11:30

Trotz des Zinserhöhungspfads der grossen Notenbanken bleibt Gold ⁠begehrt. Das Edelmetall verteuert sich in der Spitze um 1,4 Prozent ‌auf 4399 Dollar je Feinunze. Schon ‌am Donnerstag hatte der ​Preis um fast zwei Prozent zugelegt. Goldman Sachs sieht den Goldpreis Ende 2027 bei 5400 Dollar. Nach Einschätzung der Experten dürfte eine restriktivere Geldpolitik die Rallye ‌des Edelmetalls zwar wahrscheinlich verlangsamen, aber nicht zum Erliegen bringen. Höhere Zinsen können die Nachfrage nach Gold dämpfen, weil ​sie die Attraktivität renditebringender Anlagen erhöhen.

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10:20

Im Verlauf des Morgens verliert der SMI 0,2 Prozent. ABB (+1,4 Prozent), Logitech (+1,2 Prozent) und Roche (+0,8 Prozent) bilden am Freitagmorgen das Podest des Leitindex.

Die grössten Verluste macht Swisscom (-2,8 Prozent). Die Aktie des Telekomunternehmens wird am Freitag letztmals im SMI gehandelt, bevor sie am kommenden Montag ersetzt wird. Auch Kühne+Nagel (-0,2 Prozent) werden ab nächster Woche nicht mehr im Leitindex gehandelt. Neu kommen Galderma (+1,3 Prozent) und Sandoz (+1,3 Prozent) in den SMI.

Nestlé verlieren 1,8 Prozent nach der Meldung, dass das Russlandgeschäft des Lebensmittelkonzerns vorübergehend unter Zwangsverwaltung läuft.

Am breiten Markt pendelt sich der Gewinn von Leonteq bei +1,2 Prozent ein.

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09:36

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien

Amrize: Jefferies senkt auf 30,60 (41,40) Fr. - Hold

Stadler Rail: UBS erhöht auf 30 (20) Fr. - Neutral

Adecco: Bank of America erhöht auf 26 (16) Fr. – Neutral

Medacta: Stifel senkt auf 150 (180) Fr. – Buy

Straumann: Berenberg nimmt Buy wieder auf - Ziel 118 Fr.

Sonova: Bank of America erhöht auf 280 (225) Fr. - Buy

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09:20

Der Swiss Market Index (SMI) startet am Freitag unverändert in den Handel.

Die ganz grossen Schlagzeilen gehören derweil dem Nahrungsmittelmulti Nestlé, dessen Papiere sich um 1,2 Prozent verbilligen. Russland hat einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen. Analysten schätzen, dass Russland etwas mehr als 1 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt.

An der Spitze der Blue Chips stehen ABB (+1,2 Prozent), Roche (+0,7 Prozent) und Alcon (+0,7 Prozent).

Amrize starten am Freitag 1,1 Prozent tiefer. Jefferies hat das Kursziel für den Baustoffkonzern auf 30,60 Franken gesenkt. Dieses liegt etwas unter dem zuletzt bezahlten Kurs von 31,82 Franken.

Ihre zumindest vorläufige «Dernière» im SMI erfahren die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+0,2 Prozent) und jene der Swisscom (-1,9 Prozent). Sie werden kommenden Montag im Leitindex durch Galderma (+0,2 Prozent) und Sandoz (+1,1 Prozent) ersetzt.

Der Generikakonzern Sandoz konnte mit positiven News aufwarten. So hat er einerseits in Kanada die Marktzulassung für ein Generikum des Diabetesmittels Semaglutid erhalten. Und mit einer Partnerschaft für ein Emicizumab-Biosimilar wurde das erste Medikament gegen Hämophilie in die Pipeline geholt.

Im breiteren Markt ziehen Leonteq um deutliche 2,9 Prozent an. Beim Derivatespezialisten hat der Grossaktionär Rainer-Marc Frey seinen Anteil auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Er übernimmt die verbleibenden Titel der Bank Raiffeisen, die sich als Leonteq-Aktionärin zurückzieht.

Die Agenda gibt zu Wochenschluss abgesehen vom Ölpreis und den US-Börsen kaum Impulse her. Im Fokus bleibt wohl auch die weitere Nachlese der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen hat. Dazu ist heute noch grosser Verfallstag – «Hexensabbat». Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen.

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08:30

Die Ölpreise sind am Freitag weiter zurückgegangen und haben damit den dritten Tag in Folge nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November verlor zuletzt gut ein Prozent auf 103,73 US-Dollar.

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08:15

Bei Julius Bär wird der Schweizer Leitindex SMI vorbörslich tiefer gehandelt, mit Verlusten von 0,3 Prozent. Alle Blue Chips notieren vor Handelsbeginn im Minus. Amrize bildet das Schlusslicht mit einem vorbörslichen Minus von 0,7 Prozent.

Der breitere Index SMIM steht vorbörslich leicht höher (+0,1 Prozent). Sandoz gewinnen 3,0 Prozent. Das Pharmaunternehmen hat am Freitagmorgen eine Partnerschaft mit mAbxience für ein Biosimilar von Roche bekannt gegeben. Zudem kommunizierte Sandoz eine Zulassung für ein Diabetesmittel in Kanada.

Ebenfalls positiv werden Leonteq (+3,9 Prozent) erwartet. Grossaktionär Rainer-Marc Frey hat den verbleibenden Anteil von Raiffeisen gekauft und seinen Anteil somit auf 30 Prozent aufgestockt.

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) notiert bei der IG Bank vorbörslich 0,4 Prozent tiefer. Zuvor schloss der Schweizer Leitindex zwei Tage in Folge positiv.

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05:45

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag dank einer Erholung bei Technologiewerten und leicht sinkender Ölpreise Gewinne verzeichnet. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 64'662,11 Punkte zu, während der breiter ‌gefasste Topix ⁠0,4 Prozent niedriger bei 4076,38 Zählern notierte. In China gewann die Börse Shanghai 0,8 Prozent auf 3904,76 Stellen. Der ⁠Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,6 Prozent auf 4485,29 Punkte.

Im Mittelpunkt des Interesses stand die Bank of Japan (BOJ), die ‌ihren Leitzins wie erwartet auf ein 31-Jahres-Hoch von 1,25 Prozent anhob, um ein ‌Überschiessen der Inflation zu verhindern. «Entscheidend für die Märkte ist ​nicht nur, ob die BOJ die Zinsen anhebt, sondern auch, wie sie dies tut und wie Gouverneur Kazuo Ueda den weiteren Weg kommuniziert», sagte Währungsstratege Michael Wan von MUFG. An der Börse in Tokio griffen Anleger bei KI- und Chip-Werten zu. So kletterten die Papiere des Technologieinvestors SoftBank um fünf Prozent. Die Aktien der Chipausrüster Advantest und Tokyo Electron ‌rückten um vier beziehungsweise 3,6 Prozent vor.

Der seit über sechs Monaten andauernde Krieg im Nahen Osten schürt weltweit Inflationsängste und hält die Notenbanken auf Kurs für eine straffere Geldpolitik. Da schnell wachsende Technologieunternehmen empfindlich auf höhere Zinsen reagieren, sorgte ein Rückgang ​der Ölpreise in diesem Sektor für Erleichterung. Auf der Verliererseite standen in Japan hingegen die ​Aktien von Videospielentwicklern, die am Vortag noch gefragt waren. Die Papiere von ​Nintendo und Konami gaben jeweils rund zwei Prozent nach.

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05:30

Im asiatischen Devisenhandel warteten die Anleger auf Signale für das künftige Tempo der japanischen Zinserhöhungen. Der ‌Dollar gewann 0,1 Prozent auf 156,16 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,6983 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8246 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1479 Dollar und zog leicht auf 0,9466 ​Franken an.

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05:15

Am ​Rohstoffmarkt sorgten Hoffnungen auf alternative Lieferwege für Öl aus dem ⁠Nahen Osten für eine leichte Entspannung, auch wenn die Sorge vor ​weiteren Angriffen zwischen Saudi-Arabien und den ⁠jemenitischen Huthi-Rebellen anhielt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 103,94 Dollar je Barrel (159 ‌Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent schwächer bei 101,15 Dollar.

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00:30

Nachlassende Ölpreise und robuste Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Anleger schüttelten die erste Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) seit mehr als drei Jahren ab und griffen vor allem bei Technologie-Werten zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf ‌51'778 Punkten. ⁠Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 1,1 Prozent auf 7638 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,7 Prozent auf 26'418 Punkte.

Die US-Notenbank ⁠hatte am Mittwoch erstmals seit Juli 2023 den Leitzins angehoben und bekräftigt, die Inflation zeitnah auf das Ziel von zwei Prozent zurückführen zu wollen. Die Entscheidung fiel einstimmig. «Der Markt ist etwas ‌erleichtert über die Geschlossenheit der Fed, da alle gleich abgestimmt haben», sagte Ross Mayfield, Analyst bei Baird. ‌Fed-Chef Kevin Warsh betonte auf der Pressekonferenz die Unabhängigkeit der Notenbank sowie die ​Stärke der US-Wirtschaft.

Diese Einschätzung wurde durch aktuelle Daten des Arbeitsministeriums gestützt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf einen Wert, der fast den Tiefstständen von 1969 entspricht. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Finanzmärkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 53,1 Prozent mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei 27,2 Prozent gelegen.

Für Erleichterung sorgten auch die Ölpreise, die auf ein Ein-Wochen-Tief fielen. Berichte über saudische Öllieferungen durch den Oman ‌dämpften die Sorgen vor Angebotsengpässen, auch wenn die Lage im Nahen Osten wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angespannt bleibt. «Wenn ein Ölschock so lange andauert, wirkt sich das unweigerlich auf die Preise in der gesamten Wirtschaft aus», erklärte Mayfield. Eine Entspannung in diesem Bereich sei Rückenwind für ​Verbraucher und Unternehmen und erlaube der Fed eine weniger restriktive Geldpolitik.

Auf Unternehmensseite zählten Technologiewerte zu den grössten Gewinnern im S&P ​500. Auch Chip-Aktien sowie Gold- und Silberminenbetreiber legten um mehr als drei Prozent zu. Aktien von ​Hausbauern gewannen 1,1 Prozent, nachdem Daten einen Anstieg bei den Baubeginnen von Einfamilienhäusern und den schwebenden Hausverkäufen im vergangenen Monat gezeigt hatten. Zinssensible Banken stabilisierten sich nach dem Ausverkauf vom Mittwoch und schlossen ‌0,2 Prozent höher.

Krypto-bezogene Papiere profitierten von einer fünfjährigen Ausnahmeregelung der US-Börsenaufsicht SEC für den tokenisierten Aktienhandel. Die Titel von Circle Internet Group und Coinbase stiegen um jeweils 5,8 Prozent, Robinhood gewannen 5,2 Prozent.

Dagegen gaben die Aktien von CoreWeave um 4,2 Prozent nach. Das Unternehmen hatte Pläne zur Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Aktien ​und Wandelanleihen ​angekündigt. Fluence Energy brachen um 15,4 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Umsatzprognose ⁠für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt hatte.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)