BYD verkaufte im Januar mit gut 210.000 Fahrzeugen 30 Prozent weniger als vor Jahresfrist. An der Börse in Hongkong sank die BYD-Aktie in Reaktion darauf am Montag um fast acht Prozent. Auch die Papiere anderer chinesischer Fahrzeughersteller wie Geely, Leapmotor, Xiaomi und Xpeng kamen unter Druck. Der chinesische Pkw-Verband erwartet für 2026 eine Stagnation des Marktes mit dem schwächsten Wert seit dem ersten Corona-Jahr 2020. Zudem schmälert der intensive Preiswettbewerb die Gewinnspannen der Hersteller.
Der Marktführer BYD, der auch in Europa Fuss fassen will, verzeichnete den stärksten Absatzrückgang seit Februar 2024. Hintergrund sind die Änderungen bei der staatlichen Förderung von Autokäufen. Diese richtet sich jetzt nach dem Fahrzeugpreis und wird nicht mehr als Pauschale gewährt. Das verringert die Kaufanreize für preiswertere Fahrzeuge, die den grössten Teil der Neuwagenverkäufe in China ausmachen. Etwa die Hälfte des Jahresabsatzes 2025 von 24 Millionen Pkw waren im vergangenen Jahr subventioniert.
BYD traf es so hart, dass im Januar Konkurrent Geely dank stabiler Verkaufszahlen vorbeizog und grösster Hersteller wurde. Der Autobauer will der schwächelnden Inlandsnachfrage mit Innovationen, zum Beispiel verbesserten Versionen von Plug-in-Hybridmodellen, und einem stärkeren Fokus auf das Auslandsgeschäft begegnen. BYDs Verkäufe ausserhalb Chinas stiegen im Januar um 43 Prozent und machten fast die Hälfte der Gesamtauslieferungen aus.
(Reuters)

