Die Papiere von Rheinmetall, Renk und Hensoldt geben knapp vier bis gut fünf Prozent nach. Die Analysten von MWB Research stuften die Aktien von Rheinmetall und Renk auf «Hold» von «Buy» herab. Hensoldt wurde auf «Sell» nach zuvor «Hold» gesetzt.
Zur Begründung hiess es, der Nato-Gipfel habe gezeigt, dass die zusätzlichen Rüstungsausgaben nicht mehr in traditionelle Landsysteme flössen. Dies belaste die Aussichten für Rheinmetall und den Getriebehersteller Renk, der von Aufträgen für Panzer und Schützenpanzer abhänge. Die Ausgaben konzentrierten sich stattdessen auf Luftverteidigung, Drohnen und Überwachung.
Bei Hensoldt kritisierten die Analysten, dass der Gipfel keine neuen Aufträge gebracht habe, obwohl die Aktie im Vorfeld in Erwartung solcher Aufträge stark gestiegen sei.
Auch ein Teil der Schweizer Aktien, die dem Verteidigungssektor angehören, kämpfen am Donnerstag mit Abgaben. So büssen Montana Aerospace (-1,1 Prozent) und Starrag Tornos (-2,4 Prozent) ein.
Cicor (+1,9 Prozent), Huber+Suhner (+1,6 Prozent) und OC Oerlikon (+0,5 Prozent) legen hingegen zu. Die Zuwächse dürften im Kontext der KI-relevanten Geschäftsbereiche stehen - Techwerte sind am Donnerstag gefragt. Ihr jeweiliger Zusammenhang mit der Rüstungsindustrie wurde hier genauer ausgeführt.
(Reuters)

