08:22

Eine steile Talfahrt von Technologiewerten in den USA am Vorabend und an diesem Donnerstagmorgen in Asien dürfte den deutschen Aktienmarkt zum Börsenstart belasten. Sorgen vor steigenden Zinsen nach dem im September überraschend starken Inflationsanstieg in den Vereinigten Staaten sind der Auslöser für die heftigen Verluste. Knapp 40 Minuten vor dem Auftakt signalisiert der X-Dax für den Dax ein Minus von 0,2 Prozent auf 25'240 Zähler. Damit bleibt die gleitende 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, die bei rund 25'310 Punkten verläuft, im Blick.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) dürfte gemäss der Bank Julius Bär 0,46 Prozent tiefer starten. Alle 20 SMI‑Titel stehen im Minus. Die höchsten Abschläge verzeichnen Holcim (-0,8 Prozent), ABB (-0,7 Prozent) und Richemont sowie Sika (je -0,6 Prozent). Bei den Blue Chips dürfte der schwache japanische Aktienindex Nikkei auf den Kursen lasten, der um mehr als 5 Prozent eingebrochen ist. 

Bei den Mid Caps fallen nach Zahlen DocMorris (+6,7 Prozent) und VAT (+0,8 Prozent) auf. Alle anderen Valoren stehen tiefer. Wegen schwacher Vorgaben aus Übersee verlieren Comet 2,2 Prozent, Inficon 1,7 Prozent und AMS Osram 1,4 Prozent. 

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07:46

Der Dax wird am Donnerstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. ‌Am ⁠Mittwoch hatten höher als erwartet ausgefallene Inflationsdaten aus den USA die ⁠Börsen gebremst. Der Dax ging 0,2 Prozent höher bei 25'298 Punkten aus dem Handel. ‌Im Minus schloss dagegen die Wall Street. ‌Die Wetten der Anleger auf ​steigende Zinsen nahmen nach den US-Inflationsdaten zu, was dem Dollar-Index Auftrieb verlieh.

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07:40

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel gefallen und haben ihre Vortagsgewinne abgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember verlor zuletzt 1,57 Prozent auf 104,39 US-Dollar. Die jüngsten Sorgen über mögliche Lieferausfälle im Nahen Osten haben etwas nachgelassen. Zudem rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) mit einem stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage als bislang erwartet, wie gestern bekannt wurde. Die Aussichten auf eine diplomatische Entspannung zwischen den Kriegsparteien USA und Iran bleiben unterdessen ungewiss.

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07:25

Der Swiss Market Index (SMI) kann die Verluste vom frühen Morgen etwas eingrenzen und steht bei der IG Bank 0,11 Prozent tiefer. 

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06:23

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank 0,38 Prozent wegen der schwachen Vorgaben aus Übersee tiefer indiziert. Auslöser für die Kursverluste an der Wall Street waren die US-Inflationszahlen, welche deutlich über den Erwartungen lagen. Entsprechend erwarten Marktteilnehmer nun wieder, dass die amerikanische Notenbank Fed bereits Ende Oktober den Leitzins erhöhen könnte. Entsprechend sind die kurzfristigen US-Zinsen mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren deutlich angestiegen. Dagegen kam es am langen Ende zu einer deutlichen Abschwächung. Die Rendite der zehnjährigen Treasury Bonds sank auf 5,03  von 5,32 Prozent.

Am Donnerstag legen VAT den Umsatz und den Auftragseingang für das dritte Quartal vor. Cicor sowie Kuros publizieren ein Business Update und DocMorris ein Trading Update für das dritte Quartal. Zudem werden vom Bundesamt für Statistik der Produzenten- und Importpreisindex für den September erwartet. 

+++wartet 

06:15

Die Aktien in Asien geben zum Teil erheblich nach. Ein schneller als erwartet ausgefallener Anstieg der US-Verbraucherpreise verstärkt die Sorgen der Anleger um eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve in diesem Jahr. Hinzu kommen Bedenken ‌über die Kreditrisiken ⁠bei KI‑Infrastruktur. Der 225 Werte umfassende technologielastige japanische Nikkei-Index fällt innerhalb weniger Stunden um 4,8 Prozent auf 64'489,06 Punkte. Der ⁠breiter gefasste Topix notiert 2,5 Prozent niedriger bei 3993,50 Zählern. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans verliert im frühen Handel 1,2 Prozent. Der ‌südkoreanische Kospi bricht um 5,6 Prozent ein.

In Japan geraten vor allem Technologiewerte unter Druck. KI-nahe ‌Aktien führen die Verluste an: Die Chipausrüster Advantest und Tokyo ​Electron geben um 7,3 beziehungsweise 5,8 Prozent nach. Die auf KI fokussierte Start-up-Beteiligungsgesellschaft SoftBank Group sackt um 7,9 Prozent ab.

Auch die chinesischen Aktienmärkte folgen der breiten Schwäche an den Weltmärkten. Technologiewerte führen die Verluste an. «Das Hauptthema über Nacht waren höher als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten, die Befürchtungen vor Zinserhöhungen der Fed neu entfacht haben», schrieben Analysten der Commerzbank in einer Mitteilung.

Die Börse Shanghai verliert ‌1,8 Prozent auf 3699,75 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 1,8 Prozent auf 4142,86 Punkte.

«Asien steht eine weitere schwierige Sitzung bevor», sagt Chris Weston, Leiter Research der Pepperstone Group in Melbourne. «Kospi- und Nikkei-Futures deuten auf erneute Schwäche ​bei Technologiewerten hin, wobei Zuflüsse in gehebelte ETFs und Kreditrisiken bei KI-Infrastruktur klar im ​Fokus stehen.» Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf Reden von Fed-Vertretern ​bei der IWF-Herbsttagung in Bangkok, die Hinweise auf den nächsten Schritt der US-Notenbank geben könnten. Zudem werden im weiteren Verlauf des Donnerstags US-Erzeugerpreise und Einzelhandelsdaten veröffentlicht. ‌Der KI-Chipriese TSMC legt im weiteren Verlauf der asiatischen Sitzung seine Ergebnisse für das dritte Quartal vor.

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06:11

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,4 Prozent auf 157,70 Yen und legte leicht auf 6,6919 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,7 Prozent niedriger bei 0,8284 Franken. ​Parallel dazu ​stieg der Euro um 0,6 Prozent auf 1,1226 Dollar und ⁠gab um 0,1 Prozent auf 0,9302 Franken nach.

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06:05

Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die ​Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um ⁠1,5 Prozent auf 104,43 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent schwächer bei 93,99 Dollar.

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00:05

Stärker als erwartet gestiegene Verbraucherpreise im September haben in der Wall Street am Mittwoch vor allem die konjunktursensiblen Papiere der Technologiebranche deutlich belastet. Jetzt stehe eine Leitzinserhöhung im Oktober wieder zur Debatte, schrieb Ronald Temple, Chef-Marktstratege für die Bereiche Finanzberatung und Vermögensverwaltung beim Finanzdienstleister Lazard. Da sich nunmehr der zunehmende Inflationsdruck immer deutlicher abzeichne, wachse die Gefahr, dass die Notenbank bei der Eindämmung der Teuerung ins Hintertreffen gerät.

Damit ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 um 2,02 Prozent auf 29'950,82 Punkte abwärts. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,11 Prozent auf 7718,94 Punkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,09 Prozent auf 51'621,48 Punkte nach.

Grund für die negative Überraschung bei der Inflation waren die hohen Preise für Kraftstoff und Heizöl. Besorgniserregend aber sei insbesondere der im bisherigen Verlauf des Oktobers zu beobachtende erneute Anstieg der Preise an den Zapfsäulen, sagte Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die US-Inflation steuere daher in den nächsten Monaten auf eine Rate von mehr als vier Prozent im Vorjahresvergleich zu.

Bei den Einzelwerten blieben Aktien aus der Finanzbranche im Fokus. Papiere der Bank of America sackten um 4,8 Prozent ab. Das US-Finanzministerium hatte gegen die Grossbank Strafen von mehr als 1,21 Milliarden Dollar wegen Verstössen gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze verhängt. Unter anderem habe das Geldhaus chinesische Geldwäsche-Netzwerke nicht gemeldet, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Zudem waren die Erträge der Bank im Handel mit Anleihen, Devisen, Rohstoffen und Aktien im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Anteilscheine von Morgan Stanley verloren nach der Quartalsbilanz der Bank 2,8 Prozent. Auch überraschend hohe Erträge des Geldhauses im Aktienhandel konnten den Kurs nicht stützen. Vielmehr habe auch dieses Finanzinstitut unter dem Strich enttäuscht und damit den Abschluss einer eher schwachen Berichtssaison für die Grossbanken gebildet, hiess es am Markt.

Papiere von Blackrock hingegen legten um 0,7 Prozent zu. Der weltweit grösste Vermögensverwalter hatte im dritten Quartal netto rund 20 Prozent mehr neue Mittel akquiriert als erwartet.

Unter den Techwerten mussten die Anleger von Coreweave einen Kurssturz um 15,5 Prozent verkraften. Die Anleihen des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten waren auf ein Niveau abgesackt, das in der Regel auf finanzielle Schwierigkeiten hindeutet. Dies warf ein Schlaglicht auf die erheblichen Finanzierungsrisiken, die mit dem schuldenfinanzierten Aufbau der Infrastruktur rund um Künstliche Intelligenz verbunden sind. Und diese Risiken nehmen noch zu, falls die Zinsen nun tatsächlich stärker steigen sollten.

In dem wieder von erheblicher Unsicherheit geprägten Umfeld trennten sich Anleger reihenweise von Technologiewerten. So büssten die Aktien von Nvidia, Meta, Intel und ARM Holdings zwischen gut drei und fast sieben Prozent ein.

Speziell in der IT- und Hardware-Branche mussten die Aktien von HP, Netapp und Dell Technologies Abschläge von bis zu 11,3 Prozent hinnehmen. Die britische Investmentbank Barclays hatte alle drei Werte nach den zuletzt deutlichen Kursanstiegen abgestuft und auf das aktuell eher schwierige Investitionsklima im Unternehmenssektor verwiesen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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