Der Bund, mit zwölf Prozent ⁠der zweitgrösste Aktionär des Frankfurter Geldhauses, werde das Tauschangebot ‌von UniCredit nicht annehmen, teilte die ‌staatliche Finanzagentur am ​Dienstag mit. Das habe der Lenkungsausschuss beschlossen, der für die Beteiligungen des Bankenrettungsfonds zuständig ist. «Eine Annahme des Angebots kam bereits wirtschaftlich nicht infrage, da das ‌Übernahmeangebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie enthält», hiess es in der Mitteilung. Die ​Annahmefrist für das Übernahmeangebot läuft am Dienstag ​ab.

Der Bund stellte sich ​aber auch inhaltlich gegen UniCredit: «Darüber hinaus unterstützt der ‌Lenkungsausschuss die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank AG und lehnt das aggressive Vorgehen der UniCredit SpA ​ab», ​hiess es in der ⁠Mitteilung. «Die Commerzbank AG spielt eine ​wichtige Rolle bei ⁠der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen ‌Mittelstands. Sie ist als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Beides gilt ‌es auch in Zukunft sicherzustellen.»

(Reuters)