Konzernchef Francois Provost hatte mehrere strategische Entscheidungen seines Vorgängers Luca de Meo revidiert. So wurde die Elektro- und Softwareeinheit Ampere wieder in den Konzern integriert, einzelne Mobilitätsgeschäfte eingestellt und beim Sportwagenlabel Alpine die Kosten gesenkt. Dadurch soll Renault angesichts wachsender Konkurrenz durch chinesische Hersteller in Europa schlanker und wettbewerbsfähiger werden.
Dabei setzen die Franzosen zugleich auf eine zunehmende Elektrifizierung ihrer Flotte. Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller weltweit gut 2,3 Millionen Fahrzeuge, das war ein Plus von 3,2 Prozent in einem Markt, der den Angaben zufolge lediglich um 1,6 Prozent wuchs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro.
Unter dem Strich verzeichneten die Franzosen jedoch einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür waren die milliardenschweren nicht zahlungswirksamen Belastungen im Zusammenhang mit der bereits im vergangenen Sommer geänderten bilanziellen Behandlung des Nissan -Anteils. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen und bestimmte Produktionsanlagen.
Den Aktionären will Renault dennoch eine stabile Dividende von 2,20 Euro je Anteilsschein zahlen./tav/nas/mis
(AWP)

