16:05
Die Finanzmärkte sind gefährlich optimistisch in Bezug auf den Iran-USA-Konflikt und deuten Kriegsdesinformation als Grund für eine Rallye, obwohl Anlegerinnen und Anleger sich eigentlich auf anhaltende Unsicherheit vorbereiten sollten, warnte Matt Gertken, Chef-Geopolitikstratege beim kanadischen Researchkonzern BCA Research, in einem Interview mit CNBC.
Gertken betonte, dass selbst eine vorläufige Deeskalation in den kommenden Monaten keine Entwarnung bedeutet: Das ungelöste Atomproblem, das im Kern des Konflikts steht, könnte später im Jahr zu einer erneuten Eskalation führen.
«Die Märkte beginnen das langsam zu erkennen. Das Problem ist nur, dass sie es als Kaufsignal interpretieren – weil sie denken: ‚Jetzt können wir endlich zur Rallye zurückkehren‘», erklärte der Stratege. Er wies darauf hin, dass in der «Kriegsnebel»- Kommunikation gezielt täuscht und Desinformation von beiden Seiten verbreitet wird.
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15:32
Die US-Börsen starten im Plus. Der Dow Jones Industrial avanciert um 0,8 Prozent auf 49'530 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,7 Prozent auf 7'115 Zähler hoch. Und der technologielastige Nasdaq 100 verbucht mit 26'782 Punkten ein Plus von 0,6 Prozent und markiert damit ein neues Allzeithoch.
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15:00
Der Broker IG taxierte den Dow Jones rund eine halbe Stunde vor dem Börsenstart 0,7 Prozent höher bei 49.508 Punkten. Das bringt den bekanntesten Wall-Street-Index seinem Rekordhoch aus dem Monat Februar ein weiteres Stück näher.
Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Auswahlindex Nasdaq 100 dürfte unterdessen seinen Rekordlauf fortsetzen. Er wird zur Wochenmitte 1,0 Prozent höher bei 26.745 Zählern erwartet. Dort stehen Börsianern zufolge zunehmend wieder die steigenden Gewinne von Chipherstellern im Fokus, die sich bei vielen dieser Aktien noch nicht ausreichend in den Bewertungen widerspiegeln.
Die Anleger bleiben, was die geopolitische Lage betrifft, recht entspannt. Kurz vor Ablaufen der Waffenruhe verlängerte US-Präsident Donald Trump die Feuerpause, während die Blockade des iranischen Seehandels fortgesetzt wird. Nun wird gewartet, ob die politische Führung im Iran ihrerseits die Feuerpause weiter einhalten wird. «Die Verlängerung des Waffenstillstands betrachten Anleger mit einem lachenden und einem weinenden Auge», erklärte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
So hält sich die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, doch zugleich werde befürchtet, dass der Iran auf Zeit spielt, was laut Stanzl «ohne freie Seewege durch die Strasse von Hormus ein Problem ist». Denn «ausbleibende Fortschritte in den Verhandlungen erhöhen das Risiko einer zeitlich ausgedehnten Pattsituation, die wegen teurer Energie den Ausblick für die Weltwirtschaft massgeblich eintrüben kann».
Unter den Einzelwerten dürften Aktien wie Boeing, GE Vernova, United Airlines, AT&T oder auch Capital One einen Blick wert sein. Nach Börsenschluss dürften dann vor allem der zu den sogenannten Glorreichen Sieben zählende E-Autobauer Tesla Aufmerksamkeit auf sich ziehen sowie auch die beiden Tech-Konzerne IBM und Texas Instruments .
GE Vernova sprangen vor dem Börsenstart um 8,0 Prozent hoch. Der Energieanlagenbauer übertraf dank einer starken Nachfrage im ersten Quartal die Erwartungen und hob seine Jahresziele an. Dass United Airlines trotz am Vorabend gesenkter Jahresgewinnprognose zugleich um 1,7 Prozent zulegten, begründeten Börsianer mit der verlängerten Waffenruhe in Nahost.
AT&T überraschte bei Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zwar positiv und gewann mehr Neukunden im Mobilfunkbereich hinzu als erwartet. Für das Papier des Telekomunternehmens ging es vorbörslich dennoch um 2,5 Prozent abwärts.
Capital One verloren angesichts verfehlter Schätzungen für Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 0,7 Prozent. Das Kreditkartenunternehmen litt unter einer gestiegenen Risikovorsorge.
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14:30
ABB führt der Leitindex nach wie vor an (+3,3 Prozent), Alcon bildet das Schlusslicht (-2,07 Prozent). Am breiten Markt hält Peach Property mit 15 Prozent Gewinn derzeit den Pokal, gleichzeitig kann sich Montana Aerospace (-10 Prozent) nicht von seiner gegenteiligen Position befreien.
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14:00
Ein überraschend geringer Quartalsverlust treibt die Aktien von Boeing vor US-Börsenstart um 4,5 Prozent nach oben. Der Flugzeugbauer meldete für das erste Quartal einen bereinigten Verlust von 20 Cent je Aktie. Analysten hatten laut LSEG-Daten mit einem deutlich höheren Minus von 83 Cent gerechnet. Das Ergebnis der Rüstungssparte stieg angesichts der weltweiten Spannungen und der Verträge mit dem Pentagon um 50 Prozent. Die Erlöse im zivilen Flugzeugbau legten zwar um 13 Prozent zu, die Sparte schrieb jedoch weiterhin rote Zahlen.
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13:30
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13:00
Die US-Futures notieren vor dem Start höher:
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12:30
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12:00
Gegen Mittag hält sich der SMI mit 0,27 Prozent auf 13'170,16 Punkte im Plus. Unter den 20 Titeln halten sich Gewinner und Verlierer etwa die Waage. Der SMIM für die mittelgrossen Werte verliert indes 0,59 Prozent auf 2980,44 Punkte und der breite SPI steht mit 0,07 Prozent auf 18'608,42 Zähler knapp im Plus.
«Viele Anleger stehen mit einem Fuss auf der Bremse, mit dem anderen im Risiko», umschreibt ein weiterer Börsianer die Stimmung. Für klare Positionen fehle es an der nötigen Überzeugung. Auch von den Ölpreisen kommen keine Entspannungssignale. Frische Impulse von Konjunkturdaten sind ebenfalls nicht zu erwarten. Nach US-Börsenschluss rücken mit Zahlen von Tesla, IBM oder Texas Instruments dann einige Tech-Schwergewichte in den Fokus.
ABB (+3,5 Prozent) geben bis zum frühen Mittag einen Teil ihrer Startgewinne ebenfalls wieder ab, führen den SMI aber weiterhin klar an. Der Industriekonzern hat mit seinen Quartalszahlen die bereits hohen Erwartungen der Analysten insbesondere beim Auftragseingang übertroffen. Die erhöhte Jahresprognose sorge für Zuversicht. Zudem erwartet CEO Morten Wierod kaum Auswirkungen auf das Geschäft durch den Nahost-Konflikt.
Indes verlieren Roche (-0,6 Prozent) nach Studiendaten zum MS-Prüfmedikament Fenebrutinib. Zwar reduziere der Wirkstoff die Krankheitsschübe, allerdings werfen die Nebenwirkungen weiter Fragen auf. Zudem legt der Pharmakonzern am morgigen Donnerstag Zahlen vor. Konkurrent Novartis (+0,1 Prozent) halten sich hingegen im Plus. Nestlé (+0,4 Prozent) als drittes Schwergewicht reagieren vor eigenen Quartalsergebnissen am morgigen Donnerstag leicht positiv auf die Danone-Zahlen.
Deutlich nach unten geht es derweil für die Titel von Sonova (-4,5 Prozent). Damit werden die Aktien in Sippenhaft mit der australischen Cochlear genommen. Diese waren in Sydney nach gesenkter Prognose um über 40 Prozent eingebrochen. Besonders Aussagen zur schwachen Konsumentenstimmung und historischen Tiefständen im wichtigen US-Markt belasteten. Auch andere Gesundheitstitel wie Straumann (-1,6 Prozent) oder Alcon (-1,8 Prozent) zeigen sich schwach.
Nach dem überraschenden Rücktritt von CEO Kai Arndt brechen Montana Aerospace (-8,9 Prozent) deutlich ein. Analysten werten die Nachricht negativ, besonders da keine Gründe genannt wurden.
Im Plus zeigen sich indes Temenos (+5,1 Prozent) nach Zahlen vom Vorabend. Diese lagen über den Erwartungen und der Ausblick wurde bestätigt. Auch Phoenix Mecano (+3,8 Prozent) sind nach einem laut Analysten «gelungenen Jahresstart» gefragt, ebenso wie die Titel des Immobilienunternehmens Peach Property (+9,7 Prozent) nach endgültigen Zahlen für 2025.
Für Kursgewinne bei Autoneum (+4,6 Prozent) sorgte ein positiver Kommentar der ZKB. Diese hat die Titel auf «Übergewichten» hochgestuft, was die Erholung der Aktie unterstützt.
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11:30
Berichte über Schüsse auf Containerschiffe in der Strasse von Hormus treiben erneut die Ölpreise in die Höhe. Die Preise für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI stiegen in der Spitze um knapp zwei Prozent auf bis zu 100,39 Dollar je Barrel und auf bis zu 91,41 Dollar. Mindestens drei Containerschiffe seien in der strategisch wichtigen Meerenge von Schüssen getroffen worden, hiess es am Mittwoch aus maritimen Sicherheitskreisen und von der britischen Behörde für Seehandelsoperationen (UKMTO).
Die Vorfälle ereigneten sich trotz der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Waffenstillstand mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern, um Friedensgespräche zu ermöglichen. Der Iran hatte als Reaktion auf eine US-Blockade seiner Häfen Beschränkungen für Schiffe in der Strasse von Hormus verhängt. Durch die Meerenge wurden vor Beginn des Krieges Ende Februar rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert.
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11:00
Die Aktien von Peach Property steigen am Vormittag fast 10 Prozent auf 5,650 Franken.
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10:30
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10:00
Der deutsche Leitindex Dax zog zur Eröffnung am Mittwoch um 0,4 Prozent auf 24.378 Punkte an, nachdem er an den beiden vorangegangenen Tagen nachgegeben hatte.
Bei den Einzelwerten rückte die Deutsche Telekom ins Rampenlicht. Der Konzern erwägt einem Medienbericht zufolge eine Verschmelzung mit T-Mobile. Nach vorbörslichen Gewinnen büssten die Titel bis zu 2,5 Prozent ein. Die Agentur Bloomberg hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Gründung einer Holding im Gespräch sei, die sowohl für die Aktien des Bonner Konzerns als auch dessen US-Tochter ein Übernahmeangebot abgeben würde. Eine vollständige Fusion könnte die Bewertung der Deutschen Telekom steigern, gleichzeitig könnten dann jedoch Finanzierungsängste die Aktie belasten, sagte ein Händler.
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09:30
Indes verlieren Roche (-0,6 Prozent) nach Studiendaten zum MS-Prüfmedikament Fenebrutinib. Zwar reduziere der Wirkstoff die Krankheitsschübe, allerdings werfen die Nebenwirkungen weiter Fragen auf. Konkurrent Novartis (+0,1 Prozent) halten sich hingegen im Plus. Nestlé (-0,2 Prozent) als drittes Schwergewicht reagieren kaum auf Danone-Zahlen.
In der zweiten Reihe springen Temenos (+3,3 Prozent) nach Zahlen vom Vorabend hoch, während Montana Aerospace (-5,4 Prozent) nach dem überraschenden CEO-Rücktritt fallen.
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09:00
Der SMI startet am Mittwoch minim tiefer mit -0,09 Prozent, notiert wenige Minuten später jedoch im Plus bei 0,5 Prozent.
US-Präsident Trump hat angekündigt, die Waffenruhe mit dem Iran so lange zu verlängern, bis ein Vorschlag der stark gespaltenen iranischen Regierung vorliegt und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind. Damit bleibt die diplomatische Hängepartie aber bestehen und die Strasse von Hormus weiter geschlossen. Die Märkte in Asien reagierten gemischt, während die US-Futures auf eine positive Eröffnung der Wall Street hindeuten. An den Ölmärkten zeigte sich noch keine Entspannung.
«Unter dem Strich ist zunächst die zweite Verhandlungsrunde gescheitert und die Märkte steuern wie Thelma & Louise auf eine massive globale Energieversorgungslücke zu», kommentierte ein Händler. Durch die verlängerte Waffenruhe bleibe aber immerhin die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Gespräche und letztendlich ein Friedensabkommen. Insgesamt bleibe es ein «hochkomplexes und zähes» geopolitisches Schachspiel mit vielen Unsicherheiten.
Für ABB geht es nach den Quartalszahlen 5,7 Prozent aufwärts. Der Industriekonzern verbuchte einen Umsatz- und Auftragssprung im ersten Quartal und erhöhte den Jahresausblick. Der Nahostkonflikt hatte bislang keine Auswirkungen.
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08:30
Der Markt bleibe im «Schlagzeilen-Modus», heisst es in einem Kommentar. Es sei kein klarer Trend auszumachen, sondern eher eine taktische Rotation mit kurzfristigen Umschichtungen zwischen Safe Havens und zyklischen Währungen.
Die Daten zu den US-Einzelhandelszahlen von gestern haben derweil die Erwartungen übertroffen. Laut Marktteilnehmern zeugt dies von einer robusten Binnenkonjunktur bei gleichzeitg anhaltendem Inflationsdruck, was die Zinssenkungen der Fed schwieriger mache.
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08:00
Der SMI steht bei Julius Bär vorbörslich 0,6 Prozent höher.
Auffallend ist dabei der Kurssprung von ABB (+6 Prozent). Das Unternehmen hat den Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Auch der Auftragseingang legte spürbar zu. Der Jahresausblick wird nun angehoben. Ebenfalls markant höher notieren Richemont (+1,1 Prozent). Roche bildet mit -0,6 Prozent klar das Schlusslicht.
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07:05
Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschliessend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt am Morgen wenig verändert bei 98,18 Dollar. Die Tendenz bei der US-Sorte WTI war ähnlich.
Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der deutschen Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht.
Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können - trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet.
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06:10
Der SMI steht am Mittwoch vorbörslich 0,6 Prozent tiefer.
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05:00
Angetrieben von Technologie-Schwergewichten hat der japanische Leitindex Nikkei am Mittwoch ein Rekordhoch erreicht. Der 225 Werte umfassende Index legte um 0,5 Prozent auf 59.653,56 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte dagegen 0,6 Prozent niedriger bei 3747,63 Zählern.
Die Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran dämpfte die Stimmung der Anleger. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, er werde die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängern, um die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts fortzusetzen. Es blieb zunächst unklar, ob die Regierung in Teheran oder der US-Verbündete Israel der Verlängerung zustimmen würde.
Gefragt waren in Tokio vor allem der Technologieinvestor SoftBank Group mit einem Plus von 9,3 Prozent sowie der Chipanlagenbauer Advantest, dessen Papiere sich um 2,2 Prozent verteuerten. Zu den grössten Verlierern zählte Sapporo Holdings mit einem Abschlag von 6,1 Prozent. Die Brauerei hatte mitgeteilt, sich aus dem Geschäft mit Craft-Bier in den USA zurückzuziehen und die Marke Stone Brewing vier Jahre nach der Übernahme wieder zu verkaufen.
Zwar trieben einige Aktien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Rechenzentren und Halbleiter die Kurse an. Die Zahl der Gewinner sei insgesamt jedoch überschaubar, sagte Kensuke Togashi, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Dieses Muster scheine sich auch am Mittwoch fortzusetzen.
Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4086,59 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4772,99 Punkten.
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04:00
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03:00
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02:00
Der Dow Jones Industrial schloss 0,59 Prozent im Minus bei 49.149,38 Punkten. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Zähler der 50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent auf 26.479,47 Einheiten nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,63 Prozent auf 7.064,01 Punkte fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100, während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt liegt.
In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit sollte die 14-tägige Waffenruhe ursprünglich ablaufen. Kurz nach Börsenschluss teilte US-Präsident Donald Trump mit, er werde auf Bitten Pakistans von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite. Die wichtigsten US-Aktienfutures dämmten daraufhin ihre Verluste ein
Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei besonders im Blick, und dies mit unterschiedlicher Tendenz: Apple fielen um 2,5 Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Amazon legten um 0,7 Prozent zu, nachdem der Onlinehändler eine vertiefte Partnerschaft mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic bekanntgegeben hatte.
Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.
Amazon will viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren.
Im Dow setzten sich Unitedhealth nach überraschend starken Quartalszahlen mit sieben Prozent Plus an die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr optimistischer. Ausserdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen. Konkurrent CVS Health erteilte dem bereits eine Absage. Dies lastete auf den Aktien von Eli Lilly , die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent verloren.
Beim Mischkonzern 3M hatte es nach den Zahlen etwas gedauert, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Am Ende verloren sie knapp zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.
Bergab ging es in der Breite für Aktien von Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen. Die Titel von RTX und GE Aerospace sanken um 4,4 respektive 5,6 Prozent, obwohl beide etwas optimistischer für das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer Warnung vor den Risiken des Iran-Kriegs. Wie es hiess, schürten aktuell hohe Treibstoffpreise die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen, ihre Kapazitäten reduzieren.
Für Gesprächsstoff sorgte noch ein Bericht, wonach die Deutsche Telekom einen Komplettzusammenschluss mit T-Mobile US erwägt. Die Titel von T-Mobile US reagierten darauf zuerst mit einem Sprung ins Plus, gingen aber dann mit einem Abschlag von 1,5 Prozent aus dem Handel. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Dienstag unter Berufung auf Kreise von der Idee, eine neue Holdinggesellschaft zu schaffen, die Gebote für die Aktien beider Unternehmen abgeben würde.
(cash/AWP/Reuters)

