Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

17:45

Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete zuletzt 85,82 US-Dollar. Das waren 97 Cent mehr als vor dem Wochenende. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember stieg um 1,13 Dollar auf 81,63 Dollar.

Angetrieben wurden die Rohölpreise zum einen von der Aussicht auf ein anhaltend knappes Angebot. Am Wochenende hatten die beiden grossen Fördernationen Saudi-Arabien und Russland bekräftigt, ihre Produktionsbegrenzungen zumindest bis Jahresende fortführen zu wollen. Zum anderen sorgte der zuletzt schwächere Dollar für Preisauftrieb. Denn so wird der Ölkauf wechselkursbedingt für viele Interessenten günstiger und belebt damit die Nachfrage.

In den vergangenen Wochen sind die Rohölpreise dagegen tendenziell gefallen. Von den Preisaufschlägen nach Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas ist kaum etwas übrig geblieben. Fachleute begründen die Entwicklung damit, dass sich der Konflikt bisher nicht auf andere Länder ausgeweitet hat.

Belastet werden die Erdölpreise zudem durch die schwächelnde Weltwirtschaft. In den weltweit grössten Volkswirtschaften USA und China waren Konjunkturdaten zuletzt überwiegend enttäuschend ausgefallen. Für die konjunkturelle Entwicklung in der wirtschaftlich ebenfalls bedeutsamen Eurozone sind die meisten Experten wenig zuversichtlich.

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17:30

Der SMI schliesst mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 10'566 Punkten.

Die Investoren schreckten die geopolitischen Risiken durch zwei Kriege und vor allem die Gefahr, dass sich aus dem Gaza-Konflikt ein Flächenbrand in Nahost entwickeln könnte, erklärte ein Anlagestratege. Spekulationen auf ein Ende des Zinserhöhungskurses der Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks federten den Rückgang aber erneut ab. 

Unter Verkaufsdruck standen vor allem Titel von Unternehmen, die auf Rückenwind von der Konjunktur angewiesen sind. Geberit verloren 2,5 Prozent, mit Sika liess ein weiterer baunaher Wert Federn. Auch der Luxusgüterkonzern Richemont schwächte sich um 1,2 Prozent ab. Gesucht waren dagegen Titel aus dem Gesundheitsbereich. Novartis rückten 0,9 Prozent vor, der Arznei-Auftragsfertiger Lonza 0,5 Prozent. Einen Kurssprung von 26 Prozent verzeichneten Idorsia. Der experimentelle Blutdrucksenker Aprocitentan hat sich der Biotech-Firma zufolge in einer spätklinischen Studie der Phase III als sicher und wirksam bei Patienten mit therapieresistentem Bluthochdruck erwiesen.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

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17:00

Am ersten Tag der neuen Handelswoche hat sich der Euro zum Franken kaum verändert. Das EUR/CHF-Paar kostet aktuell 0,9638 nach 0,9631 am Morgen. Das USD/CHF-Paar notiert derweil mit 0,8979 nach 0,8969 ebenfalls praktisch unverändert.

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16:45

Der Dow Jones Industrial notierte am Montag im frühen Handel 0,10 Prozent höher bei 34 094,11 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,13 Prozent auf 4364,18 Zähler hoch. Der von der Technologiebranche dominierte Nasdaq 100 legte um 0,31 Prozent auf 15 146,66 Punkte zu.

In der Vorwoche hätten die Anleger von der US-Notenbank und vom Arbeitsmarktbericht alles bekommen, was sie wollten, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Die Fed habe bei ihrer letzten Sitzung einen etwas weniger aggressiven Ton angeschlagen, aber ihre äusserst vorsichtige Haltung zu Inflation und Zinssätzen beibehalten. Zudem zeige das rückläufige Lohnwachstum, dass es auf dem US-Arbeitsmarkt in die richtige Richtung laufe.

Weiter im Fokus steht die sich dem Ende nähernde Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen. Die in New York gelisteten Anteilscheine von Biontech trotzten mit einem Kurssprung von 5,3 Prozent dem gesenkten Umsatzziel für Corona-Impfstoffe. Das Mainzer Biotech-Unternehmen kämpft in diesem Bereich zwar ebenso wie die Konkurrenz mit einem Absatzrückgang. Anders als etwa beim US-Partner Pfizer oder dem US-Konkurrenten Moderna stand am Ende des dritten Quartals aber ein Gewinn zu Buche.

Die Aktien von Tesla gewannen 0,4 Prozent. Einem Medienbericht zufolge will der Elektroautobauer ein neues, vergleichsweise preisgünstiges Modell in seinem Werk in Grünheide bei Berlin produzieren.

Die in New York gelisteten Anteilscheine von Birkenstock verloren 1,2 Prozent auf 41,69 US-Dollar. Zu Wochenbeginn nahmen etliche Analysten die Beobachtung des Sandalenherstellers auf, der am 11. Oktober den Sprung auf das US-Börsenparkett gewagt hatte. Positive und neutrale Anlageempfehlungen halten sich bislang die Waage, die Kursziele reichen von 37,15 bis 52 Dollar. Nach einem schwachen Börsendebüt hatten sich die Papiere insbesondere zuletzt mit dem Markt erholt, notieren aber immer noch unter dem Ausgabepreis von 46 Dollar.

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16:30

Eine Stunde vor Handelsschluss steht der SMI bei -0,2 Prozent.

Auf der Schattenseite befindet sich derzeit der europäische Marktführer für Sanitärprodukte Geberit -2,6 Prozent Minus. Während das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis mit +0,8 Prozent auf der Sonnenseite steht. Auch Swisscom (+0,4 Prozent) und Lonza mit +0,3 Prozent befinden sich weiterhin im Plus.

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15:30

Der Dow Jones startet am Montag mit einem Plus von 0,3 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,4 Prozent) und der S&P 500 (+0,3 Prozent) legen zu.

Mit Spannung warteten US-Anleger auf eine Reihe von Kommentaren von Entscheidungsträgern im Wochenverlauf, um daraus weitere Rückschlüsse auf den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zu ziehen. Ein sich abkühlender US-Arbeitsmarkt hatte vergangene Woche die Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen angeheizt und den wichtigsten Wall-Street-Indizes ihre beste wöchentliche Performance seit etwa einem Jahr beschert. «Der US-Gehaltsbericht war für die Märkte genau das Richtige – schwach genug, um darauf hinzuweisen, dass die Fed mit den Zinserhöhungen Schluss machen sollte, aber nicht so schwach, dass die Alarmglocken für die Wirtschaft schrillen würden», sagte Mohit Kumar, Chefökonom für Europa bei Jefferies.

Der Run auf Anleihen nahm ab; im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Staatsanleihe am Montag auf bis zu 4,633 Prozent von zuvor 4,558 Prozent. Auch wenn die Inflationsaussichten Zinssekungen im nächsten Jahr zuliessen, sei nach wie vor Vorsicht geboten, warnte Samy Chaar, Chefökonom bei Lombard Odier.

Bei den Einzelwerten zogen Tesla-Aktien zum Handelsstart um 2,5 Prozent an, nachdem die Agentur Reuters über den geplanten Bau eines neuen Einstiegsmodells in Deutschland berichtet hat. Der US-Elektroautopionier plant nach Informationen eines Insiders für seine Fabrik in der Nähe von Berlin die Produktion eines E-Autos, das 25.000 Euro kosten soll. Tesla-Chef Elon Musk habe das Werk am vergangenen Freitag besucht und bei dieser Gelegenheit über die Pläne informiert. Der Elektroautohersteller peilt schon lange ein preisgünstiges Modell an, hatte die Pläne im vergangenen Jahr aber wegen unlösbarer technischer Fragen auf Eis gelegt. 

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14:59

Am US-Rentenmarkt steigen die Renditen wieder. Der 10-jährige Treasury-Bond hat einen Grossteil des Renditerückgangs vom vergangenen Freitag auf 4,48 Prozent wieder aufgeholt und notiert am Montag kurz vor Börsenbeginn in New York bei 4,62 Prozent. 

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14:42

An den US-Börsen dürften die Aktienkurse nach der jüngsten Erholungsrally am Montag erst einmal auf der Stelle treten. Eine knappe Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,04 Prozent höher auf 34'076 Punkte und den technologielastigen Nasdaq 100 0,1 Prozent im Plus auf 15'114 Punkte. Vergangene Woche hatten beide Indizes dank positiv aufgenommener Aussagen der US-Notenbank Fed sowie eines schwachen Arbeitsmarktberichts satte Kursaufschläge verbucht.

Weiter im Fokus steht die sich langsam dem Ende zuneigende Quartalsberichtssaison. Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Biontech trotzten mit einem vorbörslichen Kurssprung von 4,4 Prozent der gesenkten Umsatzprognose für Corona-Impfstoffe. Das Mainzer Biotech-Unternehmen kämpft in diesem Bereich zwar ebenso wie die Konkurrenz mit einem Absatzrückgang. Anders als etwa beim US-Partner Pfizer oder dem US-Konkurrenten Moderna stand am Ende des dritten Quartals aber ein Gewinn zu Buche.

Bei Tesla zeichnen sich Kursgewinne von 1,6 Prozent ab. Einem Medienbericht zufolge will der Elektroautobauer ein neues, vergleichsweise preisgünstiges Modell in seinem Werk in Grünheide bei Berlin produzieren.

Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Birkenstock notierten derweil mit 41,11 US-Dollar vorbörslich knapp im Minus. Zu Wochenbeginn nahmen etliche Analysten die Beobachtung des Sandalenherstellers auf, der am 11. Oktober den Sprung auf das US-Börsenparkett gewagt hatte. Positive und neutrale Anlageempfehlungen halten sich bislang die Waage, die Kursziele reichen von 37,15 bis 52 Dollar. Nach einem schwachen Börsendebüt hatten sich die Papiere insbesondere zuletzt mit dem Markt erholt, notieren aber immer noch unter dem Ausgabepreis von 46 Dollar.

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13:41

Nach einem Reuters-Bericht über den geplanten Bau eines neuen Einstiegsmodells in Deutschland ziehen Tesla-Aktien im vorbörslichen US-Handel um rund zwei Prozent an. Der US-Elektroautopionier plant nach Informationen eines Insiders für seine Fabrik in der Nähe von Berlin die Produktion eines E-Autos, das 25'000 Euro kosten soll. Der Elektroautohersteller peilt schon lange ein preisgünstiges Modell an, hatte die Pläne im vergangenen Jahr aber wegen unlösbarer technischer Fragen auf Eis gelegt.

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13:17

Der Euro hat am Montag zum Dollar etwas zugelegt. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0750 US-Dollar. Sie notiert damit etwas höher als Morgen (1,0738). Am Freitag hatte der Euro nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht schon deutlich zugelegt.

Auch zum Franken hat der Euro leicht angezogen. Der Euro kostet aktuell 0,9644 nach 0,9631 am Morgen. Das Dollar notiert derweil mit 0,8971 nach 0,8969 praktisch unverändert.

Konjunkturdaten aus Deutschland überraschten am Morgen auf den ersten Blick zwar positiv, bei genauerer Betrachtung fielen sie aber schwach aus. So geht der leichte Auftragszuwachs der Industrie im September allein auf stark schwankende Grossaufträge zurück. Zudem waren die Bestellungen im gesamten dritten Quartal deutlich rückläufig. «Die September-Zahlen für die Auftragseingänge der deutschen Industrie haben die von den August-Zahlen bei manchen genährten Hoffnungen auf eine Trendwende wieder platzen lassen», schreibt Commerzbank-Experte Ralph Solveen.

Die im Oktober eingetrübte Unternehmensstimmung im Euroraum spielte keine grosse Rolle. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global war auf den tiefsten Stand seit 35 Monaten gefallen. Das Ergebnis einer ersten Schätzung wurde bestätigt. Vor allem die Eintrübung im Dienstleistungssektor belastete den Indikator.

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13:06

Die US-Börsen werden am Montag leicht höher starten. Die Futures auf dem Dow Jones und dem Nasdaq steigen rund 0,1 respektive 0,3 Prozent.

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11:35

Der Schweizer Aktienmarkt hat die neue Woche wenig verändert gestartet, allerding mit leicht negativer Tendenz im bisherigen Handelsverlauf. Nach der starken Vorwoche (SMI +2,5 Prozent) würden viele Marktteilnehmer die Gewinne wohl zuerst verdauen wollen, heisst es im Handel. Ausserdem sei die geopolitische Lage weiterhin ein Unsicherheitsfaktor, den es zu beachten gelte. Auch nicht zur Stimmungsverbesserung tragen (bestätigte) Konjunkturdaten aus der Eurozone bei: so ist etwa Konsumentenstimmung im Oktober auf den tiefsten Stand seit November 2020 gefallen.

Im Fokus hierzulande sind einige Aktien von Firmen, die diese Woche noch Zahlen zur Periode Juli bis September präsentieren werden, ausserdem kommt es zu Gewinnmitnahmen bei einigen der Aktien, die letzte Woche grosse Gewinne gemacht haben. Diese waren vor allem auf News aus den USA zurückzuführen gewesen. So hat die Notenbank Fed die Leitzinsen erneut unverändert gelassen, zudem fielen US-Arbeitsmarktdaten etwas schwächer aus als erwartet. Entsprechend setzen viele Anleger nun darauf, dass der Zins-Höhepunkt erreicht ist.

Der Leitindex SMI verliert bis 11.30 Uhr 0,32 Prozent auf 10'546,33 Punkte, das Tageshoch im frühen Handel lag etwa 50 Punkte höher. Der 30 Titel umfassende SLI büsst um 0,45 Prozent auf 1660,70 und der breite Markt gemessen am SPI um 0,28 Prozent auf 13'855,31 Zähler ein. Unter den 30 Blue Chips gibt es zu Berichtszeit 25 Verlierer und nur fünf Gewinner.

Kursbewegende SMI-News von Firmenseite gibt es praktisch keine. Im Fokus stehen unter anderem die UBS-Papiere (+0,4 Prozent), da die Grossbank am morgigen Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal präsentieren wird. Anleger werden sich dabei vor allem dafür interessieren, wie weit sich das Geschäft der alten Credit Suisse in den letzten Monaten stabilisiert hat und wie weit die Integration bereits fortgeschritten ist.

Genaue Zahlen oder zumindest Angaben über den Verlauf des dritten Quartals gibt es diese Woche ausserdem für Swiss Life (+0,2 Prozent) am Mittwoch, Zurich (-0,6 Prozent) am Donnerstag und Richemont (-1,0 Prozent) am Freitag.

Am stärksten unter Druck sind bei den Blue Chips vor allem Werte wie Geberit (-1,9 Prozent), Sika (-1,5 Prozent) oder Sonova (-0,9 Prozent), die letzte Woche im Zuge der grossen Erholung an den Aktienmärkten massiv zugelegt hatten. Bei Geberit etwa waren es über 12 Prozent. Bei Swiss Re (-0,8 Prozent) gehen derweil die Gewinnmitnahmen im Nachgang zu den am Freitag präsentierten Quartalszahlen weiter. Deutlich sind die Verluste auch bei Givaudan (-1,6 Prozent), wobei hier keine offensichtlichen Gründe vorhanden sind.

Eher unten in der Tabelle stehen auch Julius Bär (-0,6 Prozent). «Inside Paradeplatz» hatte berichtet, dass die Bank zu den Kreditgebern an die kriselnde Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko gehöre.

Grösste Gewinner bei den Blue Chips sind derweil Swisscom (+0,7 Prozent), die allerdings in der Vorwoche (-3,9 Prozent) nach Zahlen massiv unter die Räder geraten waren. Aus technischen Gründen sei das Papier wohl ziemlich überverkauft, heisst es im Handel. Angesichts der Dividendenrendite von ca. 4,3 Prozent und einer moderaten Gewinnbewertung (P/E 15x) bleibe Swisscom im Segment «Obligationenersatz» attraktiv, meint man auch bei «Rahn&Bodmer».

Im breiten Markt legen vor allem Idorsia (+34 Prozent), aber auch Molecular (+8,6 Prozent) erneut massiv zu. Im Handel ist von anhaltenden grösseren Deckungsverkäufen die Rede, zudem haben beide Unternehmen auch noch Studiendaten veröffentlicht.

OC Oerlikon (-5,6 Prozent) stehen dagegen nach diversen Kurszielsenkungen durch Analysten im Anschluss an die letzte Woche präsentierten Zahlen bzw. den damit verbundenen defensiven Ausblick klar im Minus. Bei Aryzta (-5,7 Prozent) dürfen derweil Gewinnmitnahmen der Grund für den Kursrückgang sein. Die Aktie des Backwarenkonzerns gehört mit einem Plus von 53 Prozent (Stand Freitagabend) im bisherigen Jahresverlauf zu den besten Titeln.

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11:02

Die Biotechnologiewerte Idorsia und Molecular Partners stehen plötzlich wieder positiv im Rampenlicht. Bis 11.00 Uhr gewinnen Idorsia 27 Prozent, Molecular Partners 9,48 Prozent. Beide Werte waren vor einigen Jahren mit viel Vorschusslorbeeren an der Börse gestartet. Doch wie so oft bei solchen Anlagen ging es nach kurzer Zeit an der Börse steil bergab.

Idorsia hat bisher im laufenden Jahr mehr als vier Fünftel und Molecular immerhin gut einen Drittel des Werts eingebüsst. Bis ein neues Medikament Marktreife erlangt, wird erst einmal sehr viel Geld verbrannt und das strapaziert die Geduld der Anleger. Und auch wenn ein Präparat dann die Zulassung erhält, ist der Erfolg noch ungewiss. Daher geraten solche Papiere gerne ins Visier von Leerverkäufern, was dann den Abwärtsdruck noch zusätzlich verstärkt.

Doch nun sind die Aktien wohl etwas gar tief gefallen. Kommt dazu, dass sich die Stimmung an den Börsen dank schwacher Zahlen vom US-Arbeitsmarkt aufgehellt hat und die beiden Unternehmen gar noch mit positiven Neuigkeiten aus ihrer Produktepipeline aufgewartet haben. "Kein Wunder, kommt es nun zu massiven Deckungskäufen", sagte ein Händler.

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10:39

Weitere, neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Avolta (vormals Dufry): Vontobel senkt auf 42 (44) Fr. - Hold

Adecco: Vontobel erhöht auf 42 (37) Fr. - Hold

Oerlikon: Kepler Cheuvreux senkt auf 4,20 (4,60) Fr. - Hold

Valiant: Kepler Cheuvreux senkt auf 105 (112) Fr. - Buy

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10:25

Idorsia legen ein wahres Kursfeuerwerk an den Tag: plus 26,54 Prozent um 10.20 Uhr. Börsianer verweisen auf Eindeckungen von leer verkauften Aktien. 

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10:20

Der Index der südkoreanischen Börse Kospi steigt im Tagesverlauf um 12 Prozent, nachdem die koreanische Börsenbehörde Leerverkäuft für die nächsten 8 Monate verboten hatte. Wie nachhaltig diese Kursrally sein könnte, unterstreicht Société Générale. Ein ähnliches Verbot, wenn auch unterschiedlich in Dauer und Art, wurde bereits während der globalen Finanzkrise (Oktober 2008), der Schuldenkrise in der Eurozone (August 2011) und in jüngerer Zeit während des Covid-Ausverkaufs (März 2020) verhängt. Dies hatte jedoch in der Vergangenheit gemischte Auswirkungen auf die Outperformance Koreas.

Jetzt sei die Ausgangslage indessen anders, hält die französische Investmentbank fest. Der Hauptgrund für die jüngste Underperformance koreanischer Aktien waren die strengeren Finanzbedingungen in den USA. Im krassen Gegensatz zu früheren Verboten zeigen die Fundamentaldaten mehr Anzeichen einer Verbesserung. Nicht nur, dass sich der Gewinnzyklus aufgrund der Aufwärtskorrektur der Gewinnwachstumsschätzungen umkehrt, der KRW und die ausländischen Zuflüsse waren dieses Mal auch widerstandsfähiger. Da das Risiko-Ertrags-Verhältnis nach wie vor zu den günstigsten in Asien gehört und sich der Wachstumszyklus im Halbleitersektor wieder beschleunigt, gehen wir davon aus, dass das Leerverkaufsverbot dem Markt noch mehr Rückenwind verleihen könnte.

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09:36

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Montag wenig verändert eröffnet. Der Leitindex SMI notiert um 09.50 Uhr 0,12 Prozent tiefer auf 10'572 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI avancierte bis um 09.35 Uhr um 0,17 Prozent auf 1671,02 und der breite Markt gemessen am SPI um 0,12 Prozent auf 13'911,83 Zähler. Unter den 30 Blue Chips gibt es zu Berichtszeit 19 Gewinner und acht Verlierer, drei Titel sind unverändert.

Nach der starken Vorwoche mit einem SMI-Plus von 2,5 Prozent würden viele Marktteilnehmer die Gewinne wohl zuerst verdauen wollen, heisst es im Handel. Ausserdem sei die geopolitische Lage weiterhin ein Faktor, den es zu beachten gelte. Vor allem bei einigen zyklischen Titeln oder Aktien, die zuletzt stärker unter Druck gewesen waren, war es letzte Woche zu einer starken Erholung gekommen. Hintergrund dazu waren vor allem News aus den USA.

So hatte die Notenbank Fed die Leitzinsen erneut unverändert gelassen, zudem waren US-Arbeitsmarktdaten etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Entsprechend setzen viele Anleger nun darauf, dass der Zins-Höhepunkt erreicht ist. Aktuell wird im Markt erwartet, dass das Fed im kommenden Juni mit einer Senkung beginnen und die Zinsen bis zum Ende des nächsten Jahres um 100 Basispunkte reduzieren wird.

Kursbewegende News von Firmenseite gibt es praktisch keine. Im Fokus stehen unter anderem die UBS-Papiere (+1,0 Prozent), da die Grossbank am (morgigen) Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal präsentieren wird. Anleger werden sich dabei vor allem dafür interessieren, wie weit sich das Geschäft der alten Credit Suisse in den letzten Monaten stabilisiert hat und wie weit die Integration bereits fortgeschritten ist.

Genaue Zahlen oder zumindest Angaben über den Verlauf des dritten Quartals gibt es diese Woche ausserdem für Swiss Life (+0,2 Prozent) und Zurich (-0,3 Prozent).

Grösste Gewinner bei den Blue Chips sind im frühen Handel Straumann (+1,6 Prozent) und VAT (+1,1 Prozent).

Weit unten in der Tabelle stehen hingegen Julius Bär (-0,4 Prozent). «Inside Paradeplatz» hatte berichtet, dass die Bank zu den Kreditgebern an die kriselnde Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko gehöre.

Im breiten Markt legen Idorsia (+11,4 Prozent) erneut massiv zu. Das mit Geldnot kämpfende Biotech-Unternehmen hat an einem Kongress neue Daten zu Aprocitentan gegen Bluthochdruck vorgelegt. Ebenfalls schon am Freitag stark gesucht waren Molecular Partners (+8,6 Prozent).

OC Oerlikon (-7,3 Prozent) dürfte wegen zwei Kurszielsenkungen durch Analysten klar im Minus stehen.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet 0,16 Prozent höher bei 10'596 Punkten. UBS und Richemont legen etwas mehr als ein halbes Prozent zu, Givaudan und Swiss Re verlieren mehr als 0,5 Prozent. Bei den Mid Caps gewinnen Idorsia 9,48 Prozent, Oerlikon verlieren 4,68 Prozent. 

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08:12

Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn leicht zugelegt. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 85,30 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als vor dem Wochenende. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember stieg um 48 Cent auf 80,99 Dollar.

In den vergangenen Wochen sind die Rohölpreise dagegen tendenziell gefallen. Von den Preisaufschlägen nach Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas ist kaum etwas übrig geblieben. Fachleute begründen die Entwicklung damit, dass sich der Konflikt bisher nicht auf andere Länder ausgeweitet hat.

Belastet werden die Erdölpreise zudem durch die schwächelnde Weltwirtschaft. In den weltweit grössten Volkswirtschaften USA und China waren Konjunkturdaten zuletzt überwiegend schwach ausgefallen. Für die konjunkturelle Entwicklung in der wirtschaftlich ebenfalls bedeutsamen Eurozone sind die meisten Experten wenig zuversichtlich.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär 0,09 Prozent tiefer gestellt bei 10'569 Punkten. Alle SMI-Titel verlieren minim. Bei den Mid Caps legen Idorsia 3,79 Prozent zu nach Forschungsnews, Barry Callebaut (+0,37 Prozent), DKHS (+0,50), Sandoz (+1,58 Prozent) und Stadler (+0,41 Prozent). Oerlikon verlieren nach Kurszielsenkung 1,40 Prozent. 

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07:42

Der Franken legt im frühen europäischen Devisenhandel zu den beiden Hauptwährungen ganz leicht zu. Das Euro wurde bei 0,9631 gehandelt nach 0,9643 am späten Freitagabend, beim Dollar waren es 0,8969 nach 0,8982.

Zum Wochenstart werden in Deutschland Auftragszahlen aus der Industrie erwartet. Der für die Gesamtwirtschaft wichtige Sektor entwickelt sich seit einiger Zeit schwach. Gründe sind die schwächelnde Weltwirtschaft und die erhöhten Rohstoff- und Energiepreise. Für die Eurozone und ihre Mitgliedsländer veröffentlicht S&P Global am Vormittag Stimmungsdaten aus dem grossen Dienstleistungssektor. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum beschreibt auch der Konjunkturindikator von Sentix, der ebenfalls ansteht.

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07:39

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Aluflexpack: Berenberg senkt auf 20 (26) Fr. - Buy

Barry Callebaut: Barclays erhöht auf 1430 (1380) Fr. - Underweight

Dätwyler: UBS senkt auf 219 (222) Fr. - Buy

Oerlikon: Research Partners senkt auf 4,20 (4,50) Fr. - Halten

Oerlikon: Royal Bank of Canada senkt auf Sector Perform

Sandoz: Stifel startet mit Kaufen - Ziel 40 Fr.

Stadler: Oddo BHF erhöht von Verkaufen auf Halten - Ziel 31 Fr.

Swiss Re: JPMorgan erhöht auf 120 (110) Fr. - Overweight

Swiss Re: Royal Bank of Canada erhöht auf 103 (100) Fr - Sector Perform

Swiss Re: UBS erhöht auf 85 (82) Fr. - Sell

VAT: Jefferies startet mit Hold - Ziel 370 Fr.

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06:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank unverändert bei 10'582 Punkten. 

Die Vorgaben aus den USA für die neue Handelswoche an der Schweizer Börse präsentieren sich positiv. Der starke November-Auftakt setzte sich dort am Freitag fort. Neben einem positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktbericht, der das mehrtägige Erholungsrally am Laufen hielt, galt es die jüngsten Geschäftszahlen von Apple zu verarbeiten. Diese enttäuschten zwar, was den Gesamtmarkt aber nicht beeinträchtigte.

Ein starker Rückgang des Beschäftigungsaufbaus in den USA liess die Anleger weiter auf ein Ende der Zinsspirale hoffen. "Der schwache US- Arbeitsmarktbericht verstärkt die Botschaft, dass die Arbeit des Fed erledigt ist", urteilten die Experten der ING Bank in einem Kommentar. Die steigende Arbeitslosenquote und eine sich abschwächende Lohnentwicklung bestärkten diese Ansicht.

Was die Schweiz anbelangt, so wird auf Unternehmensebene in der neuen Woche am Dienstag das Quartalsergebnis der UBS für Gesprächsstoff sorgen. Dabei interessiert die Beobachter insbesondere, ob sich die Lage bei der übernommenen Credit Suisse stabilisiert hat und wie weit die Fortschritte bei der Integration schon gediehen sind. Später im Wochenverlauf stehen aber auch noch etwa Swiss Life und Zurich auf der Agenda. Am Montag ist die Agenda aber firmenseitig noch leer.

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06:05

Die asiatischen Aktien legen am Montagmorgen zum vierten Mal in Folge zu. Der Nikkei-Index stieg zeitweilig um 2,48 Prozent auf 32'793.74, den höchsten Stand seit dem 21. September. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,85 Prozent auf 2365,15. Die Anleger hoffen auf früher als zuvor erwartete Zinssenkungen in den USA und Europa.

«Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die Zinssenkungen der Fed, der EZB und der BoE etwas früher kommen werden, als von den Märkten eingepreist wird, und in der Anfangsphase werden sie wahrscheinlich mutiger ausfallen», schreiben die Analysten von NatWest Markets in einer Mitteilung. «Wir gehen davon aus, dass die Fed Funds Rate bis Ende 2024 auf 3 bis 3,25 Prozent, der EZB-Depo-Satz auf 3 Prozent und die BoE Bank Rate auf 4,25 Prozent sinken wird.

Der Chef der japanischen Zentralbank sagte am Montag zudem, man sei dem Inflationsziel näher gekommen, doch reiche dies noch nicht aus, um die ultralockere Geldpolitik zu beenden. Der japanische Aktienindex Nikkei sprang auf mehr als ein Monatshoch und folgte damit einer Rallye an der Wall Street. Aktien aus dem Chipsektor führten den Ansturm. »Die Wall Street war Ende letzter Woche nach den schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten fest, was die Anleger dazu veranlasste, sich mit japanischen Aktien einzudecken", sagte Shuutarou Yasuda, Marktanalyst beim Tokai Tokyo Research Institute.

Die Börse in Shanghai lag 0,8 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 1,3 Prozent.

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06:03

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 149,61 Yen und gab 0,2 Prozent auf 7,2830 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8976 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0730 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 0,9631 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2369 Dollar

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)