Der Augenheilkunde-Konzern Alcon wird das US-Unternehmen Staar Surgical nicht übernehmen. Die Gegenwehr aus Aktionärskreisen von Staar war letztendlich zu gross.

Nach mehrmaligem Verschieben, hätten die Aktionäre von Staar am Dienstag an einer ausserordentlichen Generalversammlung über das aufgebesserte Kaufangebot von Alcon abstimmen müssen. Doch bereits im Vorfeld der Versammlung hat sich abgezeichnet, dass das Vorhaben chancenlos ist.

Vorläufige Schätzungen eines Stimmrechtsberaters hätten ergeben, dass die für den Verkauf von Staar an Alcon notwendigen Ja-Stimmen nicht hätten erreicht werden können, teilte Staar am Dienstagnachmittag mit. Daher beabsichtige Staar, den Fusionsvertrag mit Alcon zu kündigen.

Die Aufkündigung der Vereinbarung hat laut Angaben von Staar für keine der beiden Parteien finanzielle Folgen. Es müssten keine Kündigungszahlungen geleistet werden.

An der Börse waren die Reaktionen zum abgeblasenen Zusammenschluss unterschiedlich. Während die Aktien von Alcon an der Schweizer Börse zulegen und gegen 15.30 Uhr mit 1,92 Prozent bei 64,76 Franken im Plus stehen, zeichnet sich im vorbörslichen Geschäft mit den an der US-Techbörse Nasdaq gehandelten Staar-Aktien (-16,5 Prozent) ein Kurseinbruch ab.

(AWP)