Banken - Thomas-Cook-Pleite: Abschreiber bei der Credit Suisse?

Einige Banken dürfte die Pleite des Reiseanbieters Thomas Cook teuer zu stehen kommen.
27.09.2019 07:47
Schriftzug und Loge der Credit Suisse am Flughafen Zürich.
Schriftzug und Loge der Credit Suisse am Flughafen Zürich.
Bild: cash

Es drohen hohe Abschreibungen auf ausstehenden Anleihen und Krediten. Davon betroffen sei auch die Credit Suisse, schreibt die "Financial Times" in ihrer Ausgabe vom Freitag. Auch Banken wie Barclays, Morgan Stanley oder die Credit Suisse müssten auf ihren Büchern wohl insgesamt Abschreibungen im Umfang von bis zu 1,8 Milliarden britische Pfund vornehmen, so der Bericht. Das hätten Schätzungen des Beratungsunternehmens AlixPartners gezeigt.

Die Gläubiger von Anleihen müssten dabei Abschreibungen von 900 Millionen bis 1 Milliarde Pfund und die Kreditgeber zwischen 550 und 825 Millionen in Kauf nehmen. Die tatsächlich abzuschreibenden Beträge dürften dabei eher am oberen Ende der Bandbreiten zu liegen kommen, sagte ein Experte gegenüber der Zeitung.

Wie gross die Verluste der Gläubiger am Ende tatsächlich sein werden, wird sich nach Ablauf des Insolvenzverfahrens zeigen. Eine diesem Verfahren nahe stehende Person versprühte nicht allzu viel Hoffnung. So seien beispielsweise die rund 40 Flugzeuge von Thomas Cook in Grossbritannien "alt" und viele der Immobilien seien in schlechten Lagen. Am meisten Geld könne man wohl mit dem Verkauf der Flughafen-Slots sowie der Marke Thomas Cook herausholen.

(AWP)