Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf gut 14,8 Milliarden Euro, wie das französisch-italienische Unternehmen am Dienstagabend in Charenton-le-Pont mitteilte. Analysten hatten jedoch etwas mehr erwartet. Die überraschend deutlich gestiegene Profitabilität konnte Sorgen von Anlegern letztlich nicht zerstreuen. Die EssilorLuxottica-Aktie zog am Mittwoch zunächst deutlich an, fiel dann aber.
Das Papier verlor am späten Vormittag 1,7 Prozent auf 165,75 Euro. Damit baute der Kurs sein dickes Minus seit Jahresbeginn auf fast 39 Prozent aus. Citigroup-Analystin Veronika Dubajova sprach von gemischten Resultaten. Wan Nurhayati vom Analysehaus CFRA schrieb, dass der rasche Trend hin zu niedrigmargigeren Brillen mit Funktionen Künstlicher Intelligenz (KI) kurzfristig weiter Gegenwind für die Marge bedeute und weiter auf der Bewertung lasten könnte.
Die Profitabilität des Brillenkonzerns sei deutlich besser als erwartet ausgefallen und dürfte zu steigenden Konsensschätzungen führen, schrieb Robert Krankowski von er UBS. Das schwächer als prognostiziert ausgefallene Umsatzwachstum dürfte allerdings die Debatte über die Nachhaltigkeit der Nachfrage nach Smart Glasses kaum beilegen.
Auf Basis aktueller Wechselkurse war das Wachstum im ersten Halbjahr mit 5,7 Prozent deutlich moderater als auf währungsbereinigter Basis. Dabei legte der Konzern mit Brillenmarken wie Burberry, Oakley und Ray-Ban in allen Regionen zu. Die globale Unsicherheit im Zuge des Iran-Kriegs bremste aber insgesamt.
Im ersten Halbjahr verdiente das Unternehmen bereinigt um Sondereffekte rund 1,9 Milliarden Euro. Die operative Marge zog um einen halben Prozentpunkt auf 18,6 Prozent an.
(AWP)

