Amazon entwickelt gemeinsam mit Qualcomm Spezialprozessoren für KI‑Rechenzentren. Die Kooperation habe ein Volumen ‌von ⁠bis zu 60 Milliarden Dollar, teilte Qualcomm am ⁠Dienstag mit. Gleichzeitig erhalte der Online-Händler die Option, für rund ‌vier Milliarden Dollar bei dem Halbleiterhersteller ‌einzusteigen. Qualcomm-Aktien stiegen daraufhin ​zur Eröffnung der Wall Street um knapp neun Prozent.

Amazon und Qualcomm wollen gemeinsam Prozessoren für den täglichen Betrieb bereits trainierter KI-Modelle entwerfen. Diese Chips gewinnen ‌wegen der zunehmenden Verbreitung Künstlicher Intelligenz (KI) rasch an Bedeutung. Darüber hinaus forschen die beiden Konzerne an neuen Technologien ​für den schnellen Datenaustausch.

Amazon Web Services (AWS) ​ist der weltgrösste Cloud-Anbieter. Mit ​der Entwicklung eigener Prozessoren will die Tochter des Online-Händlers ‌ihre Abhängigkeit von Chipkonzernen wie Nvidia oder AMD verringern. Andere Technologiekonzerne wie die Alphabet-Tochter Google oder die Facebook-Mutter Meta verfolgen ​ähnliche ​Projekte.

Die Verknüpfung von ⁠Kooperationen mit einem möglichen Einstieg ist ​kein Einzelfall: In ⁠den vergangenen Monaten bot AMD sowohl Meta als ‌auch dem ChatGPT-Entwickler OpenAI im Rahmen milliardenschwerer Lieferverträge eigene Aktien an.

(Reuters)