13:15

Die US-Märkte stehen vor der Bekanntgabe der Inflationszahlen unter Druck. Die Futures des Dow Jones und des Nasdaq fallen je 0,25 Prozent.

Die Aktien von Applied Materials steigen vorbörslich 11 Prozent und diejenigen von Airbnb 6 Prozent. Beide Firmen haben am Vorabend Zahlen bekanntgegeben.

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11:45

Der SMI legt 0,58 Prozent auf 13'609 Punkte zu. Das ist ein Rekord, obwohl die Nervosität der Marktteilnehmer zugenommen habe, was sich auch im gestiegenen Volatilitätsindex VSMI zeige, sagt ein Händler. Ein anderer Börsianer verweist zudem auf die KI-Sorgen, die sich täglich eine neue Branche suchten. So war nach Software, Technologie, Versicherungen und Banken zuletzt auch der als «KI-resistent» geltende Logistiksektor unter Druck geraten. Die Onlinebank Swissquote spricht dabei von einem «Angst selloff» («Angstverkauf»).

Nun warten die Händler auf die US-Inflationszahlen, die um 14.30 Uhr veröffentlicht werden. Diese sind wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank und können die Zinssenkungserwartungen stark beeinflussen. Die Inflation war in den letzten Monaten deutlich zu hoch, um weitere Zinssenkungen der Fed zu ermöglichen, meint ein Analyst. Erwartet wird ein leichter Rückgang der Teuerung auf 2,5 Prozent. Damit würde sich die Inflation der Zielmarke der US-Währungshüter von 2 Prozent annähern. Bereits bekannt ist die Schweizer Inflation. Diese verharrte im Januar bei +0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat lagen die Preise im Januar 2026 im Durchschnitt gar etwas tiefer.

Im Fokus stehen die Aktien von Kühne + Nagel (+0,4 Prozent), deren Kurs kräftig schwankt. Nach einem Minus von 13 Prozent am Vortag setzte der Logistikwert zu einer Gegenbewegung an, hat diese Gewinne dann aber wieder hergegeben und ist vorübergehend wieder ins Minus gesunken. Dann ging es wieder leicht nach oben. Auslöser war eine Meldung des kleinen KI-Logistikunternehmens Algorhythm Holdings, das zuvor unter dem Namen Singing Machine Co. firmierte und im Karaoke-Bereich tätig war.

Demnach helfe seine SemiCab-Plattform, die bereits bei Kunden im Einsatz ist, diesen dabei, ihr Frachtvolumen um 300 bis 400 Prozent zu steigern, ohne dass dafür zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Am Markt wurde die Kursreaktion vom Vortag als klar übertrieben beurteilt. Auch wird bezweifelt, ob sich das menschliche Netzwerk zum Handling dieser riesigen Logistikmengen so schnell ersetzen lässt.

An der Spitze der Gewinner steht Lonza (+3,5 Prozent). Die Aktie des erfolgreichen Pharmazulieferers weist nach einem negativen Vorjahr auch 2026 bisher eine schwache Performance auf.

Dahinter folgen die Aktien von VAT (+3,1 Prozent), die vom guten Abschneiden von Applied Materials profitieren, deren Aktien nachbörslich kräftig gestiegen waren. In deren Sog rücken auch Comet, Inficon und Cicor um bis zu 1,5 Prozent vor.

Die Anteile von Logitech (+2,4 Prozent) erholten sich laut Händler von den Abgaben im Zuge der Befürchtungen, dass steigende Chippreise die Verkäufe des Elektronikherstellers belasten könnten.

Schindler (+2,7 Prozent) können sich etwas von den jüngsten Einbussen erholen. Bei Holcim und Amrize (je +0,5 Prozent) fällt die Gegenbewegung dagegen mager aus.

Gesucht sind auch die defensiven Schwergewichte Nestlé (+0,6 Prozent), Novartis (+0,6 Prozent) und Roche (+0,3 Prozent). Swisscom (+1,5 Prozent) legen am Tag nach der Bilanzvorlage weiter zu.

Abgaben gibt es bei Sonova (-0,7 Prozent). Rivale Cochlear habe schlechte Zahlen veröffentlicht, heisst es am Markt. Sandoz (-0,6 Prozent) litten unter Gewinnmitnahmen. Auch Sika (-1,2 Prozent) sind schwächer.

Am breiten Markt ziehen die Anleger Leclanché den Stecker. Die Aktie bricht um fast ein Viertel ein. Der angeschlagene Batteriehersteller hat einen Liquiditätsengpass und sucht neues Kapital.

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11:00

Der Kosmetikkonzern L'Oreal fällt fast 5 Prozent. Er war im vierten Quartal moderater als erwartet gewachsen, wie am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt wurde. Das Geschäft in China blieb schwierig und das Luxusgeschäft schwächelte etwas. Nestlé hält 20,1 Prozent an L'Oreal.

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10:00

Neue Kursziele für Schweizer Aktien:

Schindler Namen: Citigroup senkt auf 326 (327) Fr. – Buy

Montana Aerospace: Berenberg erhöht auf 34 (32) Fr. – Buy

Rieter: UBS erhöht auf 3,70 (3,30) Fr. – Neutral

Amrize: Jefferies erhöht auf 58,30 (52,60) USD – Hold

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09:15

Der SMI steigt 0,3 Prozent. Am deutlichsten avancieren Lonza (3 Prozent) sowie Zurich und UBS (je knapp 2 Prozent)

Am Vortag waren die Kurse von den USA ausgehend noch ins Rutschen geraten. Grund dafür waren neue KI-Sorgen, die sich auf immer mehr Sektoren und Branchen auszuweiten scheinen. Allerdings erfolgte ein Grossteil der Kurseinbussen, als in Europa noch gehandelt wurde. Dennoch sei die Nervosität merklich gestiegen.

Unter Druck standen nicht nur Technologiewerte, sondern auch Logistiktitel, die Edelmetalle und die Kryptowährungen wurden verkauft. Die Onlinebank Swissquote spricht von einem «Angst selloff». Dafür kam es zu einer Bewegung hin zu Old-Economy-Titeln. So konnte sich der Schweizer Markt dank der defensiven Schwergewichte knapp behaupten. Nun blicken die Händler den US-Inflationszahlen entgegen, die um 14.20 Uhr veröffentlicht werden und sehr wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank sind. 

Im Fokus stehen die Aktien, die am Vortag wegen dieser KI-Sorgen stark unter Druck geraten sind und von denen nun eine Gegenbewegung erwartet wird. Dazu zählt hierzulande in erster Linie Kühne+Nagel (+0,1 Prozent). Der Logistikwert war am Vortag allerdings um 13 Prozent eingebrochen. Auslöser war eine Meldung des kleinen KI-Logistikunternehmens Algorhythm Holdings, das zuvor unter dem Namen Singing Machine Co. firmierte. Das Unternehmen gab bekannt, dass seine SemiCab-Plattform, die bereits bei Kunden im Einsatz ist, diesen dabei hilft, ihr Frachtvolumen um 300 bis 400 Prozent zu steigern, ohne dass dafür zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Am Markt wurden die Abgaben allerdings als klar übertrieben beurteilt.

Die Aktien von Holcim (+0,9 Prozent) legen etwas zu und erholen sich damit nur etwas von den Vortageseinbussen, als ein Minus von 9 Prozent zu Buche stand.

Nestlé fallen 0,2 Prozent. Grund dafür könnte das schwache Ergebnis von L'Oréal sein. Der Lebensmittelriese ist massgeblich am Kosmetikkonzern beteiligt.

Bei den Nicht-SMI-Werten stehen Rieter (+3 Prozent) an der Spitze. Die UBS hat das Kursziel erhöht und das Rating «Neutral» bestätigt. Der Textilmaschinen-Hersteller hat zudem eine Preiserhöhung für Produkte und Systeme angekündigt.

VAT rücken vorbörslich um 2 Prozent vor. Hier dürfte es das gute Abschneiden von Applied Materials sein, deren Aktien nachbörslich kräftig gestiegen waren.

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08:10

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,11 Prozent höher eingeschätzt. Die UBS-Aktie hat den grössten Zuwachs (1 Prozent). Der Titel steht seit der Veröffentlichung der Jahresresultate der BAnk am 4. Februar stark unter Druck und ist auf den Stand von Anfang Dezember gefallen. Holcim legen nach dem Absturz am Vortag zu (1,3 Prozent - mehr hier).

Nestlé fallen 0,9 Prozent. Die Nestlé-Beteiligung L'Oreal ist im vierten Quartal moderater als erwartet gewachsen.

Am breiten Markt steigen Rieter 3 Prozent. Der Textilmaschinen-Hersteller hat eine Preiserhöhung für Produkte und Systeme angekündigt.

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06:15

Der SMI wird bei der IG Bank vorsbörlich 0,25 Prozent höher geschätzt. Am Donnerstag hatte der Leitindex 0,13 Prozent tiefer. An der Spitze der Verlierer standen Kühne+Nagel (-13 Prozent). 

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06:00

Die asiatischen Aktienmärkte entfernen sich mit Blick auf die Wall Street von den gestrigen Rekordhochs. Sorgen über schrumpfende Margen im Technologiesektor belasten Werte wie Apple. Die Aufmerksamkeit der Anleger gilt nun den US-Inflationsdaten, die im ‌Laufe des ⁠Tages erwartet werden.

«Der vorherrschende Ton an den Märkten ist eine Wendung hin zu defensiveren Bereichen des Aktienmarktes und ⁠zu Unternehmen mit stabilen, weniger zyklischen und besser vorhersagbaren Gewinnen», sagt Chris Weston, Forschungsleiter bei Pepperstone.

«Es ist klar, dass Investoren die Entwicklungen bei KI ‌und AGI (Allgemeine Künstliche Intelligenz) durch eine neue Brille betrachten und versuchen, eine Zukunft ‌einzupreisen, die sich unsicherer und strukturell disruptiver anfühlt als zuvor.» Der ​breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,6 Prozent, was den Wochengewinn auf 4,1 Prozent reduzierte.

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05:30

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 57.185,40 Punkte nach, verzeichnete aber für die Woche immer noch ein Plus von 5,3 Prozent. Der breiter gefasste Topix notierte 1,0 Prozent niedriger bei 3.842,45 Zählern. Die Börse Shanghai ‌verlor 0,7 Prozent auf 4.105,04 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,8 Prozent auf 4.681,92 Punkte.

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05:00

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 152,92 Yen und legte leicht auf 6,9063 Yuan zu. Zur Schweizer Währung ​rückte er etwas auf 0,7692 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei ​1,1868 Dollar und bei 0,9137 Franken.

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05:00

Die Ölpreise haben sich kaum verändert und steuern auf den zweiten ​Wochenverlust in Folge zu. Auf Wochensicht zeichnet sich für die Nordseesorte Brent ein Minus von 0,8 Prozent und für die US-Sorte WTI ein Rückgang ‌von 1,1 Prozent ab.

Am Rohstoffmarkt stagniert die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 67,47 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert kaum verändert bei 62,76 Dollar. Zu Wochenbeginn hatten die Ölpreise noch wegen Sorgen vor einem US-Angriff auf den ​Iran zugelegt. ​Äusserungen von US-Präsident Donald Trump vom Donnerstag, wonach im nächsten Monat ⁠ein Abkommen mit dem Iran möglich sei, drückten die Preise jedoch. Zudem ​hat die Internationale Energieagentur (IEA) ⁠am Donnerstag in ihrem Monatsbericht prognostiziert, dass das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage in diesem Jahr schwächer ausfallen werde als erwartet. Das ‌Gesamtangebot werde die Nachfrage übersteigen.

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01:00

Erneute Zweifel an den hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) haben am Donnerstag die Kurse an den New Yorker Börsen nach unten gezogen. Anleger sind unsicher, ob die grossen Tech-Firmen so viel verdienen werden, um die hohen Ausgaben zu rechtfertigen. Zudem sackten am Edelmetallmarkt die Preise für Gold und Silber stark ab. Hier verkauften Investoren, um Verluste am Aktienmarkt abzufedern. Auch aus dem Ölmarkt zogen sich Anleger zurück.

Der von Tech-Schwergewichten geprägte Nasdaq 100 verlor zuletzt 1,71 Prozent auf 24.770 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,26 Prozent auf 6.854 Zähler abwärts. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank um 1,18 Prozent auf 49.532 Zähler.

Im Techsektor belasteten Kursverluste von fast 12 Prozent die Aktien von Cisco. Der Netzwerk-Ausrüster gilt eigentlich als einer der Profiteure des KI-Booms, und so blickt das Unternehmen auch nach einem überraschend gut verlaufenen Quartal positiver auf das gesamte Geschäftsjahr. Dennoch sackten die Aktien um mehr als 8 Prozent ab. Marktteilnehmer bemängelten die Prognose für die bereinigte Bruttomarge im laufenden Quartal, die unter den Erwartungen gelegen habe. Damit wurden Befürchtungen geweckt, dass die steigenden Preise für Speicherchips dem Unternehmen zusetzen könnten.

Die Aktien von Apple gaben 5 Prozent nach.

Die Papiere von McDonald's stiegen auf ein Rekordhoch und gewannen zuletzt noch 2,2 Prozent. Ein stärkerer Fokus auf günstigere Menü-Angebote in den Vereinigten Staaten hatte der Fastfood-Kette zu beschleunigtem Wachstum verholfen. Die Quartalszahlen seien angesichts der hohen Messlatte solide ausgefallen, schrieb Analyst Logan Reich von der kanadischen Bank RBC.

Insgesamt war im Dow auch am Donnerstag wieder Old Economy gefragt, mit Walmart, McDonald's und Coca-Cola auf den vorderen Plätzen. Unter den Magnificent Seven waren Apple auffällig schwach mit minus 4,8 Prozent.

(cash/Reuters/awp)