Das bereinigte operative Ergebnis sei im zweiten Quartal um 6,4 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro gestiegen, teilte der spanische Telekomkonzern Telefonica am Mittwoch mit. Daher werde der Cashflow im Gesamtjahr währungsbereinigt voraussichtlich um mehr als drei Prozent wachsen. Bislang hatte das Unternehmen einen Anstieg von mehr als zwei Prozent prognostiziert.
Ein Belastungsfaktor für die Konzernbilanz war erneut der Umbau von Telefonica Deutschland. Die Rückstellungen hierfür drückten den Reingewinn um 265 Millionen Euro auf 473 Millionen Euro. «Unsere Transformation wird uns im Verlauf des kommenden Jahres zurück auf den Wachstumspfad bei Umsatz und Betriebsergebnis führen», betonte Markus Rolle, Finanzchef von Telefonica Deutschland. Das Unternehmen will unter anderem 1100 Stellen durch ein Abfindungsprogramm abbauen.
Telefonica Deutschland leidet weiterhin unter der Abwanderung des Grosskunden 1&1. Die Tochter von United Internet nutzt in den Gebieten, in denen sie bislang über kein eigenes Netz verfügt, die Sendemasten von Vodafone. Im zweiten Quartal musste Telefonica Deutschland einen Rückgang der wichtigen Serviceumsätze um 8,5 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro hinnehmen. Der operative Gewinn schrumpfte um 7,2 Prozent auf 592 Millionen Euro.
(Reuters)

