Sivers, ein kleines schwedisches Halbleiterunternehmen, dessen Aktienkurs in diesem Jahr um etwa 1700 Prozent gestiegen ist, gehört zu den am stärksten leerverkauften Werten des Landes.
Wegen des Booms bei Unternehmen, die Infrastruktur für künstliche Intelligenz entwickeln, haben sich Händler massiv auf kleine Firmen wie Sivers Semiconductors gestürzt. Das Unternehmen, dessen Marktwert nach dem rasanten Kursanstieg 23,5 Milliarden Kronen (rund 2,5 Milliarden US-Dollar) beträgt, stellt optische Komponenten zur Datenübertragung her. Sie sind wichtig für die KI-Infrastruktur.
Doch nun wächst die Skepsis gegenüber dem rasanten Kursanstieg der Aktie, so Calle Soderberg, Investmentökonom bei Nordnet. Laut Daten von S&P Global Market Intelligence vom 26. Mai sind rund 17 Prozent der handelbaren Sivers-Aktien verliehen. Anfang März lag dieser Anteil noch bei etwa 1,6 Prozent.
«Hier wird viel spekuliert, das Risiko der Aktie wird als hoch eingeschätzt», sagte Soderberg. «Wahrscheinlich gibt es viele Anleger, die kurz vor dem Ausstieg stehen und bereit sind, bei einer Stimmungswende in dieser extrem volatilen Aktie schnelle Gewinne mitzunehmen.»
Die jüngste Kursrallye hat Sivers für die Aufnahme in Aktienindizes bereit gemacht. Die Börsenbetreiberin Nasdaq gab bekannt, dass die Aktie am 1. Juni in den OMX Stockholm Benchmark Index aufgenommen wird; und MSCI plant, sie in einen Small-Cap-Index aufzunehmen. Dennoch wird die Aktie laut von Bloomberg zusammengestellten Daten von etablierten Brokern bisher kaum beobachtet.
Ein Sprecher von Sivers reagierte nicht auf Anfragen von Bloomberg. Anleger werden gespannt darauf achten, ob der Aufwärtstrend anhalten kann, wenn das Unternehmen am morgigen Freitag seine neuesten Geschäftszahlen veröffentlicht.
(cash/Bloomberg)
