07:46
Nach dem zuletzt rasanten Ölpreisanstieg ist am Freitag Durchatmen angesagt. Das Nordseeöl Brent verbilligt sich in der Spitze um 2,6 Prozent auf 83,16 Dollar je Fass. Das US-Öl WTI wird mit 78,24 Dollar je Fass zeitweise 3,4 Prozent niedriger gehandelt. Wegen der Furcht vor langfristigen Lieferstörungen durch den Krieg in Nahost hatten sich Brent und WTI in dieser Woche um gut 16 beziehungsweise 19 Prozent verteuert. Anleger hoffen nun auf Massnahmen der US-Regierung, um den Ölpreisanstieg zu begrenzen. Ein Beamter des Weissen Hauses brachte am Donnerstag mögliche Massnahmen am Öl-Future-Markt ins Spiel, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Das US-Finanzministerium erteilte ausserdem Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen, um mit dem Kauf von sanktioniertem russischem Öl auf Tankern zu beginnen und so die Lieferengpässe zu verringern.
+++
07:31
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Clariant: CFRA erhöht das Kursziel auf 8,50 von 8 Fr. und belässt die Einstufung auf Hold.
Galderma: Deutsche Bank erhöht das Rating auf Kaufen von Halten, das neue Kursziel ist 190 Fr.
UBS: Keefe, Bruyette & Woods hat die Anlageempfehlung auf Market Perform von zuvor Underperform erhöht. Das Kursziel liegt neu bei 34 Fr.
+++
06:55
Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.
+++
06:46
Die Valoren von Roche dürften heute im Fokus stehen. Roche erzielt Erfolge mit dem Abnehmmedikament Petrelintide: In einer Studie verloren Patienten bis zu 10,7 Prozent ihres Körpergewichts in 42 Wochen. Analysten hatten die Messlatte für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittels zuvor allerdings etwas höher gelegt, da Lillys vergleichbarer Kandidat Eloralintide in einer Studie zuletzt einen Gewichtsverlust von rund 20 Prozent gezeigt hatte.
+++
06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank 0,1 Prozent höher. Damit stabilisiert sich der hiesige Leitindex nach den Kursverlusten von 1,6 Prozent am Donnerstag. Von Interesse dürfte sein, ob sich der SMI am Freitag nun etwas von den Wochenverlusten erholen kann oder ob sich die Investierenden vor dem Wochenende weiter zurückhalten.
Zu den wenigen Gewinnern zählte hingegen nach Zahlen Galderma (7 Prozent). Vor allem der positive Ausblick kam gut an.
Am letzten Wochentag legen Coltene, Comet, Mikron, Mobilezone und SFS die Ergebnisse vor. Am Nachmittag werden um 14.30 Uhr (MEZ) die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.
+++
06:17
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenschluss nach schweren Verlusten stabilisiert. Der Krieg im Nahen Osten und die Sorge vor einer hartnäckigen Inflation hatten die Börsen zuvor auf den stärksten Wochenverlust seit Jahren gedrückt. Der japanische Nikkei-Index legte am Freitag 0,1 Prozent auf 55'351,26 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix blieb bei 3699,01 Zählern nahezu unverändert. Die Börse in Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 4118,68 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4656,81 Punkte stieg.
In Japan stand vor allem die Entwicklung der Energiepreise im Fokus der Anleger. Der Nikkei steuert auf einen Wochenverlust von rund 6,5 Prozent zu. «Die grösste Sorge der Märkte ist der Anstieg der Rohölpreise», sagte Shota Sando, Aktienmarktanalyst am Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. «Wenn klar wird, dass die Ölpreise wahrscheinlich nicht auf die 100 Dollar pro Barrel zusteuern, würde das wahrscheinlich ein Gefühl der Erleichterung bringen und zur Stabilisierung der Stimmung beitragen.»
Zu den Verlierern in Tokio zählten die Aktien des Uhren- und Rechnerherstellers Casio Computer, die um 5,8 Prozent nachgaben. Das Unternehmen wird aus dem Nikkei-Index entfernt. Auch die Papiere des Kabelherstellers Fujikura fielen um 6,6 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen hingegen Software-Werte wie Shift und Baycurrent, die jeweils mehr als sechs Prozent zulegten und damit dem positiven Trend an der US-Technologiebörse Nasdaq folgten.
+++
06:12
Am asiatischen Devisenmarkt zeigte sich der Dollar fester, gestützt durch seine Rolle als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Die US-Währung gewann geringfügig auf 157,49 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9009 Yuan zu. Der Schweizer Franken rückte zum Dollar etwas auf 0,7803 Franken vor. Der Euro notierte nahezu unverändert bei 1,1617 Dollar.
+++
06:05
Die Ölpreise gaben am Freitag nach, steuerten aber auf den grössten Wochengewinn seit Februar 2022 zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,0 Prozent auf 84,52 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI fiel um 1,2 Prozent auf 80,00 Dollar. Der Konflikt im Nahen Osten hatte die Preise im Wochenverlauf stark angetrieben und Sorgen vor einer neuen Inflationswelle geschürt.
+++
00:05
Nach einer kleinen Erholung zur Wochenmitte haben die US-Börsen am Donnerstag wieder nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Ausserdem fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten überraschend robust aus. Beides weckt Inflationssorgen und lässt die Renditen am Anleihemarkt steigen.
Der Dow fiel um 1,61 Prozent auf 47'954,74 Punkte und sank damit nun auch unter die gleitende 90-Tage-Durchschnittslinie, die ein viel beachteter mittelfristiger Trendindikator ist. Ende Februar war der bekannteste Wall-Street-Index bereits unter die kurzfristige 21-Tagelinie gefallen.
Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,56 Prozent nach auf 6830,71 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um noch moderatere 0,29 Prozent auf 25'020,41 Punkte nach unten.
Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. Eine ballistische Rakete wurde vom Iran auf das Nato-Land Türkei abgefeuert. Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, und die USA haben vor Sri Lanka ein Kriegsschiff versenkt.
Angesichts der Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind die Anleger wieder risikoscheu, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.
Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels geht, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Unter den Einzelwerten stand Broadcom mit Zahlen und Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf im Fokus. So stimmen die KI-bezogenen Geschäfte den Halbleiterkonzern für das zweite Geschäftsquartal und darüber hinaus optimistisch. Die Papiere von Broadcom stiegen unter den gefragtesten Werten im Nasdaq 100 um knapp 5 Prozent.
Für die Anteilsscheine von The Trade Desk ging es um etwas mehr als 18 Prozent nach oben. Das auf die Tech-Branche spezialisierte Online-Medium «The Information» hatte berichtet, dass The Trade Desk Gespräche geführt habe, um das KI-Softwareunternehmen OpenAI beim Verkauf von Anzeigen zu unterstützen.
«The Information» bewegte obendrein die Aktien von Booking oder auch Expedia, die um 8,5 Prozent und mehr als 13 Prozent zulegten. Hier hatte das Online-Medium berichtet, dass OpenAI seine Pläne zur Integration von Direktbuchungen in ChatGPT zurückschraube. Aktien von Online-Reise- und Hotelvermittlern hatten seit den Neuigkeiten, dass der KI-Chatbot direkte Buchungsmöglichkeiten in sein System integrieren wolle, kräftig nachgegeben.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

