Europas grösster Lebensmittelhändler Carrefour hat trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen der Analysten übertroffen und zeigt ‌sich ⁠für das laufende Jahr optimistisch. Das operative Ergebnis sank 2025 ⁠um 5,4 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro, wie der französische Konzern am ‌Dienstag mitteilte. Belastet wurde das Ergebnis vor ‌allem durch Integrationskosten von 210 Millionen ​Euro für die Übernahme der Cora- und Match-Filialen in Frankreich. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt jedoch mit einem stärkeren Rückgang auf 2,05 Milliarden Euro gerechnet. Finanzchef Matthieu Malige äusserte ‌sich zuversichtlich für 2026, die Verbraucherstimmung im Heimatmarkt helle sich auf.

Auf dem wichtigen französischen Markt legten die vergleichbaren Umsätze im vierten Quartal ​um 0,4 Prozent zu. Malige verwies darauf, dass ​Kunden im Weihnachtsgeschäft verstärkt zu günstigeren ​Produkten gegriffen hätten. Dennoch kehre der französische Lebensmittelmarkt nach zwei Jahren inflationsbedingter Absatzrückgänge ‌auf einen Wachstumspfad zurück. «Die Stimmung der französischen Verbraucher verbessert sich, und ihre Kaufkraft erholt sich nach der hohen Inflation der Jahre 2022 ​und ​2023», sagte Malige.

Konzernchef Alexandre ⁠Bompard steht unter Druck, nachdem die traditionsreiche ​Supermarktkette in Frankreich ⁠Marktanteile an Rivalen wie E.Leclerc verloren hat. Die operative Marge ‌ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken - von 3,1 Prozent im Jahr 2021 auf 2,6 Prozent im vergangenen ‌Jahr. Bompard will am Mittwoch bei einem Kapitalmarkttag ​seine künftige Strategie vorstellen.

(Reuters)