In einem freundlichen Gesamtmarkt steigen die Aktien von Galderma und Sandoz besonders kräftig. Während der Swiss Performance Index (SPI) um 0,25 Prozent steigt, legen die Aktien des Dermatologiespezialisten Galderma um 0,94 Prozent auf 176,70 Franken und jene des Pharmakonzerns Sandoz um 1,53 Prozent auf 70,26 Franken zu.
Grund für die Avancen ist die Festlegung der Börsenbetreiberin SIX vom Mittwochabend, wonach die beiden zurzeit im SPI gehandelten Titel neu in den Leitindex SMI aufgenommen werden. Die Index-Anpassung wird am 21. September vollzogen, wobei das Duo Galderma und Sandoz die beiden bisherigen SMI-Mitglieder Kühne+Nagel sowie Swisscom ersetzt. Diese beiden erfüllen die Kriterien der SIX zur Index-Zusammensetzung nicht mehr, insbesondere scheitern sie daran, dass ihnen nicht die gesamte Börsenkapitalisierung angerechnet wird (mehr dazu hier).
Die beiden Neulinge im Swiss Market Index weisen eine durchweg positive Geschichte an der Schweizer Börse auf. Galderma ging im Frühjahr 2024 mit dem Eröffnungspreis von 61 Franken an die Börse.
«Wir haben eine grossartige Zukunft als börsenkotiertes Unternehmen vor uns, das seinen Kunden hochmoderne, erstklassige Produkte für das gesamte Spektrum der Dermatologie anbietet: injizierbare Ästhetik, dermatologische Hautpflege und therapeutische Dermatologie», sagte CEO Flemming Ørnskov am Tag des IPO («Initial Public Offering»; «Börsengang»). Seine Worte waren gemessen am Kursverlauf der Galderma-Aktien nicht zu euphorisch. Denn mittlerweile hat sich der Wert der Titel so gut wie verdreifacht. Das Allzeithoch wurde Ende Juni bei 188,25 Franken markiert. Es liegt nur wenig oberhalb des durchschnittlichen Preisziels von 187,50 Franken der von AWP erfassten Analysten. Die meisten von ihnen stufen Galderma mit «Kaufen» ein.
Eine Börsenerfolgsgeschichte hat auch Sandoz seit dem IPO im Oktober 2023 geschrieben. Die Titel gingen damals bei 24 Franken in den Handel und haben sich seither im Wert ebenfalls verdreifacht. Die momentane Notierung entspricht praktisch dem Marktkonsens von 70,73 Franken. Doch die Aktie wurde auch schon höher gehandelt: Das Allzeithoch stammt von Ende Juni und beträgt 74,72 Franken. Das von CEO Richard Saynor geleitete Unternehmen hat abgelesen an den Umsatzzahlen seinen Schwerpunkt auf die Generika; sie machen rund 70 Prozent der Verkäufe aus. Derweil ist die vergleichsweise kleinere Biosimilar-Sparte wachstumsstärker als die Generika-Abteilung. «Wir bauen unsere Biosimilar-Pipeline zügig aus», unterstrich Saynor, als er vor wenigen Wochen die Erstquartalszahlen vorstellte.
Beide Aktien können schon vor dem Vollzug der Index-Anpassung im September Impuls erhalten: Galderma stellt das Halbjahresergebnis am 23. Juli vor. Sandoz berichtet am 5. August über das erste Semester.

