragbar, sagt der indische Bundesgesundheitsminister Rajesh Bhushan. Insgesamt seien inzwischen fast zwei Dutzend Infektionen in drei Bundesstaaten nachgewiesen. Bhushan ruft die Behörden zu verstärkten Tests auf.

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22:00

Die USA werden das Impfziel von Präsident Joe Biden verpassen. Bis zum 04. Juli würden 70 Prozent der über 27-Jährigen mindestens einmal geimpft sein, sagt Bidens Corona-Berater Jeffrey Zients. Gegenwärtig sei diese Quote bei den über 30-Jährigen erfüllt. Biden gab allerdings vor, sie bis zum Nationalfeiertag bei allen Erwachsenen zu erzielen. Die Marke dürfte nun einige Wochen später erreicht werden, sagt Zients weiter. Zuletzt stieg die Impfquote in den USA nur noch langsam.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)