Das Börsenspiel von cash.ch geht in die fünfte Woche, an deren Ende bereits die Halbzeitabrechnung erstellt wird. An der Tabellenspitze kam es erneut zu einem Wechsel: Nachdem «tradingking» die Krone erst vor einer Woche an «moyo» abgeben musste, gibt es nun einen neuen Spitzenreiter. «moyo» hielt sich zwar wacker, musste letztlich aber «superscoopy0631» klar den Vortritt lassen. Der neue Leader mit einem Plus von 74 Prozent ist mit insgesamt 316 Trades gleichzeitig der aktivste Spieler im Feld.
In der vergangenen Spielwoche ist der geringere Performancezuwachs unter den Top 10 augenfällig. Waren zu Beginn des Börsenspiels noch tägliche Kursveränderungen von plus oder minus 10'000 und mehr Franken mit häufigen Positionsveränderungen an der Tagesordnung, verschieben sich die Gewinne und Verluste nur mehr im tiefen Tausenderbereich. Entsprechend geht es unter den Top-Positionen an einem Tag mal eine Position hoch, am nächsten zwei Positionen runter. «tradingking», der von Rang 2 auf 15 abstürzte, ist eher die Ausnahme.
Die Kursverluste an den internationalen Aktien-, Krypto- und Edelmetallmärkten hatten dabei querbeet Spuren hinterlassen. Lagen vor einer Woche noch zehn Spieler mit weniger als 10 Prozent hinter dem Leader zurück, waren es in der abgelaufenen Woche nur noch deren fünf. Immerhin weisen weiterhin 28 nach 29 Teilnehmenden in der Vorwoche ein Kursplus von mehr als 30 Prozent aus.
Gesamthaft ist der Durchschnittswert der Portfolios erneut gesunken. Nach den ersten Spieltagen lag der durchschnittliche Wert bei -0,4 Prozent. Hernach ging es stetig bergab auf -1,1 respektive minus -1,4 Prozent, ehe dieser Wert in der abgelaufenen Woche auf -3,2 Prozent zurückfiel.
Wenig Neues am Ende der Tabelle
Auch die Anzahl der höher stehenden Portfolios hat sich deutlich verschlechtert. Zog die Anzahl vor Wochenfrist noch auf 725 von 709 an, waren es Ende der letzten Woche noch 458 Stück. Vier von fünf Portfolios stehen damit unter Wasser.
Dies ist insofern zu relativieren, als das Börsenspiel in einer Zeit mit hohen Marktturbulenzen über die Bühne geht. Es bestätigt auf der einen Seite, wie schwierig es ist, sich bei einer rückläufigen Börse positiv hervorheben zu können. Andererseits haben nur 17 Prozent der Portfolios Kursverluste von mehr als 10 Prozent eingefahren. Im Vergleich zum Swiss Market Index (SMI), der seit Anfang des Monats um 11,7 Prozent nachgab, sind es sogar nur 11 Prozent. Diese «Outperformance» ist beachtlich.
Am Ende des Tableaus hält «wrusti» wenig überraschend weiterhin die rote Laterne, nachdem sein Portfolio im Wochenverlauf um fast 20 Prozent auf einen Saldo von 14'069 Franken nachgab. Zudem findet sich «gianni22» weiter an zweitletzter und «sir_chc» an drittletzter Stelle. Die Anzahl der Portfolios, welche einen Kursverlust grösser als 30 Prozent ausweisen, ist zudem auf fünf von drei angestiegen.
cash-Portfolio in Lauerstellung
Auch das cash-Portfolio musste Federn lassen. Der Wert sank auf ein Gesamtplus von 10,6 nach 14,5 Prozent in der Vorwoche. Das bedeutet ein Abrutschen von Platz 82 in der Vorwoche auf Platz 86 von 2373 Teilnehmenden. Zwei Drittel des Verlustes entfielen auf die nach wie vor im Depot liegenden Newron - autsch! Dem Verkaufen-Wollen vor einer Woche folgten keine Taten, und die kursmässige Quittung folgte auf dem Fuss. Die mitgenommenen Gewinne auf den Öl-Warrants, das Glattstellen der Mini-Futures auf Walmart vor der Kurskorrektur oder bei Logitech stimmten das Team auf Wochenfrist dennoch halbwegs versöhnlich. Da wäre aber eindeutig mehr drin gewesen.
Neuengagements wurden keine eingegangen. Der Anteil an liquiden Mitteln liegt bei 25 Prozent, zumal die Disruption an den Finanzmärkten wegen des Iran-Kriegs und der geschlossenen Strasse von Hormus noch nicht ausgestanden ist.
Mit Blick auf ein mögliches Kriegsende in Nahost wartet die Redaktion auf den richtigen Einstiegszeitpunkt. Der Fokus für mögliche Käufe liegt auf den jüngst besonders unter die Räder gekommenen Bauwerten Holcim oder Sika, der baunahen Geberit, dem Industriekonzern Georg Fischer sowie den Finanzwerten Partners Group und UBS. Von den Aktienfavoriten der Deutschen Bank stehen Bechtle, Commerzbank, Heidelberg Materials oder KION weiter auf der Watchlist.
Nimmt der Krieg auf der anderen Seite kein zeitnahes Ende, dürften die globalen Aktienmärkte die bisherigen Kursverluste weiter ausbauen. Dann geht es darum, mit dem weiterhin eher konservativ aufgestellten Portfolio mögliche Kursverluste zu begrenzen.
Interessierte am cash-Börsenspiel können sich weiterhin hier anmelden und mitmachen.
