Der Reingewinn sank um 2,9 Prozent auf 175,4 Millionen Franken, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Geschäftserfolg, der in der Branche als Mass für die operative Leistung gilt, fiel gar um 11 Prozent auf 220,7 Millionen Franken. Dabei nahm der Geschäftsertrag um 1,1 Prozent auf 547,3 Millionen ab, während der Geschäftsaufwand um 5,1 Prozent auf 280,5 Millionen zulegte.
Trotz des Gewinnrückgangs will die BEKB ihren Aktionärinnen und Aktionären eine um 40 Rappen auf 10,80 Franken je Aktie erhöhte Dividende ausbezahlen. Wird diese Erhöhung an der Generalversammlung vom 12. Mai gutgeheissen, dann wäre dies die dreissigste in Folge, wie es heisst. Davon profitiert auch der Kanton Bern als Hauptaktionär.
Druck auf Zinsmarge
Belastet wurde das Geschäft der BEKB im vergangenen Jahr von den anhaltend tiefen Zinsen. «Ein Zinsumfeld um null Prozent ist für Banken eine der grössten Herausforderungen», wird Bank-Chef Armin Brun in der Mitteilung zitiert. Der anhaltende Margendruck habe zu einem Rückgang des Zinserfolgs um rund 16 Millionen Franken geführt.
Insgesamt fiel der Nettoerfolg um 4,0 Prozent auf 376,7 Millionen Franken. Teilweise kompensiert wurde dieser Rückgang durch den Anstieg des Erfolgs im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts (+9,5 Prozent auf 126,0 Mio). Dagegen brach der Handelserfolg um knapp 13 Prozent auf 21,9 Millionen ein.
Wachstum im Anlagegeschäft
Die steigende Nachfrage nach Anlage-, Vorsorge- und Beratungsdienstleistungen habe einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Gesamtertrags geleistet, heisst es derweil. D en Depots flossen insgesamt netto Neugelder von 0,7 Milliarden zu, und die verwalteten Vermögen legten um 5,8 Prozent auf 45,3 Milliarden Franken per Ende 2025 zu.
Zugleich wuchs die BEKB auch im Kreditgeschäft. Die Hypothekar- und Kundenausleihungen nahmen im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent 31,9 Milliarden Franken zu, getragen von einer weiterhin hohen Nachfrage sowie einem fortgesetzten Kundenzuwachs, wie es heisst.
Mit Blick nach vorne will die BEKB weiter in den Ausbau des Anlagegeschäfts investieren. Damit soll die Ertragsbasis breiter ausgelegt werden. Auf Gewinnstufe wird derweil laut Mitteilung für 2026 in einem nach wie vor anspruchsvollen Zinsumfeld mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.
(AWP)

