Die Aktie von Interroll fällt im frühen Handel am Freitag um 10 Prozent auf 2770 Franken. Im Jahresverlauf 2023 hatte sie bislang mehr als 30 Prozent gewonnen.
Lagerlogistik-Spezialist hatte am Freitag vor Börseneröffnung eine Gewinnwarnung für das erste Halbjahr und das Gesamtjahr publiziert. Grund sind die sich abkühlende Konjunktur und Projektverschiebungen bei Kunden.
Die Zürcher Kantonalbank senkt in der Folge nun das Rating für Interroll auf "Marktgewichten" von "Übergewichten". Der zuständige Analyst sieht 2023 nun als weiteres Übergangsjahr. Er erwartet damit - trotz mittelfristig positiver Trends - keine weitere Outperformance der Interroll-Aktie für den Rest des Jahres.
Neben dem momentan fehlenden operativen Hebel und den höheren Lohnkosten befürchtet er einen sich intensivierenden Preiswettbewerb in der sich konsolidierenden Branche. Seine Bewertungskennzahlen zeigten gegenüber dem japanischen Konkurrenten Daifuku eine Bewertungsprämie von 4 Prozent an, was derzeit schwer aufrecht zu halten sei.
Auch VAT heruntergestuft
ZKB senkte ebenfalls das Rating für VAT auf "Marktgewichten" von "Übergewichten". Der zuständige Analyst nimmt die Rückstufung aufgrund einer mittlerweile im Aktienkurs vorweggenommenen markanten Erholung vor. Seine EBITDA-Schätzungen für 2023 bis 2025 belässt er unverändert.
Die am Donnerstag angekündigte Kurzarbeit für Fertigungsmitarbeitende in der Schweiz sei prinzipiell nicht überraschend, schreibt er. Der Fokus dürfte nun aber wieder auf die seines Erachtens anspruchsvolle Bewertung gerichtet sein.
Diese nehme eine substanzielle Erholung sowie das Erreichen der 2025-Guidance mittlerweile vorweg. Trotz allem sieht der ZKB-Analyst VAT weiterhin als "unangefochtenen Vakuum-Champion", so der Analyst.
Die VAT-Aktie sinkt am Freitag im frühen Handel um 3 Prozent auf 366,40 Franken, nachdem der Titel bereits am Donnerstag 4 Prozent nachgegeben hatte. Bis Mittwoch hatte die Aktie im Jahresverlauf 2023 über 50 Prozent zugelegt.
(cash/AWP)
