Die Cembra Money Bank hat 2025 zwar den Gewinn um 5 Prozent auf 180 Millionen Franken gesteigert. Doch der verhaltene Ausblick für 2026 kommt an der Börse nicht gut an: Die Aktien von Cembra verlieren rund 6 Prozent auf 93,25 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI mit plus 0,36 Prozent leicht zulegt auf 19'104 Punkte.

Das Kursbild der vergangenen Monate bleibt damit schwierig. Die Marke von 100 Franken, die Mitte Juni kurzzeitig überwunden schien, hat sich seither wiederholt als hartnäckige Hürde erwiesen. Schon nach enttäuschenden Halbjahreszahlen im Sommer zogen sich Investoren zurück – der Kurs fiel von seinem 52-Wochen-Hoch bei 104,30 Franken bis auf unter 89 Franken, erholte sich im Herbst und Winter nur zögerlich und legt nun erneut den Rückwärtsgang ein.

Die Zahlen selbst können sich sehen lassen. Der Reingewinn stieg 2025 um 5 Prozent auf 180 Millionen Franken, getragen von einem deutlichen Kostenabbau. Der Geschäftsaufwand sank um 7 Prozent auf 245 Millionen Franken, das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich spürbar auf 45,2 Prozent.

Auf der Ertragsseite hingegen schwächelte es: Die Nettoforderungen gingen um 1 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken zurück, die Folge einer bewusst selektiven Kreditvergabe. Der Nettoertrag sank um 2 Prozent auf 545 Millionen Franken. Beim Reingewinn landete Cembra am unteren Ende der Analystenerwartungen.

Auslöser für den Kursrückgang nach der Zahlenpublikation dürfte vor allem der verhaltene Ausblick sein. Für 2026 erwartet Cembra ein Ertragswachstum lediglich im Einklang mit dem Schweizer BIP und formuliert sein Renditeziel mit «rund 15 Prozent» Eigenkapitalrendite etwas vorsichtiger als bisher. Die ZKB bilanziert denn auch, dass das operative Resultat und der Ausblick für 2026 «an verschiedenen Fronten Schwächen» zeige.

Eine kleinere Überraschung gab es auch auf der Personalseite. Der langjährige Finanzchef Pascal Perritaz tritt nach acht Jahren ab. Sein Nachfolger wird per 1. März Christoph Glaser, der zuletzt beim deutschen Immobiliendienstleister Patrizia SE tätig war. Glaser bringt jedoch auch Erfahrung aus dem Finanzbereich mit: Beim US-Konzern General Electric, aus dem Cembra ursprünglich hervorgegangen ist, hatte er verschiedene Positionen im Konsumfinanzierungs- und Bankgeschäft inne.

Etwas versöhnlicher dürfte hingegen die Ausschüttung stimmen. Die ordentliche Dividende steigt um 8 Prozent auf 4,60 Franken, dazu kommt eine Sonderdividende von einem Franken je Aktie, die laut ZKB die Enttäuschung über den Ausblick teilweise aufwiegen dürfte. Die ZKB bewertet die Aktie mit «Marktgewichten» und einem Kursziel von 99,20 Franken. Die fünf bei Bloomberg erfassten Analysten raten allesamt zum Halten, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 94,90 Franken, was zum aktuellen Kurs kaum Luft nach oben lässt.

(cash)