Die Aktine von Partners Group steigen am Freitag 2,1 Prozent auf 691 Franken. Tags zuvor waren die Titel 6 Prozent abgesackt. Sie setzten damit ihre steile Abwärtsbewegung der vergangenen Wochen fort.

Der Risikokapitalspezialist veröffentlichte am Donnerstag zwar Zahlen zu den verwalteten Vermögen aus dem ersten Halbjahr, die leicht über den Erwartungen lagen. Aber Experten vernahmen Details und Aussagen, die ihnen negativ auffielen.

So geht Partners Group für das erste Halbjahr nun von einem Anteil der Performanceerträge unter 20 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Grund sei ein «herausforderndes» Transaktionsumfeld, wie Konzernchef David Layton erklärte. In Aussicht gestellt waren aber mittel- und langfristig 25 bis 40 Prozent.

Angesichts gewisser Vorzieheffekte im Jahr 2025 hatte das Management für das Gesamtjahr 2026 zwar bereits mit einem Anteil der Performance-Erträge am unteren Ende der Spanne gerechnet. Jetzt fällt dieser schon im ersten Semester unter 20 Prozent.

Zudem erklärte Layton am Analystencall, dass er gegenwärtig zwar nicht von einer Veränderung der Dividendenpolitik ausgehe, aber dass er «bei unserer nächsten Verwaltungsratssitzung eine Debatte über Aktienrückkäufe im Vergleich zu Dividenden» erwarte. Das verunsicherte Anleger zusätzlich und weckte Spekulationen, dass die Dividende nächstes Jahr in tieferem Ausmass als geglaubt erhöht werden könnte.

Die Zürcher Kantonalbank hat seit geraumer Zeit ein «Übergewichten»-Rating auf der Aktie mit einem Kursziel von 1050 Franken. Die positive Einschätzung wurde in einem Kommentar am Freitagmorgen bestätigt. Der zuständige Analyst Daniel Regli sieht die negative Kursreaktion am Donnerstag als «übertrieben» an.

Die Aktie sei mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 für 2027 «angesichts der immer noch guten Wachstumsaussichten von Partners Group deutlich zu tief bewertet», schreibt Egli.

 

Daniel Hügli
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