Die Valoren des Versicherungskonzerns Helvetia Baloise steigen am Mittwochvormittag um 2,1 Prozent auf 220 Franken. In der Spitze ging es sogar auf 223,80 Franken hoch. Damit markieren die Titel ein neues Rekordhoch und sind erstmals 220 Franken und mehr wert.

Das im vergangenen Jahr aus der Fusion der Versicherer Helvetia und Baloise hervorgegangene Unternehmen hat am Morgen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sowie die Ziele für die kommenden Jahre vorgestellt. Aus Anlegersicht sticht ein Punkt heraus: Die Dividende soll 2029 um mehr als 50 Prozent über dem Niveau von 2025 liegen. Aktuell beträgt sie 7,70 Franken je Aktie. Dieser Betrag war im Vorfeld der Berichterstattung vom heutigen Mittwoch erwartet worden. 

Die neue Dividendenvorgabe für das Geschäftsjahr 2029 ist nach Ansicht der Bank Vontobel «das wichtigste Ziel» innerhalb der neu formulierten Strategie. Diese sieht auch einen höheren Gewinn je Aktie und eine höhere Eigenkapitalrendite vor. Die Basis dazu sind Einsparungen aus der Fusion von rund 350 Millionen Franken. Bis Ende 2025 seien davon bereits 139 Millionen umgesetzt worden. Ein Grossteil der Effizienzsteigerungen will das Management über den Abbau von Jobs erreichen.

«Sehr gute» Eigenmittelsituation

Das Geschäftsvolumen des Jahres 2025 wird mit 19,8 Milliarden Franken ausgewiesen. Der dem Geschäft zugrundeliegende Gewinn belief sich auf 1,03 Milliarden Franken. 

Der Abschluss  2025 zeige eine insgesamt gute Entwicklung, hält die Züricher Kantonalbank (ZKB) fest. Vorteilhaft sei auch, dass bereits ein Teil der Integrationskosten für die Übernahme der Baloise-Geschäfte durch Helvetia im Jahresabschluss abgebucht sei. Die Eigenmittelsituation ist zudem «sehr gut», was sich auch an der hohen SST-Quote der kombinierten Helvetia Baloise - rund 260 Prozent - zeige. Die ZKB stuft das Versicherungsunternehmen mit «Übergewichten» ein, wobei der faire Wert der Aktie bei 235 Franken angesetzt wird. Die zuständigen Analysten zählen Helvetia Baloise ausserdem zu den Top-Picks unter den Schweizer Finanzwerten.

Helvetia und Baloise hatten Anfang Dezember 2025 zur Helvetia Baloise fusioniert. Dabei ist faktisch die kleinere Baloise in der Helvetia aufgegangen. Der Sitz der neuen Holding ist in Basel. Geleitet wird die Gruppe vom früheren Helvetia-Chef Fabian Rupprecht als CEO und dem Baloise-Präsidenten Thomas von Planta als Verwaltungsratspräsident.

(cash)