Nach einigen Tagen mit Kursverlusten steigt die Aktie von Intershop am Donnerstag zeitweise um 0,6 Prozent auf 171 Franken. Sie befindet sich damit wieder auf dem Pfad, auf dem sie in den vergangenen Monaten auf den Spitzenwert von 175,20 Franken gestiegen war.
Rückenwind geben aktuell die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025. Dank sehr starker Neubewertungen hat die Immobiliengesellschaft fast eine Gewinnverdopplung erzielt. Die Bewertungsanpassungen summierten sich auf 188,5 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 59,7 Millionen Franken gewesen.
So ergab sich unter dem Strich ein Reingewinn von 212,8 Millionen nach 117,5 Millionen Franken im Vorjahr. Aus dem Gewinn will Intershop nun eine auf 6 Franken erhöhte Dividende nach 5,50 Franken je Aktie im Vorjahr auszahlen.
Trotz der Gewinnverdoppelung erfüllte der Zahlenkranz die Erwartungen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) nicht. Liegenschaftsertrag, Betriebsergebnis und Reingewinn lagen unter den ZKB-Schätzungen. Auch die steigende Dividende wird relativiert: Die Experten schätzen die Dividendenrendite 2026 auf 3,5 Prozent. Sie liege zwar höher als das Niveau der Peer-Gruppe, die im Schnitt auf 2,6 Prozent kommt.
Die Titel von Intershop sollte aber auch besser rentieren als jene der Vergleichsgruppe, und zwar «aufgrund der relativ tieferen Portfolioqualität und der höheren Risiken des Geschäftsmodells verglichen mit den Vergleichsunternehmen», wie es im Kommentar vom Donnerstag heisst. Die ZKB stuft Intershop von «Marktgewichten» auf «Untergewichten» herab.
Hauptnutzniesser des längerfristigen Kursanstiegs und der Dividendenausschüttungen von Intershop ist das Ehepaar Martin und Rosmarie Ebner, welches seit Jahr und Tag über die gemeinsame Firma Patinex der grösste Aktionär der Immobiliengesellschaft ist. In den letzten Jahren wurde die Beteiligung um 4,5 Prozent auf 38,5 Prozent aufgestockt. Mit Intershop nahmen die Ebners im Jahr 2025 rund 20 Millionen Franken an Dividenden ein. Patinex hält zudem eine grössere Beteiligung am Baustoffkonzern Holcim.
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