Im vergangenen Jahr sackten Verkäufe und Umsatz spürbar ab, unter dem Strich rutschte das vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Unternehmen gar in die roten Zahlen. Der Verlust betrug rund drei Milliarden schwedische Kronen, wie Volvo-Chef Hakan Samuelsson am Donnerstag in Göteborg mitteilte. Die Aktie rauschte deutlich in die Tiefe, weil auch im operativen Geschäft nur wenig zusammenlief.
Das Papier von Volvo sackte in Stockholm um ein Fünftel auf 23,49 Kronen ab. Damit setzte die Aktie ihre Abwärtsbewegung der Vorwochen dynamisch fort. Die starke Erholung Ende 2025, die in der Spitze eine Kursverdoppelung gebracht hatte, ist Geschichte. Mit dem aktuellen Niveau bewegt sich der Wert wieder im Bereich zu Beginn des Vorjahres.
Die Experten von Bernstein sprachen von einem «grossen Rückschritt» des Autobauers. Der operative Gewinn (Ebit) im vierten Quartal habe die Konsensschätzungen um die Hälfte verfehlt. Der Ausblick der Schweden erscheine angesichts anhaltenden Gegenwinds von der Währungsseite und anderer Belastungsfaktoren ambitioniert.
Für den Verlust unterm Strich auf Jahressicht sorgten Umbaukosten für Stellenstreichungen, aber auch hohe Abschreibungen für verspätete Modelle und die US-Zölle. Ein Jahr zuvor hatte Volvo noch knapp 16 Milliarden Kronen Gewinn gemacht. Auch im vierten Quartal für sich genommen stand ein Verlust zu Buche.
Im Gesamtjahr 2025 lieferte der Autobauer 710'000 Pkw an die Kunden aus und damit sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im neuen Jahr will Samuelsson wieder mehr Autos verkaufen, der freie Mittelzufluss soll sich deutlich verbessern. «Unsere Massnahmen im Jahr 2025 haben uns auf einen Weg zurück zum Wachstum gebracht», sagte der Manager laut Mitteilung. «Wir sind von unserer langfristigen Strategie und unserer klaren Ausrichtung überzeugt.» Unter anderem hat Volvo 3000 Stellen gestrichen. Im neuen Jahr sollen zusätzlich mindestens fünf Milliarden Kronen eingespart werden.
Im vierten Quartal rutschte der Umsatz um 16 Prozent auf 94,4 Milliarden Kronen ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um gut die Hälfte auf 1,9 Milliarden Kronen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die Schätzungen von Analysten deutlich. Als Gründe für den Rückgang nannte der Konzern einen ungünstigeren Verkaufsmix und niedrigere Preise, sinkenden Absatz und auch die stärkere Krone als Belastung.
(AWP)

