06:15

Der SMI wird bei der IG Bank 0,25 Prozent tiefer indiziert.

Die Futures auf dem Dow Jones liegen 0,1 Prozent im Minus, diejenigen auf dem Nasdaq 0,34 Prozent im Plus.

Nach wie vor dominiert die Lage am Golf das geschehen an den Börsen. «Der Ölpreis ⁠ist aktuell der dominierende Stressfaktor, welcher wie eine zusätzliche Steuer auf Wachstum und Konsum wirkt», resümiert Timo Emden von Emden Research. Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei ⁠der VP Bank, zeichnet ein eher pessimistisches Bild: «Je länger die Sperrung der Strasse von Hormus anhält, desto signifikanter fallen die konjunkturdämpfenden Effekte aus.» Seit drei Wochen gilt eine fragile Waffenruhe in dem ‌Konflikt, die für den internationalen Energiehandel essenzielle Seeroute blieb aber weitgehend dicht.

Unter den Titeln des Swiss Market Index werden AlconGeberitLogitechSwisscom und Swiss Re diese Woche Zahlen vorlegen.

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06:00

Die Aussicht auf eine Entspannung der Lage in der Strasse von Hormus hat den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart leichten Auftrieb gegeben. Während an der japanischen Börse feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, legte der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans um 0,6 Prozent ‌zu. ⁠Auch die chinesischen Handelsplätze blieben geschlossen: Der Leitindex der Shanghaier Börse sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurden nicht ⁠gehandelt. Zu den klaren Gewinnern zählte hingegen der südkoreanische Markt, der nach einem Feiertag mit einem Kurssprung von 2,6 Prozent in den Handel zurückkehrte.

Beflügelt wurde die Börse in ‌Seoul von starken Konjunkturdaten, denn die südkoreanische Industrie wuchs im April dank der Halbleiternachfrage so ‌schnell wie seit über vier Jahren nicht mehr. Gleichzeitig stützten Ankündigungen ​von US-Präsident Donald Trump, festsitzende Schiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren zu wollen, die Stimmung.

Der Nahost-Konflikt sorgte paradoxerweise für zusätzliche Aufträge in Asien. «Einige Firmen gaben an, dass sie zusätzliche Bestellungen erhalten haben, um Lagerbestände aufzubauen und sich so vor weiteren Verzögerungen und Preissteigerungen zu schützen», erklärte S&P-Ökonom Usamah Batti. Ein baldiges Ende der Krise ist jedoch nicht in Sicht: «Friedensgespräche sind ins Stocken geraten, da sich beide Seiten weigern, ‌von ihren jeweiligen roten Linien abzurücken», schrieben die Analysten von ANZ.

Auf Unternehmensebene stand in Südkorea Samsung Electronics im Fokus und gehörte zu den Verlierern der aktuellen Marktdynamik. Der weltgrösste TV-Hersteller tauschte angesichts des wachsenden Drucks durch chinesische Konkurrenten überraschend seinen Spartenchef aus. Zuletzt hatten der chinesische Rivale TCL Electronics ​und das japanische Unternehmen Sony eine strategische Partnerschaft geschlossen. Samsung leidet unter einer stagnierenden Nachfrage und steigenden Rohstoffkosten, ​was den Gewinn der Sparte im ersten Quartal drückte.

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05:30

Im asiatischen Devisenhandel hielten sich ​die Anleger in Erwartung weiterer Entwicklungen im Nahen Osten zurück. Der Dollar gewann geringfügig auf 157,16 Yen, nachdem er in der Vorwoche noch unter einer mutmasslichen Intervention der japanischen ‌Notenbank gelitten hatte. Zur chinesischen Währung gab der Greenback 0,1 Prozent auf 6,8273 Yuan nach, während er zur Schweizer Währung etwas auf 0,7810 Franken vorrückte. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1725 Dollar und zog leicht auf 0,9157 Franken an.

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05:00

Am Rohstoffmarkt sorgten die US-Pläne ​für eine ​militärisch gesicherte Durchfahrt in der Strasse von Hormus für eine leichte Beruhigung, ⁠auch wenn ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran weiterhin fehlt. Die ​Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte ⁠bei 108,28 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 101,84 Dollar. Die Ankündigung der Opec+, die Förderquoten im ‌Juni um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben, dürfte laut Experten vorerst nur auf dem Papier existieren, solange der Konflikt die Lieferungen blockiert.

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04:00

Mit Blick auf die US-Börsen rüsten sich die Investoren für eine vollgepackte Woche mit wichtigen Arbeitsmarktdaten ‌und zahlreichen Firmenbilanzen, darunter von Tech-Schwergewichten wie Advanced Micro Devices und Super Micro Computer. Der US-Standardwerteindex Dow ​Jones hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 49.499,27 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann dagegen 0,3 Prozent auf 7.230,12 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,9 Prozent auf 25.114,44 Stellen an.

(cash/Reuters/AWP)

 

Daniel Hügli
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