15:50
Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg belasten die Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Montag rund ein halbes Prozent tiefer bei 49.293 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab leicht nach und lag bei 7222 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat mit 25.125 Punkten auf der Stelle.
«Die Märkte können durch den Nebel des Krieges blicken, vorausgesetzt, dieser lichtet sich voraussichtlich in absehbarer Zeit», sagte Brian Jacobsen, Chefstratege beim Vermögensverwalter Annex. «Entscheidend ist, zu erkennen, dass die aktuellen Geschehnisse vorübergehend und nicht von Dauer sind. Das vergisst man leicht, wenn man mittendrin steckt.»
Das US-Militär ist nach eigenen Angaben mit zwei Lenkwaffenzerstörern in den Persischen Golf eingefahren, um die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu brechen. Der Einsatz erhöht die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran in der strategisch wichtigen Meerenge. Zuvor hatte die Regierung in Teheran noch erklärt, sie habe ein US-Kriegsschiff an der Einfahrt in den Golf gehindert.
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14:45
Den bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial taxiert der Broker IG vor dem Börsenstart 0,4 Prozent tiefer auf 49'290 Punkte, womit er seine Verluste vom Freitag ausweiten dürfte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird 0,1 Prozent tiefer bei 27'690 Punkten erwartet. Er hatte noch vor dem Wochenende, wie auch der S&P 500, angesichts starker Apple -Zahlen seine Rekordrally fortgesetzt.
Die US-Börsen dürften am Montag vor allem durch Meldungen rund um den Iran-Krieg bewegt werden. Das zeigte bereits das vorbörslich hektische Auf und Ab mit einer zuletzt nur noch leicht schwächer erwarteten Wall Street und stabilen Nasdaq-Indizes.
Nachdem es zunächst von iranischen Staatsmedien geheissen hatte, zwei Raketen des Iran hätten ein US-Kriegsschiff in der für den globalen Öltransport wichtigen Seestrasse von Hormus getroffen, schnellten die Ölpreise nach oben. Zugleich sah es nach deutlichen Verlusten an den US-Börsen aus. Als das US-Nachrichtenportal Axios kurz darauf jedoch einen hochrangigen US-Vertreter mit der Aussage zitierte, dass die Fregatte nicht getroffen worden sei, beruhigte sich die Lage. Die Ölpreise kamen etwas zurück und die erwarteten Verluste an den US-Börsen verringerten sich.
Was Konjunkturdaten betrifft, startet die Woche erst einmal ruhig. Erst in den kommenden Tagen dürfte es wieder spannender werden mit ISM- und Arbeitsmarktdaten sowie mit dem Michigan-Verbrauchervertrauen.
Unter den Einzelwerten könnten Ebay einen Blick wert sein. Der nach Börsenwert deutlich kleinere Einzelhändler für Videospiele und Unterhaltungselektronik Gamestop will die E-Commerce-Auktionsplattform für 125 US-Dollar je Aktie oder insgesamt rund 56 Milliarden Dollar übernehmen. Während die Ebay-Papiere vorbörslich um fast 10 Prozent hochsprangen, gaben Gamestop um 2,5 Prozent nach.
Celcuity sprangen vorbörslich um 16 Prozent hoch. Das Biotech-Unternehmen gab erfreuliche Neuigkeiten bekannt: Eine Phase-III-Studie mit einem Medikament gegen eine bestimmte Brustkrebsmutation hat ihren primären Endpunkt erreicht.
Nachbörslich könnten zudem die Aktien des Software-Unternehmens Palantir und die auf Breitbandzugänge für Telekomnetzwerk-Betreiber spezialisierte Adtran Holdings Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Beide werden über ihr abgelaufenes erstes Quartal berichten.
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14:00
Nach widersprüchlichen Berichten über einen mutmasslichen Angriff des Irans auf ein US-Kriegsschiff legt der Ölpreis weiter zu. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verteuern sich um jeweils rund 3,5 Prozent auf 111,97 und 105,34 Dollar je Fass (159 Liter). Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte gemeldet, ein US-Kriegsschiff sei an der Einfahrt zur Strasse von Hormus getroffen und zur Umkehr gezwungen worden. Das US-Militär dementierte jedoch, dass ein Schiff der US-Marine getroffen worden sei. Doch schon vor den Berichten hatten die Ölpreise um rund ein Prozent zugelegt.
«Die Preise dürften weiter steigen, solange die Lieferungen durch die Meerenge eingeschränkt bleiben», sagt UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Das Ölkartell Opec+ hatte am Sonntag eine Anhebung der Ölförderquoten um 188.000 Fass pro Tag für Juni beschlossen. Die zusätzlichen Mengen dürften jedoch weitgehend auf dem Papier bleiben, solange die Schifffahrt behindert ist.
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13:30
Die PS der Graubündner Kantonalbank (GKB) notieren nun 7,2 Prozent tiefer. Das Institut sieht sich mit einer Klage über mehrere hundert Millionen Franken konfrontiert. Laut einem Medienbericht erbt die Bank einen Streit des Investors Martin Ebner. Sie bestreitet die Vorwürfe allerdings vehement. Der Kläger fordert eine Summe im mittleren dreistelligen Millionenbereich.
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13:15
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11:40
Nach wie vor bleibt der Nahost-Konflikt das alles beherrschende Thema. So wollen die USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken.
Der Schritt der USA komme einem kleinen Aufschub gleich, da die Energiemärkte angesichts der Blockade der Meerenge weiterhin auf eine drohende Versorgungslücke zusteuern würden, kommentiert ein Händler. Allerdings haben beide Seiten nach wie vor sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des iranischen Atomprogramms. «Zu unterschiedlich, um wieder offizielle Verhandlungen aufzunehmen», heisst es in einem Kommentar. Neben der weiteren Entwicklung im Nahen Osten richtet sich die Aufmerksamkeit in den kommenden Tagen dann auf den US-Arbeitsmarkt, wobei eine Reihe von Beschäftigungsindikatoren die Marktstimmung prägen dürften.
Mit Kühne+Nagel (-1,7 Prozent) und Geberit (-0,9 Prozent) stehen noch weitere konjunktursensible Werte auf den Verkaufslisten. Aber auch weniger sensible Werte wie die Versicherer Zurich, Swiss Life und Swiss Re sind mit Abgaben von bis zu 1,0 Prozent im Verliererfeld zu finden.
Der Peripheriegeräte-Hersteller Logitech (+2,6 Prozent) steht am (morgigen) Dienstag nach Börsenschluss auf dem Plan mit Zahlen zum vierten Quartal 2025/26. Analysten gehen von einem Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Besondere Aufmerksamkeit dürfte neben den reinen Ergebnissen aber wie üblich dem Ausblick gelten.
Nach oben geht es auch für Partners Group (+2,4 Prozent). Die Investmentgesellschaft hat am Donnerstagabend einen Bericht des Short-Sellers Grizzly Reports entschieden zurückgewiesen. Sie prüfe nun, ob sie gegen die US-Firma rechtliche Schritte wegen Marktmanipulation ergreifen soll.
Derweil geht es für die Graubündner Kantonalbank (GKB) um 3,8 Prozent abwärts. Das Institut sieht sich mit einer Klage über mehrere hundert Millionen Franken konfrontiert. Laut einem Medienbericht erbt die Bank einen Streit des Investors Martin Ebner. Sie bestreitet die Vorwürfe allerdings vehement. Der Kläger fordert eine Summe im mittleren dreistelligen Millionenbereich.
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11:15
Die Investitionen der US-Technologiefirmen in Künstliche Intelligenz (KI) haben die Aktien des Chipherstellers SK Hynix auf ein Rekordhoch getrieben. Die Papiere des südkoreanischen Unternehmens stiegen zum Wochenstart um 12,5 Prozent. Mit 1.447.000 Won (rund 845 Dollar) erreichten sie den höchsten Schlussstand der Firmengeschichte.
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10:30
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10:20
Der SMI gibt die leichten Gewinne ab und notiert mittlerweile kaum verändert.
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10:15
Der Partizipationsschein der Graubündner Kantonalbank weitet die Verluste aus und notiert 3,4 Prozent tiefer. Die GKB sieht sich mit Klage im mittleren dreistelligen Millionenbereich wegen Anlageprodukt bei Tochter BZ Bank konfrontiert.
Auch andere Aktien von Schweizer Kantonalbanken stehen am Montag unter Druck: So die Titel der Insititute der Kantone Jura, St. Gallen, Basel-Stadt, Glarus oder Waadt. Sie verlieren zwischen 1 und 4 Prozent.
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10:15
Die Aktien von Partners Group steigen 2,5 Prozent. Der Vermögensverwalter wies am Donnerstag nach Börenschluss einen Bericht von Grizzly Reports zurück, wonach gewisse Bewertungen im Portfolio der Partners Group zu hoch bewertet sein sollen.
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09:55
Neue Kursziele für Schweizer Aktien:
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09:45
Die in Frankfurt gehandelten eBay-Aktien steigen am Montag um bis zu 14 Prozent. GameStop-Papiere verteuerten sich fast genauso stark. Der US-Videospielehändler GameStop will die Online-Handelsplattform für rund 55,5 Milliarden Dollar übernehmen. GameStop legte den Eignern des für Auktionen bekannten Online-Händlers am Sonntag (Ortszeit) ein Angebot von 125 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 56 Milliarden Dollar vor. Dies entspricht einem Aufschlag von etwa 20 Prozent im Vergleich zum eBay-Schlusskurs vom Freitag.
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09:15
Dabei sprechen die Vorgaben aus Übersee für eine leichte Entspannung. Die USA wollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Der Iran wiederum erklärte, eine Einmischung der US-Marine stelle einen Verstoss gegen den Waffenstillstand dar.
Die Ankündigung Trumps hat zunächst zu einem Kursrückgang beim Rohöl geführt, was die Aktien-Futures stützt. Der Schritt der USA komme einem kleinen Aufschub gleich, da die Energiemärkte angesichts der Blockade der Meerenge weiterhin auf eine drohende Versorgungslücke zusteuern, kommentiert ein Händler. Zudem mache der Aufschub Hoffnung, dass sich der Konflikt weiter deeskaliert und die Energiekrise nicht weiter verschärfe.
Das Gegenstück dazu bilden Logitech, die 2,5 Prozent zulegen. Der Peripheriegeräte-Hersteller wird am morgigen Dienstag nach Börsenschluss die Zahlen zum vierten Quartal 2025/26 (per Ende März) vorlegen. Analysten gehen von einem Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Besondere Aufmerksamkeit dürfte neben den reinen Ergebnissen aber wie üblich dem Ausblick gelten.
Die Aktie der Graubündner Kantonalbank fällt 0,8 Prozent. Die GKB sieht sich mit Klage im mittleren dreistelligen Millionenbereich wegen Anlageprodukt bei Tochter BZ Bank konfrontiert.
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08:10
Am breiten Markt fallen Accellerron und AMS Osram mit Gewinnen von je fast 1 Prozent auf. Im Fokus der Anleger steht die Aktie der Graubündner Kantonalbank (keine vorbörslichen Kurse). Die GKB sieht sich mit Klage im mittleren dreistelligen Millionenbereich wegen Anlageprodukt bei Tochter BZ Bank konfrontiert.
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank 0,25 Prozent tiefer indiziert.
Nach wie vor dominiert die Lage am Golf das geschehen an den Börsen. «Der Ölpreis ist aktuell der dominierende Stressfaktor, welcher wie eine zusätzliche Steuer auf Wachstum und Konsum wirkt», resümiert Timo Emden von Emden Research. Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, zeichnet ein eher pessimistisches Bild: «Je länger die Sperrung der Strasse von Hormus anhält, desto signifikanter fallen die konjunkturdämpfenden Effekte aus.» Seit drei Wochen gilt eine fragile Waffenruhe in dem Konflikt, die für den internationalen Energiehandel essenzielle Seeroute blieb aber weitgehend dicht.
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06:00
Die Aussicht auf eine Entspannung der Lage in der Strasse von Hormus hat den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart leichten Auftrieb gegeben. Während an der japanischen Börse feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, legte der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans um 0,6 Prozent zu. Auch die chinesischen Handelsplätze blieben geschlossen: Der Leitindex der Shanghaier Börse sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurden nicht gehandelt. Zu den klaren Gewinnern zählte hingegen der südkoreanische Markt, der nach einem Feiertag mit einem Kurssprung von 2,6 Prozent in den Handel zurückkehrte.
Beflügelt wurde die Börse in Seoul von starken Konjunkturdaten, denn die südkoreanische Industrie wuchs im April dank der Halbleiternachfrage so schnell wie seit über vier Jahren nicht mehr. Gleichzeitig stützten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, festsitzende Schiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren zu wollen, die Stimmung.
Der Nahost-Konflikt sorgte paradoxerweise für zusätzliche Aufträge in Asien. «Einige Firmen gaben an, dass sie zusätzliche Bestellungen erhalten haben, um Lagerbestände aufzubauen und sich so vor weiteren Verzögerungen und Preissteigerungen zu schützen», erklärte S&P-Ökonom Usamah Batti. Ein baldiges Ende der Krise ist jedoch nicht in Sicht: «Friedensgespräche sind ins Stocken geraten, da sich beide Seiten weigern, von ihren jeweiligen roten Linien abzurücken», schrieben die Analysten von ANZ.
Auf Unternehmensebene stand in Südkorea Samsung Electronics im Fokus und gehörte zu den Verlierern der aktuellen Marktdynamik. Der weltgrösste TV-Hersteller tauschte angesichts des wachsenden Drucks durch chinesische Konkurrenten überraschend seinen Spartenchef aus. Zuletzt hatten der chinesische Rivale TCL Electronics und das japanische Unternehmen Sony eine strategische Partnerschaft geschlossen. Samsung leidet unter einer stagnierenden Nachfrage und steigenden Rohstoffkosten, was den Gewinn der Sparte im ersten Quartal drückte.
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05:30
Im asiatischen Devisenhandel hielten sich die Anleger in Erwartung weiterer Entwicklungen im Nahen Osten zurück. Der Dollar gewann geringfügig auf 157,16 Yen, nachdem er in der Vorwoche noch unter einer mutmasslichen Intervention der japanischen Notenbank gelitten hatte. Zur chinesischen Währung gab der Greenback 0,1 Prozent auf 6,8273 Yuan nach, während er zur Schweizer Währung etwas auf 0,7810 Franken vorrückte. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1725 Dollar und zog leicht auf 0,9157 Franken an.
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05:00
Am Rohstoffmarkt sorgten die US-Pläne für eine militärisch gesicherte Durchfahrt in der Strasse von Hormus für eine leichte Beruhigung, auch wenn ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran weiterhin fehlt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei 108,28 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 101,84 Dollar. Die Ankündigung der Opec+, die Förderquoten im Juni um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben, dürfte laut Experten vorerst nur auf dem Papier existieren, solange der Konflikt die Lieferungen blockiert.
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04:00
Mit Blick auf die US-Börsen rüsten sich die Investoren für eine vollgepackte Woche mit wichtigen Arbeitsmarktdaten und zahlreichen Firmenbilanzen, darunter von Tech-Schwergewichten wie Advanced Micro Devices und Super Micro Computer. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 49.499,27 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann dagegen 0,3 Prozent auf 7.230,12 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,9 Prozent auf 25.114,44 Stellen an.
(cash/Reuters/AWP)
