173 Franken - zu diesem Preis ist die Aktie von Huber+Suhner am Donnerstagvormittag in der Spitze gehandelt worden. Sie markierte damit ein neues Allzeithoch, wobei ihr Aufstieg schon einige Zeit früher begann. Seit dem Zollschock im April 2025 hat sie mehr als 160 Prozent zugelegt und so den Swiss Performance Index klar übertroffen. Dieser verbesserte sich um etwas mehr als 27 Prozent.
Die Kursrally des in Herisau ansässigen Verbindungstechnikspezialisten hat sich seit Ende Januar beschleunigt. Damals legte das Management die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 vor. Der Umsatz ist gesunken, der Auftragseingang hat hingegen zugelegt - er war solide und überzeugte, wie Analysten der Bank Vontobel und der Basler Kantonalbank schrieben.
Anleger griffen zu, die Aktie ist seit dem Berichtstag um knapp 17 Prozent vorgerückt. Das Plus allein am Mittwoch: 7,4 Prozent. Unterstützung kam dabei von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Polatis - ein optischer Schalter - «könnte die kühnsten Erwartungen noch übertreffen», schrieb der zuständige Analyst und ZKB-Research-Leiter, Bernd Laux. Die Chancen für diese Komponente sei noch grösser als ursprünglich gedacht.
Zudem sieht Laux vier Punkte, welche den Geschäftsgang von Huber+Suhner prägen dürften: Erstens, einen grösseren Folgeauftrag, der voraussichtlich im dritten Quartal 2026 eintreffen wird; zweitens, den Gewinn mindestens eines weiteren Rechenzentrumsbetreibers bis Ende 2026; drittens, einen Markt, der weit grösser ist als bisher angenommen und in dem Polatis eines der beiden führenden Produkte sein werde; viertens, eine grössere Preisstabilität als zuvor gedacht.
Der ZKB-Experte stuft die Aktie von Huber+Suhner mit «Übergewichten» ein und verortet ihren fairen Wert neu bei 242 Franken (bislang: 189 Franken). Vom schon erreichten Allzeithoch - den am Donnerstag vorübergehend markierten 173 Franken - gibt es demnach Raum nach oben von gut 40 Prozent.
Damit ist die Zürcher Kantonalbank zuversichtlicher als beispielsweise Reto Huber von Research Partners. Er stuft die Valoren mit «Halten» ein und hat das Preisziel nach der Zahlenvorlage im Januar auf 147 von 134 Franken angehoben. Dieses neue Kursziel liegt unter der aktuellen Notierung und deutet einen mittelfristigen Verfall des Aktienpreises um 14 Prozent an.
Der bei Research Partners zuständige Analyst hält das mittelfristige Potenzial des Unternehmens in der aktuellen Bewertung für angemessen abgebildet. Mehrere Wachstumsinitiativen in Rechenzentren, Luft- und Raumfahrt, Bahnkommunikation und Elektrofahrzeugen seien indes bereits greifbar und entwickelten sich positiv.

