Zudem will Santander-Chefin Ana Botin einen grösseren Anteil des Überschusses für Dividenden und Aktienrückkäufe verwenden: Vom Gewinn des Jahres 2027 sollen 35 Prozent als Dividende fliessen. Weitere 15 Prozent will Santander in den Rückkauf eigener Aktien stecken. An der Börse kamen die Nachrichten gut an.
Die Santander-Anteile verteuerten sich im frühen Handel um bis zu drei Prozent auf 10,97 Euro. Damit beendete das Papier die jüngste kleine Korrektur nach dem Anfang Februar erreichten Mehrjahreshoch von 11,26 Euro endgültig, innerhalb der die Aktie zeitweise wieder unter die 10-Euro-Marke gefallen war.
Die spanische Grossbank gehörte in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von 80 Prozent zu den grössten Gewinnen unter den europäischen Bank- und Standardwerten. Mit einem Börsenwert von 160 Milliarden Euro ist die Santander zudem die wertvollste Bank der Eurozone.
Um den Gewinn zu steigern, soll die Zahl der Kunden von zuletzt rund 180 Millionen auf mehr als 210 Millionen im Jahr 2028 wachsen. Auch dadurch will die grösste spanische Bank ihre relativen Kosten weiter senken: Am Ende der Periode sollen die Kosten dann nur noch 36 Prozent der Bankerträge aufzehren. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital soll zugleich auf mehr als 20 Prozent steigen.
Zum Vergleich: Im Jahr 2025 waren die Kosten der Bank 41,2 Prozent der Erträge aufgefressen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital betrug 16,3 Prozent./stw/stk/mis
(AWP)

