Die Aktien von AMS Osram geben am Montag 0,2 Prozent auf 15,05 Franken nach. Nach der Eröffnung sackte der Titel noch bis auf 14,55 Franken ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit Anfang Mai 2026. Die Aktien waren vor zwei Monaten noch 23 Franken wert.
Am Freitag hatte der Titel 17 Prozent verloren und war damit der schlechteste Wert an der Schweizer Börse an diesem Tag. AMS und auch andere Schweizer Halbleiter-Aktien sind seit einiger Zeit Teil einer internationalen Entwicklung. An der US-Technologie-Börse Nasdaq sowie in Japan und Korea stehen Aktien mit KI-Bezug unter Druck. Nach deren Rally bis in den Juni hinein machen hier viele Anleger weiter Kasse.
In Seoul rutschte der technologielastige Kospi-Index am Montag um rund 4,5 Prozent ab. In der Vorwoche war er bei stark schwankenden Kursen um fast neun Prozent eingebrochen.
«Die Anleger bewerten nun die langfristige Nachhaltigkeit der Nachfrage nach Investitionen in Künstliche Intelligenz neu», sagte Kelvin Lam, Ökonom beim Analysehaus Pantheon. «Südkorea, das KI-Speicherchips für Rechenzentren herstellt, reagiert empfindlicher auf Veränderungen der Marktstimmung.»
Nach dem Kursrutsch bei chinesischen KI-Aktien vergangene Woche haben zudem zwei Staatsfonds milliardenschwere Zukäufe zur Stützung des Marktes angekündigt. «Jeder heissgelaufene Sektor birgt hohe Volatilitätsrisiken», kommentierte Wang Zhuo, Partner bei Shanghai Zhuozhu Investment. Wenn deren Aufwärtstrend an Schwung verliere, «suchen Anleger zwangsläufig nach Anlagen, die Ertragssicherheit und stabile Zahlungsströme bieten».
(cash/AWP/Reuters)
