06:20
Der SMI steht bei der IG Bank vorbörslich 0,12 Prozent höher.
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06:00
Die Stimmung an den asiatischen Börsen ist gedrückt. Sorgen über die Bewertungen von Technologieunternehmen und die Spannungen im Nahen Osten belasten die Kurse. In Japan folgen die Aktienkurse den schwachen Vorgaben der Wall Street.
«Künstliche Intelligenz und Geopolitik standen für die Finanzmärkte weiterhin im Vordergrund und führten zu einem Rückzug aus Risikoanlagen und einer Umschichtung in sichere Häfen», schreibt Mantas Vanagas, leitender Ökonom bei der Westpac Group, in einer Analyse.
In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 58.745,75 Punkten. Der breiter gefasste Topix notierte dagegen 1,1 Prozent höher bei 3.922,84 Zählern. Mit einem Monatsplus von neun Prozent steuert er auf den grössten Sprung seit November 2020 zu.
Die Titel des Chip-Ausrüsters Advantest fielen um 4,62 Prozent, die von Tokyo Electron um 3,77 Prozent. Die Aktien des Technologie-Investors SoftBank Group gaben um 3,4 Prozent nach.
In China verlor die Börse Shanghai 0,2 Prozent auf 4.139,53 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,7 Prozent auf 4.693,19 Punkte.
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05:30
Die chinesische Zentralbank kündigte am Freitag an, sie wolle die Devisenrisiko-Reserven für einige Termingeschäfte abzuschaffen. Das würde die Kosten für den Kauf von Dollar senken. Der Yuan hatte im vergangenen Jahr den grössten Jahresgewinn gegenüber dem Dollar seit 2020 verzeichnet.
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05:00
Die Ölpreise steuern auf einen Wochenverlust zu. Die verlängerten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm dämpfen vorübergehend die Sorge vor möglichen Feindseligkeiten. Die USA und der Iran hatten am Donnerstag in Genf indirekte Gespräche über ihren langjährigen Atomstreit geführt. «Das hat die Sorge vor einer unmittelbaren US-Militäraktion zerstreut, es bleibt jedoch wenig Zeit, um vor der von Präsident Trump gesetzten Frist vom 1. bis 6. März eine Einigung zu erzielen», sagte Daniel Hynes, Analyst bei der ANZ.
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01:00
Deutliche Kursverluste von Nvidia trotz starker Zahlen des KI-Champions haben die US-Technologiebörse Nasdaq am Donnerstag belastet. Die Standardwerte an der Wall Street tendierten - ungeachtet grösserer Kursschwankungen einzelner Aktien - hingegen stabil. In der zweiten Sitzungshälfte bewegten sich die Leitindizes kaum noch.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,03 Prozent bei 49.499,20 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,54 Prozent auf 6.908,86 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,16 Prozent auf 25.034,37 Punkte abwärts.
Die Aktien des wohl weltweit wichtigsten Halbleiterkonzerns Nvidia gingen mit einem Minus von 5,5 Prozent als Schlusslicht im Dow aus dem Handel. Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset sagte, es reiche inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu übertreffen. Der KI-Zyklus sei vielmehr bereits so weit fortgeschritten, dass sich die Anleger zunehmend fragten, wie lange es noch so rasant weitergehen werde.
Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Zweischneidigkeit der starken Nvidia-Zahlen und der Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung: «Längst sind Signale eines schnelleren KI-Ausbaus, wie sie Nvidia lieferte, kein Grund mehr für Anleger, in Jubel-Arien zu verfallen. Sie kennen die Kehrseite der Medaille: die Disruption durch KI. Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit grösser, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt.»
Der Nvidia-Kursabschlag zog vor allem andere Aktien aus dem Halbleitersektor in Mitleidenschaft. So verbuchten die Anteilscheine von Broadcom , Intel , Applied Materials und Lam Research Verluste zwischen 3,0 und 4,9 Prozent.
Die Papiere von Salesforce waren mit einem Kursanstieg von 4,0 Prozent der Spitzenreiter im Dow. Der Softwarekonzern konnte mit seinem Umsatzausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr die Sorgen um eine Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz offenbar zerstreuen. Zur guten Stimmung dürfte auch die Ankündigung eines grossen Aktienrückkaufprogramms beigetragen haben. Seit dem jähen Abrutschen etwa Mitte Januar hat der Kurs aber immer noch ein Viertel eingebüsst.
Um knapp 34 Prozent sackten die Aktien von Array ab. Der Solartracker-Hersteller enttäuschte die Anleger mit seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Die Papiere von C3.ai fielen auf ein Rekordtief und brachen letztendlich um 18,5 Prozent ein. Das Softwareunternehmen reduzierte sein Umsatzziel für 2026.
Die Anteilscheine von Janus Henderson profitierten von einem Übernahmeangebot von Victory Capital für den Vermögensverwalter und gewannen 6,1 Prozent auf 53,21 US-Dollar. Victory bietet den Janus-Aktionären insgesamt 57,04 Dollar je Aktie. Bereits vor zwei Monaten hatte Trian Fund Management eine Kaufofferte von 49 Dollar je Janus-Aktie vorgelegt.
(cvash/Reuters/AWP)

