Der US-Konzern Berkshire Hathaway übernimmt das Wohnbauunternehmen Taylor Morrison in einer reinen Bartransaktion im Volumen von rund 8,5 Milliarden Dollar. Die Aktionäre sollen 72,50 Dollar je Anteilsschein erhalten, teilten die beiden Unternehmen am Sonntag mit. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die Transaktion bewertet das Eigenkapital von Taylor Morrison mit etwa 6,8 Milliarden Dollar. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Berkshire ist seit 2003 mit der Tochtergesellschaft Clayton Homes auf dem US-Häusermarkt aktiv. Der neue Berkshire-Chef Greg Abel erklärte, die Übernahme werde die Präsenz des Konzerns im klassischen Hausbau erweitern. Taylor-Morrison-Chefin Sheryl Palmer betonte, die langfristige Ausrichtung von Berkshire passe hervorragend zum mehrjährigen Investitionszyklus in der Branche. «Dieser Zusammenschluss wird es uns ermöglichen, die Plattform von Taylor Morrison in einer Weise auszubauen, die als eigenständiges Unternehmen nicht möglich wäre», sagte Palmer. Nach Abschluss der Übernahme soll der in zwölf US-Bundesstaaten aktive Immobilienentwickler von der Börse genommen werden.
Der Zukauf ist eine der ersten grossen Weichenstellungen unter Abel, der das Ruder von Investorenlegende Warren Buffett übernommen hat. An den Finanzmärkten war zuletzt mit Spannung erwartet worden, wie der neue Konzernchef die auf den Rekordwert von 380,2 Milliarden Dollar angewachsenen Barreserven von Berkshire einsetzen wird. Auf der Hauptversammlung Anfang Mai hatte Abel den Aktionären einen besonnenen Umgang mit dem Kapital zugesichert. Er werde das Geld klug investieren, dabei jedoch an Buffetts Prinzip der Geduld festhalten.
(Reuters)

