Es ist ein Kaltstart nach Mass: Die Valoren der Partners Group fallen am Montagvormittag um bis zu 2,6 Prozent auf 904,20 Franken. Keine andere Aktie des Swiss Market Index (SMI) wird zum Wochenauftakt derart umfangreich verkauft. Mehr noch: Die Anteilsscheine der Privatmarktspezialistin notieren auf dem tiefsten Stand sei Sommer 2023 und sind also praktisch auf einem Drei-Jahres-Tief angekommen.

Auslöser der Verluste ist ein Bericht der «Financial Times». Demnach haben die Private-Equity-Eigentümer CVC und Partners Group von Breitling die Unternehmensbewertung auf etwa die Hälfte des Niveaus von 2023 gesenkt. CVC und Partners Group überprüften die Strategie von Breitling angesichts der Expansion des Uhrenherstellers im eigenen Geschäft, der sinkenden Nachfrage nach Luxusuhren und der Zölle auf Schweizer Waren, hiess es.

Die jüngste Erweiterung des Breitling-Boutique-Netzwerks auf rund 300 Geschäfte neige sich dem Ende zu und Kostensenkungen würden erwogen, so der Bericht weiter. Für die Partners Group bedeutet er letztlich sinkende Gebühreneinnahmen, womit sich auch der Rückfall der Aktie am Montagmorgen erklärt.

Die Breitling-Meldung ist eine weitere Negativmeldung, nachdem schon Ende letzter Woche bekannt wurde, die Privatmarktspezialistin sei aufgrund ihres Engagements im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. Branchenbeobachter warnten vor einer möglichen Blase im gesamten Technologiesektor, die sich auch auf die Private Markets auswirken könnten. Die Bedenken betrafen zudem Anlagepositionen in der Softwarebranche, insbesondere Positionen in dem voraussichtlich stark von der KI beeinflussten Software-as-a-Service-Bereich.

Die Partners Group wies die Sorgen um ihr Portfolio zurück. Man habe seit Langem das direkte Engagement in Technologieunternehmen bewusst begrenzt.

(cash)